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Mo, 09:30 Uhr
23.12.2013

nnz-Forum: Markt-Bilanz

Der Adventsmarkt des Jahres 2013 ist Geschichte. In der nnz zieht eine Händlerin aus Nordhausen nun ihre eigene Bilanz...


Als Geschäftsfrau, die sich dieses Jahr mit einem Stand der nichts mit Essen und Trinken zu tun hatte sondern mit weihnachtlichem wollte unsere Eindrücke vom Weihnachtsmarkt mitteilen, aus der Sicht von: in der Bude.

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Als erstes: rein wirtschaftlich war es ein Desaster. Dafür kann man natürlich keinen verantwortlich machen, allerdings für die Organisation und die Rahmenbedingungen. Am Sortiment kann es auch nicht gelegen haben, denn in unserem Geschäft sind wir fast ausverkauft.

Wie der Besucher selbst bemerkt hat, gab es gefühlte 50 Glühweinstände und Bratwurstbuden. Das ist auch gut so, denn das waren die einzigen, die vermutlich richtig Umsatz gemacht haben. Wir waren auf Anfrage des Kulturamtes kurzfristig eingesprungen, da eine Bude noch nicht vermietet werden konnte. Diese Bude, die wir hatten, war sehr abseits gelegen und wurde eigentlich nur während des Adventskalenders des Theaters wahrgenommen.

Solche, egal welche Händler, gehören in das Zentrum des Marktes, gegessen und getrunken wird auch am Rande (siehe Bratwurststand an der Töpferstraße) und andere. Die gegenüberliegenden Stände des Fördervereines des Theaters und der Tafel schlossen regelmäßig um 17.30 Uhr so dass diese Ecke (in der wir ja auch waren) völlig tot war.

Für alle anderen galt ja laut Vertrag bis 19.00 bzw. 21.00 Uhr offen zu halten. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Weihnachtsmusik gab es in dieser Ecke gar nicht, die haben wir dann selbst mitgebracht. Wenn man mit offenen Augen über diesen Markt geht, und das war die Meinung vieler, mit denen ich gesprochen habe, hat man gesehen, dass er relativ lieblos gemacht wurde. Allein das Ambiente unseres Musentempels reicht halt nicht.

Bude hin, Tannenbaum dazwischen, ein paar Schüler hängen selbst gebastelte Bommelchen dran und fertig. Nicht zu vergessen ein Schild welche Schule es war Verkaufswagen wie auf einem Wochenmarkt gehören meines Erachtens dort nicht hin, sie stören das Bild. So, Nordhäuser geht hin oder lasst es. Wir haben was gemacht, die Weihnachtspflicht erfüllt und das muss reichen!

Jeder Unternehmer, der so Geld verdienen müsste würde sich mehr ins Zeug legen. Warum nicht die Stadt? Gibt es da keinen Ehrgeiz mehr? Da gibt es eine riesige Abteilung Kultur in der Stadt, doch was das ist, das wissen die Organisatoren scheinbar nicht. So einen Markt aufzubauen bedeutet doch mehr als nur Termine für die Besetzung von Verkaufsbuden zu verwalten.

Ich war in Kassel, zwei Weihnachtsmärkte liebevoll aufgestellt jede Bude gleich beschriftet, stellenweise mit Rindenmulch aufgeschüttet (soll Waldboden darstellen) mit Lichterketten usw. Ähnliches hörte ich von Quedlinburg, Wernigerode und Goslar. Sicher ist das eine andere Liga, aber sollte sich die Stadt hieran nicht messen lassen. Wir wollen das Oberzentrum des Südharzes sein……..

Ich weiß auch, das der Theaterplatz nicht das Non plus Ultra ist aber man hätte ein Teil der Promenade mit einbeziehen können. Was haben blaue Planen als Absperrung dort zu suchen? Ist der Markt geheim, soll ihn ja keiner finden – klein genug war er ja.

Das soll kein Meckern sein, sondern konstruktive Kritik. Wenn ganz viele Nordhäuser sagen: ach da brauchste gar nicht hin, da ist eh nüscht los braucht sich keiner zu wundern, wenn Weihnachtsmärkte in Nordhausen in Zukunft nur noch aus Glühweinständen und Bratwurstbuden bestehen.

