Mo, 12:52 Uhr
03.03.2014
Paradiesische Zustände für Wacker
Wacker Nordhausen hat auch sein 5. Auswärtsspiel in Folge für sich entscheiden können. Selbstbewusst kaufte die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar, der das richtige Konzept geschmiedet hatte, dem FC Carl Zeiss Jena den Schneid ab und kehrte nach einem spannenden Vergleich überraschend mit 2:1 aus dem Jenaer Paradies heim. Auch Klaus Verkouter war Gast im Paradies...
Eigentlich wollte Wacker-Präsident Nico Kleofas zu keinem Auswärtsspiel mehr mitfahren, weil die Mannschaft da jeweils gewonnen hatte. Im türkischen Belek sah er jedoch gegen den kroatischen Erstligisten NK Hrvatski Dragovoljac einen 2:0-Auswärtssieg. Das war Grund genug, mit nach Jena zu fahren und Kleofas bereute das nicht: Die Mannschaft hat sich den Dreier bravourös erarbeitet und das Glück war auch einmal wieder bei Wacker gelandet. Ich bin stolz auf die Truppe und das Trainerteam.
Ähnlich äußerte sich Chefcoach Jörg Goslar bei der anschließenden Pressekonferenz, die nach dem Spiel auf der großen Anzeigetafel für die 3690 Zuschauer übertragen wurde. Doch da waren längst die Nordhäuser Fans in der Überzahl; denn das Gros der einheimische Anhänger war schon enttäuscht von dannen gezogen. Goslar äußerte unter anderem: "Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Das war heute Signalwirkung für die Stadt und den Verein vor vielen Fans. Wir sind selbstbewusst aufgetreten und haben in der ersten Hälfte nicht viel zugelassen. Dabei besaßen wir noch gute Kontermöglichkeiten.
Ein Auftakt nach Maß war die erste Offensivaktion der Nordhäuser. Einen an Toni Jurascheck verwirkten Foulfreistoß brachte Christoph Rischker aus 25 Metern von halbrechter Position in den Jenaer Strafraum. Oma El-Zein reagierte am schnellsten und versenkte das Leder mit einem platzierten Kopfball sicher ins Netz: 0:1 in der 2. Minute. Fast ein Duplikat folgte für den Gastgeber in der 8. Minute. Doch den Freistoß setzte Marcel Schlosser neben das Gehäuse.
Mehrere wütende Angriffe der Jenaer sahen wir anschließend, zumeist waren sie aber zu überhastet gespielt, sodass immer wieder ein Wackerspieler klären konnte oder der Abschluss kläglich versandete. Selbst Eckbälle brachten Patrick Siefkes nicht ernsthaft in Gefahr. Nordhausen hatte sich gut auf die Jenaer eingestellt und startete selbst immer wieder Aktionen nach vorn. In der 21. Minute war Marcel Goslar links an seinem Kontrahenten vorbei, wurde aber festgehalten, ohne wenigstens mit einem Freistoß belohnt zu werden.
Wacker spielte nun wieder mutiger nach vorn, die Jenaer Zuschauer wurden immer ungeduldiger, da die eigene Mannschaft fortan doch recht fahrig wirkte. Ein typisches Beispiel bot sich in der 36. Minute. Ein Eckball fast an der Nordhäuser Eckfahne wurde mangels Anspielmöglichkeiten bis zum Tormann Tino Berbig gegeben. Anschließend hatte Jan Löhmannsröben zwei verheißungsvolle Aktionen. Einmal tankte er sich rechts durch, sein Ball wurde aber zur Ecke abgewehrt; eine Minute darauf das gleiche Spiel von links. Doch im Torraum kam er zu Fall. Sein Abseitstreffer kurz vor Halbzeitpfiff konnte berechtigt nicht zählen.
Ein Schuss von Marcel Goslar knapp am Tor vorbei war die erste Aktion der zweiten Halbzeit. Mit neuem Schwung durch den eingewechselten Junior Torunarigha kam der FCC aus der Kabine. Schon in der 47. Minute köpft dieser den Ball auf Vorlage von Patrick Milchraum zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Drei weitere Möglichkeiten des Einwechslers folgten. Mehr ließen die Wackerakteure mit dem starken Rückhalt Siefkes im Tor aber nicht zu. Immer wieder setzte auch Wacker Akzente nach vorn. Gerade konnte Martin Hauswald im Strafraum noch gestoppt werden (51.), da folgten gute Momente von El-Zein mit einem Drehschuss, Rischker mit einem Freistoß und Löhmannsröben mit einem Direktschuss.
Nordhausen konterte sehr geschickt. Überzogen war dann die Gelb-Rote Karte für Robert Stark in der 66. Minute. Wie soll das enden? Noch fast 25 Minuten in Unterzahl. Kurioserweise war es dann Jan Beneš, der im Jenaer Strafraum zum Kopfball stieg. Es war nun ein spannender Schlagabtausch beider Thüringer Regionalligisten. Erst entschärfte Siefkes einen tollen Fernschuss von Sören Eismann (70.), dann erkämpfte sich El-Zein an der Außenlinie den Ball. Seine exakte Eingabe konnte Hauswald aber nicht verwandeln.
Mit einem Traumschuss aus halbrechter Position ins lange Eck brachte El-Zein Wacker erneut in Front: 1:2 (75.). Alle weiteren Jenaer Ausgleichsbemühungen verpufften bis zum Schluss an einer aufopferungsvoll kämpfenden und spielenden Nordhäuser Mannschaft, die mit weiteren Auswechslungen, Glück (89. Lattenschuss von Milchraum) und Geschick das Spiel über die Runden brachte und damit den 5. Auswärtssieg in Folge erreichte. Über 150 Nordhäuser Fans dankten ihrer Mannschaft aus dem Gästeblock und von der Tribüne und fuhren anschließend glücklich nach Hause.
