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Do, 07:02 Uhr
16.01.2014

Spitze im Spitzenspiel

Nur drei Tage nach ihrem ersten Auftritt auf internationalen Parkett in Pilsen, rief nun wieder der Ligaalltag. Die C-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) reisten am Mittwochabend nach Erfurt. Sandra Arm berichtet...


Dort erwartete die Schützlinge von Trainer Alfons Jarmuszewski der Thüringer HC zum Punktspiel in der Thüringenliga. Das Spitzenspiel entschied der NSV klar mit 27:20 (13:8) für sich und übernahm mit dem Sieg die Tabellenführung. Die erfolgreichsten Schützen des NSV waren Julia Weise und Vanessa Michael mit jeweils sieben Treffern.

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Die NSV-Spielerinnen lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen, jubelten und bedankten sich mit einer Laola bei ihren mitgereisten Anhang. Dieser hatte die Mannschaft lautstark unter anderem mit Trommeln, Pappklatschen und Rasseln unterstützt. In der Halle kam dann so etwas wie Heimstimmung auf. Am Ende feierten sie dann gemeinsam einen sensationellen Auswärtserfolg, den sich die Mannschaft hart erarbeitet und ebenso verdient hat. Selbst Trainer Jarmuszewski fand nur lobende Worte für die Leistung seiner Mädels: „Das war das beste Spiel, das ich bisher von der Mannschaft gesehen habe.“

Eine sichere Deckung sowie eine überragend haltende Anny-Katharina Samel im NSV-Gehäuse waren die Erfolgsgaranten für den sensationellen Auswärtssieg. Der Schlüssel zum Erfolg lag indes in den ersten zehn Minuten begründet, in denen der NSV druckvoll agierte und schnell zu Treffern kam.

Bis zur fünften Minuten hatten Julia Weise sowie Vanessa Michel und Jenny Galonska, die zweimal erfolgreich war, ihre Farben mit 4:0 in Führung gebracht. Im weiteren Verlauf haderte der NSV insbesondere mit seiner Chancenverwertung. So scheiterte beispielsweise Clara Fiedler an der ebenfalls gut parierenden Torhüterin des THC oder es fehlte die nötige Präzision im Abschluss, um den Abstand weiter zu vergrößern.

Auf der anderen Seite hatte der THC ebenfalls nicht das nötige Glück auf seiner Seite und traf mehrfach das Gebälk oder scheiterte an Anny-Katharina Samel. „Sie hat ganz stark gehalten, ihre Haltequote lag bei 70 Prozent“, sagte Jarmuszewski mit leuchtenden Augen. Die Abwehr des NSV, Jarmuszewski entschied sich für eine 5-1 mit Ella Krieß als vorgezogene Spitze, leistete gute Arbeit. Ein ständiger Unruheherd war Ella Krieß, die das Aufbauspiel des Gegners früh störte und auch einige Bälle abfing.

Ebenfalls einen sicheren Eindruck hinterließ die 13-Jährige von der Siebenmeterlinie. Nach dem Julia Weise in der elften Minute ihren Versuch an den Pfosten setzte, übernahm Ella Krieß die Verantwortung und verwandelte insgesamt drei Strafwürfe sicher. Den ersten in der zwölften Minute zum 8:3. Im weiteren Verlauf war es unter anderem Julia Weise, die mit schön herausgespielten Treffern zum 9:3 und zum 10:3 die Führung weiter ausbaute.

Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung beim NSV kam der Gastgeber nun besser ins Spiel und verkürzte bis zur 22. Minute zum 6:10. Nur noch einen Gegentreffer ließ der NSV bis zur Halbzeitpause zu, selbst traf er noch dreimal. Beim Stand von 8:13 wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang haderte der NSV neben der mangelnden Chancenverwertung auch mit Fehlern im Zuspiel und im Fangen. Doch daraus konnte der THC nur wenig Kapital schlagen. Entweder er wurde früh im Angriffsaufbau gestört oder er biss sich beim Abschluss die Zähne an der starken Nordhäuser Torfrau aus. Ob mit Hand oder mit Fuß, Anny-Katharina Samel zeigte sich bestens aufgelegt, und hielt das Team auf Kurs. In der Abwehr fassten die Mädchen ordentlich zu. „Das war absolut richtig, dass wir zum Turnier nach Pilsen gefahren sind. Die Mannschaft hat sich enorm verbessert, was das Zufassen in der Abwehr angeht“, resümierte Jarmuszewski.

Im Angriff bewies Julia Weise neben guten Torschützenqualitäten auch immer wieder ein gutes Auge für ihren Nebenmann. So wie in der 31. Minute als sie sich den Ball in der Abwehr erkämpfte, auf das gegnerische Tor zulief und im linken Winkel Vanessa Michel sah. Sie passte zu ihr rüber und Vanessa Michel netzte erfolgreich zum 16:10 ein. Der NSV war hauptsächlich über die Mitte erfolgreich. „Im Angriff über die Außen gibt es noch eine Menge zu tun“, analysierte Jarmuszewski. Auch wünscht er sich für die kommenden Partien mehr Entlastung für Julia Weise. „Sie muss zu viel allein machen“, sagte er. Das Torewerfen allerdings nicht, denn bis zum Abpfiff verteilten sich die Treffer noch auf Vanessa Michel, Ella Krieß, Larissa Förster, Sophia Goetze und Clara Fiedler.

Nach dem Abpfiff gab es bei den NSV-Spielerinnen kein Halten mehr, die Freude über den Auswärtssieg war riesengroß und brachte die verdiente Tabellenführung in der Thüringenliga ein. Die Verschnaufpause ist nur kurz, denn bereits am Samstag, 18. Januar, um 11.30 Uhr, bestreitet der NSV sein nächstes Spiel in der Landesliga gegen die HSG Werratal in der Ballspielhalle. Der lautstarken Unterstützung darf er sich dann wohl wieder gewiss sein.
Sandra Arm

NSV: Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Larissa Förster (2), Julia Weise (7), Ella Krieß (5), Sophie Schröder, Sophia Goetze (1), Jenny Galonska (4), Clara Fiedler (1), Lea Ziska Hoche, Nelly Frank, Vanessa Michel (7), Laura Krüger
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Zu Gast in Erfurt (Foto: Sandra Arm)
Autor: nnz

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