Übrigens waren wir gestern in Herrmannsacker und auch wieder mit einem Stand. Was soll ich sagen? Viele Leute und guter Umsatz. Die Einwohner hatten sich viel Mühe gegeben und es war brechend voll. Im übrigen haben wir dort auch unseren OB Dr. Zeh gesehen. Ich hoffe, er hat ein paar Anregungen für die Kreisstadt mitgenommen.
A. F, der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
nemoi
23.12.2013, 10:24 Uhr
Nordhäuser Glühwein und Bratwurstmarkt...
also die endtäuschung war schon groß, als wie mit unserer enkelin aud dem "advendsmarkt" waren.
nur um zu essen und zu trinken, ist wohl nicht der sinn eines weihnachtsmarktes.
für kinder wird da recht wenig geboten und für erwachsene die dort vielleicht noch nach einem kleinen geschenk für die lieben zun fest suchen, werden noch mehr endtäuscht...

der theaterplatz ist eh der unpassendeste ort weil die zugänge nur von "fressbuden" gesäumt sind und von den alkohol liebenden glühwein freunden blockiert werden...

stände (buden) mit weihnachtstypischen waren, geschenkartikelnund so sind kaum zu finden.
die stadt sollte sich mal gedanken machen ob man im nächten jashr der glühwein- und bratwurstlobby etwas einhalt gebietet und den markt wieder zu einem echten weihnachtsmarkt macht, wie es schon viele jahre (auch zu ddr-zeiten) mal war...

in anderen städten, ja sogar auf den dörfern in der umgebung wird sowas zur freude von groß und klein sehr schön umgesetzt.
-Insider-
23.12.2013, 12:23 Uhr
ist
ja ganz schön und gut, die forderung nach weihnachtlichen artikeln....ist nur die frage wer die schönen fußgerollten kerzen aus waldhonigbienenwachs für 50 euro das stück kauft....
knuddelmaus246
23.12.2013, 15:16 Uhr
Selbst...
... zum Kulturamt gehen und sich darum kümmern, einen Stand zu mieten und entsprechend auf dem Adventsmarkt verkaufen.

Was spricht dagegen, dass man sich selbstständig macht und dann seine Produkte anbietet?

Es gibt für niemanden einen Grund, sich negativ zu äußern. Wenn man etwas ändern will, muss man bei sich selbt beginnen.

Doch es ist doch bequemer, andere machen zu lassen ...
Babette Klingert
23.12.2013, 18:22 Uhr
Müssen Stadträte Weihnachtsbäume kostenlos vom Weihnachtsmarkt mitnehmen
Ach schönes Städtchen Nordhausen ...

Interessante Beobachtung auf dem Weihnachtsmarkt: Kaum hatte der seine Pforten geschlossen sind tatsächlich Mitarbeiter der Stadtverwaltung und sogar ein junger Stadtrat angerückt, um sich vor aller Augen Dekorationsweihnachtsbäume des Marktes mitzunehmen. Mensch Ihr Politiker, sollen wir sammeln gehen?
Gudrun1974
23.12.2013, 18:38 Uhr
@babett: Ist doch jedes Jahr so...
Das isst doch jedes Jahr so. Die Leute haben einfach nur mein Mitleid für ihren Geiz. Fremdschämen ist angesagt.
Roland82
23.12.2013, 18:42 Uhr
Namen nennen!
Also Babette, wenn Du hier schon angibst einen Stadtrat gesehen zu haben, dann nenn doch einfach mal den Namen!!
Franz Tabak
23.12.2013, 19:56 Uhr
Zustimmung
Ich gebe A.F. hier Recht. Dieser "Adventsmarkt" wird von Jahr zu Jahr immer beschämender. Warum nimmt man sich kein Beispiel an Nachbarorte und -kommunen?

Sehen Sie sich doch Beispielsweise nur mal den Weihnachtsmarkt in Stollberg an: Auch wenn dieser nur ein Wochenende ging, war dieser wesentlich weihnachtlicher als der hiesige.

Auch muss ich sagen, dass es in Stollberg nicht nur Weihnachtliche Buden und "Fressbuden" gab, sondern auch Buden von kleinen Ortsansässigen Unternehmen, selbst eine Bio-Seifen-Manufaktur aus Nordhausen war dort vertreten.

Warum geht sowas nicht hier in Nordhausen? Ach ja, wir hatten ja dafür den Coca-Cola-Truck...

@-Insider-: Es wird doch niemand gezwungen, eine Kerze für 50 Euro zu kaufen, anscheinend verwechseln Sie hier BIO-/Natur-Kerzen mit Weihnachtskerzen!

