Kommentare
Paulinchen
27.11.2013, 14:41 Uhr
Nicht von Finnland lernen - Herr Matschie, von der DDR lernen...
... führt schneller und preiswerter zum Erfolg. Die Finnen haben vor vielen Jahren das Bildungssystem der ehem. DDR übernommen!
Aber dann kann man leider nicht auf Staatskosten/Steuerkosten nach Finnland reisen, oder hier im Kreise der Gäste fürstlich denieren und müsste sich hier im Lande nur belesen.
Nörgler
27.11.2013, 14:46 Uhr
Politische Unwörter
Eher würden sich Matschie und Co die Zunge abbeißen, als das sie zugeben, dass auch nur irgendwas an der DDR vielleicht gut war. Hätte man das Bildungssystem entideologisiert und übernommen, dann wären so manches Desaster ausgeblieben.
Ähnlich ging es ja der Poliklinik, die nun MVZ heißen muss oder UTP, das jetzt auch nur einen anderen Namen hat.
Retupmoc
27.11.2013, 15:24 Uhr
Nichts gelernt
Nichts gelernt, Herr Matschie. Fragen Sie einfach ein paar ehemalige DDR - Bürger. Die erklären Ihnen wo der hase lang läuft. Dann klappts auch mit den 10 %.
Harzer_jung
27.11.2013, 17:12 Uhr
Ketzerische Frage
Ich stelle hier mal folgende These auf:
Eine gut gebildete Bevölkerung ist garnicht gewollt!
Menschen die nur grundlegend ausgebildet sind, sind einfacher zu kontrollieren, Die Fähigkeit Fakten aus allen Quellen anzufordern/ zu suchen und zu bewerten ist unerwünscht!
Die Umstellung des Schulsystems wäre eine einfache und schnell umsetzbare Lösung. diese würde auch keine gigantischen finanziellen mittel kosten.
Eine weitere Nebelkerze der Thüringer SPD.
I.H.
27.11.2013, 20:03 Uhr
Alles schon mal dagewesen
Wo ist eigentlich Herr Matschie in die Schule gegangen? In eine dumme Zonenschule?
Pe_rle
27.11.2013, 20:06 Uhr
Bildung
kann der Machnig nicht den Matschie mit nach Berlin nehmen. Das ist ja nicht auszuhalten,von Finnland das Schulsystem lernen.
Herr Matschie,falls Sie es nicht wissen,das war mal unseres.
Hoffendlich ist er dort nicht als "Bildungsexperte " aufgetreten
punktum
28.11.2013, 08:07 Uhr
einfach nur peinlich
Die Finnen haben das Schulsystem von der DDR übernommen, das ist unstrittig. Die Finnen haben aber nicht alles aus dem Schulsystem aus der DDR übernommen.
Zum Beispiel war es in Finnland egal ob man drei Jahre zur Armee ging wenn man studieren wollte oder nicht, in der DDR musst man das schon sehr wollen diese drei Jahre Armee als Grundlagenbildung für ein Studium eine Art verspätete Reifprüfung.
In Finnland gab es auch keinen Wehrkundeunterricht verbunden mit einer Zwangsmitgliedschaft in der Gesellschaft für Sport und Technik / vormilitärische Ausbildung. In Finnland war es auch nicht erleichternd, wenn die Eltern die richtige Parteizugehörigkeit hatten, oder eben erschwerend, wenn die Eltern die falsche Parteizugehörigkeit hatten oder ganz und gar auch noch selbständig waren oder noch schlimmer katholisch, Voraussetzungen für ein Studium zu erlangen.
Zwangsmitgliedschaften von Pionier- und FDJ-Organisationen waren für einen Schulweg schon sehr erleichternd, auch dieses ominöse Bekenntnis dieser Deutschen Demokratischen Republik besonders verbunden zu sein, was Jugendweihe hieß, nahm Einfluss auf die Bildung des Sprösslings, falls er lieber zur katholischen Firmung oder zur ebenbürtigen evangelischen Veranstaltung ging, war das schon nicht mehr vorteilhaft.
