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Do, 14:09 Uhr
26.04.2001

Noch in diesem Jahr soll Sülzhayn "Luftkurort" sein

Ellrich/Sülzhayn (nnz). Im Juni hat sich der Landesfachausschuß für Kurortentwicklung im malerischen Sülzhayn angesagt. Dessen Mitglieder sollen prüfen, ob Sülzhayn für würdig befunden wird, sich künftig mit dem Beinamen „Luftkurort“ zu schmücken. Feinschliff ist also angesagt. Da sollen die restlichen Wege hergerichtet werden, das Ergebnis des Klimagutachten muß vorliegen. Das alles sind Dinge, deren Erledigung nicht allzu schwierig scheint. Problematisch ist da schon die Zahl der Besucher. Sowohl in der Ellricher Stadtverwaltung als auch in Sülzhayn selbst weiß man, dass das schönste Prädikat wertlos ist, wenn sich niemand darum schert. Neben dem Individualtourismus setzte die Sülzhayner Konzeption vorwiegend auf den Kur- und Rehabilitationsbetrieb. Der liegt mit der Klinik am Haidberg faktisch am Boden. Ein Ende des Leerstands der Klinik ist nicht abzusehen, erfuhr nnz aus der Ellricher Stadtverwaltung. Und der Blick der KMG-Klinik in Richtung Haidberg wird in und um Sülzhayn ebenfalls nicht mit Beifall bedacht. Zieht die KMG-Klinik an den Ortsrand, dann habe man im Ort die nächste leerstehende Ruine, so die Schlußfolgerung.
Doch bei all diesen Sorgen wollen sich die Sülzhayner nicht von ihrem eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Wichtig ist das Prädikat „Luftkurort“ natürlich auch die künftige Marketing-Strategie. Statistiken belegen, dass mit einem Prädikat die Chance wesentlich höher auf Gäste und Touristen ist als ohne diesem Beinamen.
Autor: nnz

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