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Fr, 12:14 Uhr
14.03.2014

Equal Pay Day 2014

In einer Woche ist Equal Pay Day, der „Tag für gleiche Bezahlung“. Der kommende Freitag, 21. März, steht symbolisch für den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied von aktuell 22 Prozent. Das heißt: Umgerechnet müssen Frauen zurzeit 80 Tage arbeiten länger, um das gleiche Erwerbseinkommen zu erzielen wie Männer am 31. Dezember des Vorjahres...

Gleiche Bezahlung gefordert (Foto: Ingar Haar) Gleiche Bezahlung gefordert (Foto: Ingar Haar)

Dieses Jahr entspricht das rechnerisch dem 21. März, der deshalb zum Equal Pay Day wird. „Die Entgeltlücke resultiert aus der nicht nur vorübergehenden (Unter)-Beschäftigung von Frauen in Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“, so Carmen Kaap, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises.

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„Deshalb heißt in diesem Jahr auch das Schwerpunktthema 2014 ist ‚.... und raus bist Du ? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen‘. Viele Frauen lassen sich erst mal als Einstiegs- und Übergangslösung auf einen Minijob ein, ohne zu ahnen, dass sie sich mit dieser Beschäftigungsform in eine berufliche Sackgasse begeben, da ihnen Aufstiegschancen langfristig versperrt bleiben, die Stundenlöhne meist niedriger als bei Vollzeitbeschäftigung sind und darüber hinaus eine eigene existenzsichernde Rente nicht aufgebaut werden kann. Schließlich gelten aktuell Beschäftigungsverhältnisse bis 450 Euro als Minijobs. Eine Stundenbegrenzung gibt es nicht mehr.“ Damit sei diese Beschäftigungsform eine wichtige Ursache für die geschlechtsspezifische Lohnlücke und damit auch eine spätere Rentenlücke von 60 Prozent.

Ziel des diesjährigen Equal Pay Day, einem internationalen Aktionstag, ist die gesellschaftliche Aufwertung von Minijobs und Teilzeit in den Fokus zu stellen. „Viele Minijoberinnen und Teilzeitbeschäftigte würden gern Vollzeit arbeiten, wenn die Rahmenbedingungen wie beispielsweise ausreichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeiten stimmen“, so Carmen Kaap. „Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels u. a. aufgrund des demographischen Wandels sowie späterer drohender Altersarmut, die vor allem Frauen droht, ist ein Umdenken in unserer Gesellschaft auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit.“

Der Equal Pay Day, den es seit 2008 in Deutschland gibt, findet in 23 weiteren europäischen Ländern statt. Entstanden ist der „Tag für gleiche Bezahlung“ in den USA, wo 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben gerufen wurde, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen. Diesen Gedanken griff das nationale Aktionsbündnis „Business and Professional Women Germany“ (BWP) und startete die Initiative „Rote Tasche“, die symbolisch für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen steht.

Zum BPW gehören die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Frauenrat und der Verband deutscher Unternehmerinnen. Inzwischen beteiligen sich bundesweit mehr als 90.000 Aktivisten in rund 250 Städten und Gemeinden.

Mehr unter www.equalpayday.de
Autor: red

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