Da bin ich schon sehr dafür, dass der Herr Matschie sich für das gefilterte Bildungssystem aus Finnland entscheidet.
Und Sie (Paulinchen, Nörgler, Computer/rückwärts, Harzer Jung,...) dürfen mir glauben, ich bin bestimmt kein SOZI, aber wenn schon Vergleiche und Inventur, dann richtig sachlich und konsequent und nicht so ein oberflächliches unglückliches Geschwafel.
Nörgler
28.11.2013, 09:17 Uhr
An punktum
Liebes punktum, bitte vor dem Schreiben bitte lesen: Ich hatte in meinem Kommentar notiert, dass eine vorherige Entideologisierung des DDR-Bildungssystems erfolgen sollte. Dazu gehört neben der Stabükacke auch paramilitärische Seite. Mir ging es dabei ausschließlich um pädagogisch-systemische Facetten des damaligen Sytsmens. Bleibt die Frage - wer ist hier peinlich?
punktum
28.11.2013, 10:07 Uhr
nörgler
habe ich überlesen, ein versehen, ich hoffe sie können es mir verzeihen.
Flitzpiepe
28.11.2013, 11:38 Uhr
Unschärfe
Man musste in der DDR nicht 3 Jahre zur Armee, um studieren zu können. Warum muss man immer so übertreiben?
Janko
28.11.2013, 15:17 Uhr
Man MUSSTE nicht...
...aber es hat doch sehr geholfen.
Man MUSSTE auch nicht zu den Pionieren oder zu den FDJlern. Natürlich war das alles freiwillig. Aber wehe, man tat es nicht. Dann prasselte es agitatorisch von allen Seiten auf einen ein, bis man eben freiwillig und aus vollster Überzeugung ging.
Und es ist Fakt, dass jemand, der sich solcherart freiwillig zum dreijährigen Ehrendienst an der Waffe zum Schutze des Arbeiter- und Bauernstaat verpflichtete, bei der Studienplatzvergabe bevorzugt wurde. Er hatte ja seinen Wert für die sozialistische Gesellschaft unter Beweis gestellt.
MÜSSEN musste man das tatsächlich nicht. Es dauerte halt nur länger, bis man ohne diese drei Jahre einen Studienplatz bekam. Wenn man ihn denn bekam.
Howie
28.11.2013, 16:09 Uhr
@Flitzpiepe
Wie bitte? Also mir wurde 1986 nach der Bewerbung an der Uni bei der Einführungsveranstaltung vom damaligen Institutsdirektor mit den Worten "Wir erwarten von unseren zukünftigen Studenten, dass sie ihrem Vaterland auch mit der Waffe in der Hand mindestens drei Jahre lang zeigen, dass sie das Vertrauen verdienen, welches ihnen der sozialistische Staat entgegenbringt, indem er sie hier studieren lässt."
Meinen sie vielleicht, ich hätte das sonst ernsthaft in Erwägung gezogen? Das waren immerhin drei Jahre, die mich nach dem Abitur davon abgehalten haben, meinen Beruf zu erlernen. Gott sei Dank war dieser Spuk im November '89 vorbei. Das hat mir trotzdem nichts genützt, weil mein Studienplatz erst für September '90 vorgesehen war. Ist jetzt aber auch egal.
Jedenfalls sollte man jetzt nicht so tun, als ob das Bildungssystem der DDR so schlecht war. Denken Sie sich einfach mal den ganzen ideologischen Mist und die Zwangsmilitarisierung in den DDR-Schulen weg, dann blicken Sie auf ein fachlich sehr fundiertes allgemeinbildendes Schulsystem, das den Vergleich mit anderen Ländern nicht zu scheuen braucht. Außerdem waren die Lehrer für mich damals noch Respektspersonen. Die hatten nämlich noch einen Erziehungsauftrag.