Klaus Verkouter
Autor: redEigentlich wollte Wacker-Präsident Nico Kleofas zu keinem Auswärtsspiel mehr mitfahren, weil die Mannschaft da jeweils gewonnen hatte. Im türkischen Belek sah er jedoch gegen den kroatischen Erstligisten NK Hrvatski Dragovoljac einen 2:0-Auswärtssieg. Das war Grund genug, mit nach Jena zu fahren und Kleofas bereute das nicht: Die Mannschaft hat sich den Dreier bravourös erarbeitet und das Glück war auch einmal wieder bei Wacker gelandet. Ich bin stolz auf die Truppe und das Trainerteam.
Ähnlich äußerte sich Chefcoach Jörg Goslar bei der anschließenden Pressekonferenz, die nach dem Spiel auf der großen Anzeigetafel für die 3690 Zuschauer übertragen wurde. Doch da waren längst die Nordhäuser Fans in der Überzahl; denn das Gros der einheimische Anhänger war schon enttäuscht von dannen gezogen. Goslar äußerte unter anderem: "Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Das war heute Signalwirkung für die Stadt und den Verein vor vielen Fans. Wir sind selbstbewusst aufgetreten und haben in der ersten Hälfte nicht viel zugelassen. Dabei besaßen wir noch gute Kontermöglichkeiten.
Ein Auftakt nach Maß war die erste Offensivaktion der Nordhäuser. Einen an Toni Jurascheck verwirkten Foulfreistoß brachte Christoph Rischker aus 25 Metern von halbrechter Position in den Jenaer Strafraum. Oma El-Zein reagierte am schnellsten und versenkte das Leder mit einem platzierten Kopfball sicher ins Netz: 0:1 in der 2. Minute. Fast ein Duplikat folgte für den Gastgeber in der 8. Minute. Doch den Freistoß setzte Marcel Schlosser neben das Gehäuse.
Mehrere wütende Angriffe der Jenaer sahen wir anschließend, zumeist waren sie aber zu überhastet gespielt, sodass immer wieder ein Wackerspieler klären konnte oder der Abschluss kläglich versandete. Selbst Eckbälle brachten Patrick Siefkes nicht ernsthaft in Gefahr. Nordhausen hatte sich gut auf die Jenaer eingestellt und startete selbst immer wieder Aktionen nach vorn. In der 21. Minute war Marcel Goslar links an seinem Kontrahenten vorbei, wurde aber festgehalten, ohne wenigstens mit einem Freistoß belohnt zu werden.
Wacker spielte nun wieder mutiger nach vorn, die Jenaer Zuschauer wurden immer ungeduldiger, da die eigene Mannschaft fortan doch recht fahrig wirkte. Ein typisches Beispiel bot sich in der 36. Minute. Ein Eckball fast an der Nordhäuser Eckfahne wurde mangels Anspielmöglichkeiten bis zum Tormann Tino Berbig gegeben. Anschließend hatte Jan Löhmannsröben zwei verheißungsvolle Aktionen. Einmal tankte er sich rechts durch, sein Ball wurde aber zur Ecke abgewehrt; eine Minute darauf das gleiche Spiel von links. Doch im Torraum kam er zu Fall. Sein Abseitstreffer kurz vor Halbzeitpfiff konnte berechtigt nicht zählen.
Ein Schuss von Marcel Goslar knapp am Tor vorbei war die erste Aktion der zweiten Halbzeit. Mit neuem Schwung durch den eingewechselten Junior Torunarigha kam der FCC aus der Kabine. Schon in der 47. Minute köpft dieser den Ball auf Vorlage von Patrick Milchraum zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Drei weitere Möglichkeiten des Einwechslers folgten. Mehr ließen die Wackerakteure mit dem starken Rückhalt Siefkes im Tor aber nicht zu. Immer wieder setzte auch Wacker Akzente nach vorn. Gerade konnte Martin Hauswald im Strafraum noch gestoppt werden (51.), da folgten gute Momente von El-Zein mit einem Drehschuss, Rischker mit einem Freistoß und Löhmannsröben mit einem Direktschuss.
Nordhausen konterte sehr geschickt. Überzogen war dann die Gelb-Rote Karte für Robert Stark in der 66. Minute. Wie soll das enden? Noch fast 25 Minuten in Unterzahl. Kurioserweise war es dann Jan Beneš, der im Jenaer Strafraum zum Kopfball stieg. Es war nun ein spannender Schlagabtausch beider Thüringer Regionalligisten. Erst entschärfte Siefkes einen tollen Fernschuss von Sören Eismann (70.), dann erkämpfte sich El-Zein an der Außenlinie den Ball. Seine exakte Eingabe konnte Hauswald aber nicht verwandeln.
Mit einem Traumschuss aus halbrechter Position ins lange Eck brachte El-Zein Wacker erneut in Front: 1:2 (75.). Alle weiteren Jenaer Ausgleichsbemühungen verpufften bis zum Schluss an einer aufopferungsvoll kämpfenden und spielenden Nordhäuser Mannschaft, die mit weiteren Auswechslungen, Glück (89. Lattenschuss von Milchraum) und Geschick das Spiel über die Runden brachte und damit den 5. Auswärtssieg in Folge erreichte. Über 150 Nordhäuser Fans dankten ihrer Mannschaft aus dem Gästeblock und von der Tribüne und fuhren anschließend glücklich nach Hause.
Klaus Verkouter

















