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Di, 14:17 Uhr
04.03.2014

Forum: Russland und die Krimkrise

Seht her, die Russen, die sind an allem Schuld und heizen einen Krieg an. Die Berichterstattung der Medien lässt keinen anderen Schluss zu und der Westen muss wie immer jetzt schnell handeln. So beginnt ein Leserbrief zum Thema "Russland und die Krimkrise"....

Wenn das die Logik der Lösung von Konflikten ist, sieht es um eine Lösung nicht gut aus. War es nicht so, dass der Umsturz in der Ukraine (Kiew) wohlfeil, völlig planlos und von Interessen geleitet unterstützt wurde. "Handreichung" für Europa gegen Russland, dass kann doch nicht gut gehen. Die Kräfte, die da plötzlich auf den Plan getreten sind, haben die Lage zum eskalieren gebracht. Ob gewollt oder nicht, nun ist sie außer Kontrolle.

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Die Haltung Russlands ist bekannt, rechtfertigt jedoch keinesfalls einen Bruch des Völkerrechts. Auch wenn sich der Westen zum Retter des Völkerrechts aufschwingt, ist die Weste in dieser Beziehung überhaupt nicht sauber. Ja, wenn da die Russen nicht wären.

Mit der Wahrheit wird es auch nicht so genau genommen und die "Enten" heizen die Lage an. Die Gerüchteküche ist da überhaupt nicht hilfreich. Die Ukraine braucht weder geballte "Beratung" aus dem Westen und auch nicht aus dem Osten und die völkerrechtswidrige Intervention schon gar nicht. Ich denke, die Bürger dieses Landes sollen entscheiden, welchen Weg dieses große Land geht.

Parteinahme für die eine oder andere Seite, sollte nicht die deutsche und europäische Außenpolitik bestimmen. Anerkannte Vermittler sollte jetzt das Heft des Handelns übernehmen. Die Ukraine muss stabilisiert werden. Bevor jedoch die Hände gen Westen und Osten aufgehalten werden, sollte der ungeheure Reichtum der Oligarchen und ehemaliger Regierender herangezogen werden.

Nicht die Fäuste, die Hände reichen. Ich denke weder die Russen noch die Ukrainer wollen Krieg und die NATO sollte sich generell da raus halten. Die hat in diesem Konflikt nichts zu suchen. Versöhnung für einen demokratischen Neuanfang, Vertrauen in rechtsstaatliche Grundsätze und Vernunft statt Rache, sollten jetzt Motive für das Handeln aller Seiten sein.

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Paulinchen
04.03.2014, 19:38 Uhr
Es ist sicher als eine, die fern ab vom Geschehen ist,
ohnehin nicht einfach, zu diesem Thema überhaupt Stellung zu nehmen. Ich wage es aber mal ganz vorsichtig. Der Janukovitsch war ja wohl ein vom Volk gewählter Präsident, der der Frau Tiomoschenko die Mehrheit knapp „weggeschnappt“ hat. Dass er sie später hinter Gitter gebracht hat, hatte zwar den Anschein von Rache, aber Frau Timoschenko ist ganz sicher nicht unbedingt eine Frau, mit einer soliden Vergangenheit.

Letztlich und das haben wir ja nach dem Sturz von Janukovitsch gesehen, ist auch er nicht der Saubermann, den er uns vorgemacht hat, gewesen. Nur – die Herren, welche sich nun um die Posten drängen sind auch keine unbeschriebenen Figuren. Da ist der beste Freund von Fr. Timoschenko, der Milliardär und Schokoladenfabrikant auf der einen Seite, auf der anderen ist ein eher rechts orientierter Mitstreiter der „Garde“ , die den Präsidenten aus dem Lande gejagt haben. Na und dann steht da noch der Herr V.

Klitschko. Er hat für uns vielleicht (?) nachvollziehbar, als Einziger sein Geld durch den Sport und Werbeverträge verdient und eher nicht durch dubiose Geschäfte. Aber- er hat für mich nicht das Format eines Staatsoberhauptes.