Heute, so meine ich, laufen die Lehrer ja schon Gefahr, von manchen Schülern und deren Eltern verklagt zu werden, wenn sie den Kindern über ihren Bildungsauftrag hinaus auch nur ein wenig Benehmen und Respekt beibringen wollen.
Man muss nicht nach Finnland reisen, um ein durchdachtes Schulsystem hier zu etablieren. Da genügen ein paar Blicke zurück auf die Lehrpläne vor 1990.
Flitzpiepe
28.11.2013, 17:58 Uhr
@Howie
So unterschiedlich sind also die Wahrnehmungen aus dieser Zeit.
Ich war zur gleichen Zeit beim Abitur und bei der Armee wie Sie.
Meine Erfahrungen aus meinem Umfeld damals sind halt, dass keiner zu 3 Jahren Armee gezwungen wurde. Wer sich für 3 Jahre verpflichtete, tat dies aus Überzeugung oder wegen des Geldes. Ich habe mich bei der Musterung für den Grundwehrdienst entschieden. Ein Lob bekam ich dafür zwar nicht, aber Einschränkungen hatte ich auch nicht.
Außer dass ich keine LKW-Fahrerlaubnis machen durfte, was ich aber vorher wusste. Ich habe ganz normal den begehrten Studienplatz erhalten, den ich wollte. Und ich war kein Einzelfall.
Valle
28.11.2013, 21:12 Uhr
Lernen lernen
Kein Politiker - genauer gesagt Politiker für Bildung - der Bundesrepublik Deutschland, würde zugeben, dass man Teile des Bildungssystems der DDR gut heißt oder anstrebt zu übernehmen.
Das ist ein Punkt, den ich als sehr schade empfinde. Was wäre falsch daran? Eine positive Entwicklung anzustreben, ist doch wohl selbstverständlich. Wobei ich zustimmen muss, dass "Eine gut gebildete Bevölkerung [...] garnicht gewollt [ist]!" (Zitat von Harzer_jung) Die heutige Politik lässt zumindest diesen Anschein erwecken.
Man sollte endlich diese ganzen Unterschiede zwischen Ost und West vergessen. Wenn man das ganze etwas weiter strickt, ist es von der guten BRD ziemlich diskriminierend Bürger eines anderen (aber deutschen) Staates anders zu bahandeln, als die "eigenen" Staatsangehörigen.
Franz100
28.11.2013, 21:55 Uhr
Das größte Übel ist
Schreiben lernen nach Hören! Wer sich sowas ausgedacht hat, gehört bestraft! Was Hänschen nicht lernt, .... Soviel Fehler wissentlich den Kindern anzutun, was sie im Leben nicht mehr gebacken kriegen mit unserer deutschen Rechtschreibung, das empfinde ich als ein Vergehen!
Sollen unsere Nachkommen absichtlich dumm gehalten werden?
Flitzpiepe
29.11.2013, 11:37 Uhr
Das größte Übel ist,
dass Bildung Ländersache ist. Das gehört zentral zum Bund.
Jeder Kultusminister, jetzt Matschie, muss seine eigene Note beitragen. Die Schüler werden nur noch für ihre jeweiligen Experimente missbraucht.
Bestes Beispiel die jetzigen 9. Abiturklassen.
Vieles ist völlig im Unklaren wie die Spinnereien aus Erfurt mit viel zu wenig Lehrern umgesetzt werden sollen.
Retupmoc
29.11.2013, 13:44 Uhr
Sehr witzig @ Punktum
Und wieder werden Phrasen gedroschen. Wer also nicht 3 Jahre bei der NVA war, durfte nicht auf die EOS? Also ich durfte auf die EOS und war nur 18 Monate Soldat. Und wieso durfte dann Frau Merkel studieren? Frau Lieberknecht. Herr Zeh? Usw. ? Waren die alle drei jahre bei der Fahne Nach ihrem Einlass wäre das nicht gegangen. Man kann über die DDR auch Schlechtes sagen, denn da gab es einige Dinge, aber man muss keine Lügen verbreiten.
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