@Babette: Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, von welchen jugendlichen Stadtrat Sie hier sprechen, viele kommen dafür ja nicht in Frage...
suedharzer
23.12.2013, 20:56 Uhr
nicht so vorschnell
ich glaube ich war Zeuge dieses Vorgangs. Es war eine halbe Stunde vor Abbau des Marktes. Es war überdies ein gemeinnütziger Stand, den der Stadtrat ehrenamtlich mitbetreut hat. Es stimmt der Stadtrat hat den Baum aus seiner Halterung genommen und weggetragen. Den Baum hat er aber jemand anderen geschenkt und ihn noch zu dessen Auto getragen, statt ihn noch entsorgen zu müssen. Dieser Mensch (kein Stadtrat) hatte hatte nämlich freundlich danach gefragt und sich sehr gefreut. Das nennt man Weihnachtsfreuden machen. Diesen Stadtrat, dessen Nachname mit S anfängt, möchte ich daher von jeden Vorwürfen frei machen.
So schnell entsteht nämlich Rufmord. Wenn jeder von den Besserwisserkommentatoren auch nur ein zehntel der sozialen Ehrenamtsarbeit wie dieser Stadtrat leisten würde, stünde es um Nordhausen besser...

Denkt mal drüber nach, ist doch Weihnachten nicht die Zeit der Vorwürfe sondern der Nächstenliebe oder?
Babette Klingert
23.12.2013, 20:56 Uhr
@roland82: weihnachtsfrieden ...
... lieber nicht, es ist Weihnachtsfrieden. -:). Der betreffende wirds wissen. Riegel vor.
alexa
23.12.2013, 22:18 Uhr
Adventsmarkt verdient den Namen nicht ... KiLa -Stände jedoch top!
Es war wieder mal peinlich, was da auf dem Theaterplatz geboten wurde: Eine lieblose Ansammlung von Ess- und Trink-Buden ... Bei dem Ambiente findet sich sicher auch kein Kunsthandwerker mehr ... traurig!

Zum Glück für unser Kind gab es zwei Karusells..... und einen viel viel Besseren Weihnachtsmarkt, klein aber fein neben der Blasii-Kirche! Es gab vom Reiten bis zum Basteln und Klettern jede Menge Highlights, und Handwerk sowieso.

Ein Dank an die Organisatoren, insbes. vom KinderKirchenLaden!? Da kann sich das so genannte "Kulturamt" der Stadt und eine so genannte "Kulturdezernentin" ein Beispiel nehmen!!!!
altmeister
24.12.2013, 10:32 Uhr
Na, sowas auch!
Ich finde, dass die Kritik richtig ist, noch dazu, da diese von einem Aktiven vorgebracht wird. Verstehen kann ich andererseits nicht, dass ein extra Markt an der Blasiikirche sein musste. Konnte dieser nicht im Adventsmarkt integriert sein? Somit wäre schon etwas weniger Kritik angebracht gewesen. Da es, bedingt durch die Baustelle, nicht möglich war, dass der Adventsmarkt an der Blasiikirche stattfinden konnte, sollte auch das Engagement des KiLa nicht vor der eigenen Tür aufhören.

Interessant ist übrigens auch, wo der Adventsmarkt im nächsten Jahr stattfinden wird. Darüber sollte nicht erst wieder im letzten Moment nachgedacht und diskutiert werden.
Babette Klingert
24.12.2013, 12:13 Uhr
@alexandra: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...
... du sollst nicht falsch Zeugnis reden... . Es haben genug gesehen, wie es wirklich war. Viel Spaß unterm Weihnachtsbaum. ;-)
Nemo
25.12.2013, 19:44 Uhr
Weihnachtsmarkt 2013
Da sich ja viele negativ über den Weihnachtsmarkt geäußert haben, können sie es für den Nächsten besser machen und die Betreiber für die Stände selbst suchen. Auch in anderen Städten dominieren Glühweinstände und "Fressbuden". Das Theater hat sich wirklich viel Mühe gegeben und für Kinder ein schönes Programm geboten. Wo könnte man sonst 24 Fenster aufmachen? Da der Markt gut besucht war,war er sicher auch ansprechend. Wer mehr will kann ja in die großen Städte fahren,wo Riesenrad, Autoscoter u.ä. geboten wird.
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