Letzteres beweist für mich, dass er sich nicht an den Vertrag gehalten hat, den die europäischen Außenminister mit Janukovitsch und den Russen und mit, sagen wir mal den Revolutionären, ausgehandelt und abgeschlossen haben. Verträge sind nun mal dazu da, dass sie auch eingehalten werden. In diesem Punkt habe ich jetzt auch Verständnis für Herrn Putin. Die USA und auch die EU haben doch ganz sicher nicht das Volk der Ukraine im Focus, um Hilfe aus purer Nächstenliebe zu gewähren. Dahinter stehen meiner (!) Meinung nach die Interessen, näher an Russland zu rücken und dort, wie in Polen, Raketen zu stationieren. So hat man immer einen Fuß zur Eingangstür nach Russland drin. Ob die Ukraine unbedingt für die EU von wirtschaftlicher Bedeutung sein könnte, möchte ich aus Unkenntnis nicht kommentieren. Für mich haben sich die Damen und Herren der derzeitigen Übergangsregierung der Ukraine, selbst in diese sehr pikante Situation manövriert.

„Vor dem Schaden klug sein“, daran hat`s vielleicht gelegen. Mögen nun die Menschen dort die Gelegenheit erhalten, in freien Wahlen, ohne jeglichen Druck von Politikern, über ihre Zukunft zu entscheiden. Und das Ergebnis sollten dann auch die Politiker rund um den Erdball akzeptieren. So wie sich die Ukrainer betten, so werden sie dann auch schlafen.
Hans Dittmar
04.03.2014, 22:26 Uhr
Krieg oder Frieden auf Krim
Der Artikel ist sehr gut und wer bedenkt wie viel von Europa aus getan wurde, um die Ukraine in Richtung Westen auszurichten der weiß welcher Einfluß ausgeübt wurde. Nur sind die Kräfte in der Ukraine nicht geschlossen und ziehen nicht an einen Strang. Dazu kommt, dass die Ziele verschieden sind. Und mal ehrlich, würde ein USA nahestehender Staat eine andere Richtung einschlagen, dann wären diese schon lange einmarschiert und hätte die störenden Kräfte auf Linie gebracht.

Die Ukraine soll sich selbst finden. Die Bürger müssen gemeinsam einen Weg finden. Ich bin auch dagegen, dass sich sämtlichen Nationen an finanziellen Hilfen überbieten nur um den Staat zu kaufen. Europa zerstört sich selbst, wenn es immer mehr Länder aufnimmt, die mehr Probleme als Vorteile mit sich bringen.

Ich wünsche der Ukraine viel Glück und Kraft und wünsche mir, dass sich dieses LAnd nicht wie einst Deutschland teilt und in Ost- und Westukraine zerfällt.
Retupmoc
05.03.2014, 07:45 Uhr
Schmiergeld
Wenn der Westen Verbrecher ( und nichts anderes sind Leute, die Molotowoktails werfen, Steine schmeissen oder Autos anzünden ) mit 15 - 25 Euro ( umgerechnet ) finanziert und Klitschko mit einem Nazi paktiert ( das hat sogar nun der Herr Grund gesagt ) wissen wir, wer an dieser Krise schuld hat. Passt aber ins Bild, denn nun darf Europa Geld geben, das es nicht hat, dafür aber wieder " Flüchtlinge " aufnehmen. Bye Bye Europa - Deine Zeit läuft ab.
Pe_rle
05.03.2014, 09:15 Uhr
Ukraine/Russland
die Deutschen können es nicht lassen sich in jeden Krieg einzumischen.
Mannoman wann lernen die endlich die Finger mal ruhig zu halten.
Die haben aus der Geschichte nichts gelernt
Paulinchen
05.03.2014, 10:58 Uhr
Gibt es auf unserem Planeten…
..eigentlich einen Kriegsschauplatz, an den Deutschland nicht in irgendeiner Form beteiligt ist?

Als ich gestern meinen Artikel zu diesem Thema schrieb, war mir noch nicht bekannt, dass Deutschland es war, von denen die Scharfschützen der „Birkut“ (Adler) Einheit ausgebildet und beraten wurden. Die Ausbildung lief in der Zeit der Vorbereitungen auf die Fußballeuropameisterschaft.

Vertraue ich mal der Zeitung mit den vier Buchstaben von heute, so gibt es ja auf der aufgelisteten Seite mit den ukrainischen Oligarchen mal auf die Schnelle schon 30 Milliarden Dollar Vermögen. Das sind aber längst nicht alle stink reichen Parasiten der Ukraine gewesen. Meine Meinung dazu ist nun, nicht einen Cent für die Ukraine aus Deutschland, die sollen sich mal schön finanziell selbst über Wasser halten! Das wäre ja wie Wasser in die Zorge gießen.
Retupmoc
05.03.2014, 11:09 Uhr
Niedrigwasser
Die werden Wasser in die Zorge gießen. Vergessen darf man nämlich nicht, wer selbst bei einem friedlichen Ende der Eskalation verdient. Es werden wieder ein paar Zehntausende " Flüchtlinge " kommen.
Das sind dann die dringend benötigten Fachkräfte. Die zeigen den deutschen Soldaten dann wie man Molotowcocktails zubereitet.
Leser X
05.03.2014, 11:44 Uhr
Finstere Mächte am Werk
Eigentlich kann man gar nicht blög genug sein, um der westlichen Propaganda auf den Leim zu gehen. Und unsere Staatsmedien reihen sich brav ein in die Verblödungsmaschinerie.

Es geht doch in Wirklichkeit um nichts anderes als um ein vom Westen gesteuerten Putsch aus geostrategischen Interessen (wer hätte schon nicht gern die Krim, sie liegt ja strategisch super günstig).

Finstere Mächte wurden dafür als nützliche Idioten des Westens gesteuert. Dazu zähle ich ausdrücklich auch Klitschko. Er wurde damals deutlich nicht gewählt. Wäre er ein Demokrat, hätte er sich damit abgegeben.
Wolfi65
05.03.2014, 12:27 Uhr
Wieso so eine Aufregung?
Der liebe Herr Putin wird dort schon für Ordnung sorgen. Ob dass unseren "Verbündeten" des Nordatlantikpaktes und oder unserer eigenen Regierung passt oder nicht. Wenn eine gewisse Grenze überschritten wird, dann wird der russische Bär schon aus der Höhle kommen. Spätestens dann ist der Spass vorbei.

Noch ein paar unbedachte Handlungen auf beiden Seiten und der Anfang vom Ende der Menschheit ist gekommen.Viertausend Atomsprengköpfe mit der hundertfachen Sprengkraft von Hiroshima lassen keinen Platz für Sieger. Hoffentlich dauert das Ganze dann nicht mehr so lange, aber bei Flugzeiten von 10 bis 15 Minuten für eine Interkontinentalrakete von Sibirien nach Los Angeles und auch in der Gegenrichtung, dürfte der Black out schnell vorübergehen.
Retupmoc
07.03.2014, 10:41 Uhr
Braune Soße
Habe gestern abend zufällig einen Bericht gesehen, wo ein deutscher Regierungsvertreter ( Steinmeier ) an einem Verhandlungstisch sitzt. Mit am Tisch der Führer der rechtsradikalen Swoboda - Partei, einer Partnerorganisation der NPD. Tatsächlich hat Parteiführer Oleh Tiahnybok einst als Ziel seiner Partei angegeben, man wolle die Ukraine von einer "Moskau-jüdischen Mafia" befreien, um sie nach Europa zu führen - ein Beispiel für den krassen Antisemitismus der Organisation.

Mit diesen Leuten verhandelt also die EU und Vertreter der deutsche Regierungsparteien CDU/SPD ? Wir verhandeln also mit Nazis über den Beitritt der Ukraine in die EU ? Was bitte soll das denn? Und mich würde als Nordhäuser eigentlich dazu auch einmal eine Stellungnahme des Bündnisses gegen Rechts interessieren. Hier steht man vom Tisch auf und die "Chefs der Parteien " verhandeln mit Nazis? Da beißt sich doch was. Aber anscheinend sind Nato und EU - Interesse stärker als die Moral!
Wolfi65
07.03.2014, 11:26 Uhr
Was für eine Moral?
Hier geht es nur um Macht und Geld. Das Letztere regiert uns schon seit 1989 wieder. Menschenrechte ja, aber sie müssen mit den Machtinteressen übereinstimmen.
Ich möchte da den Russen gar nicht ausschließen.

Nach 1945 waren den Westallierten alle Mittel Recht, um den Russen in Europa nicht gar so stark werden zu lassen. Selbst mit Altnazis wurde kooperiert.

Da wurde massenhaft Geld nach Westeuropa gepumt, um die Überlegenheit der "Freien Welt" gegenüber des Kommunismus darzustellen. Jetzt sind wir wieder an so einen Punkt des Kalten Krieges angekommen, wo in kürzester Zeit große Geldmengen losgerissen werden, um ganze Länder an sich zu reissen.
Die Moral an der Geschicht: Es gibt keine!
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