eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 10:01 Uhr
27.11.2013

Motive der Eigennutzung

Sechs von zehn Immobilien wurden von Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Das war früher so und wird laut Umfrage der Allianz auch in Zukunft so bleiben. Ändern wird sich voraussichtlich jedoch der Anteil an Alleinerben...

Grafik (Foto: Allianz) Grafik (Foto: Allianz)
Während in der Vergangenheit noch über die Hälfte (51 Prozent) der Erben ihr Erbe angetreten haben, ohne es mit anderen teilen zu müssen, rechnen zwei von drei künftigen Erben damit, innerhalb der nächsten 20 Jahre die Immobilie gemeinsam mit anderen zu erben. „Die Eltern der Babyboomer aus den 1960er Jahren erreichen innerhalb der nächsten Jahre ein Alter, in dem eine Erbschaft zunehmend wahrscheinlich wird. In der Regel erben die Kinder zu gleichen Teilen. Wer seine Geschwister auszahlen möchte, kann dies oft nur mit einem Darlehen realisieren“, sagt Dr. Peter Haueisen, Leiter der Allianz Baufinanzierung.

Den meisten Erben (56 Prozent) wurden bislang Einfamilienhäuser vermacht, gefolgt von Mehrfamilienhäusern (22 Prozent) und Eigentumswohnungen (15 Prozent). Auch zukünftige Erben gehen mehrheitlich (59 Prozent) davon aus, dass sie ein Einfamilienhaus bekommen. Allerdings erwarten nur noch 12 Prozent künftig ein Mehrfamilienhaus. Dagegen rechnen deutlich mehr Menschen (25 Prozent) in der Zukunft damit, eine Eigentumswohnung zu erben.

Tendenziell wächst die Entfernung zwischen Erben und ihrer Immobilie Mehr als die Hälfte der bisherigen Erbschaften (55 Prozent) befindet sich in großen und mittelgroßen Städten. Jeder Vierte hat eine Immobilie auf dem Land geerbt. Zukünftige Erben gehen von einer nahezu identischen Verteilung aus (53 Prozent; 25 Prozent).

Anzeige symplr (1)
Zum Zeitpunkt der Erbschaft lagen bislang knapp zwei Drittel (64 Prozent) der geerbten Immobilien in Wohnortnähe des Erben, das heißt maximal 50 Kilometer entfernt. Rund ein Viertel (23 Prozent) waren mehr als 100 Kilometer entfernt. Tendenziell wird die Distanz zwischen Immobilienerbschaften zum Wohnort nach Einschätzung zukünftiger Erben größer: In Wohnortnähe werden sich in Zukunft voraussichtlich nur noch 59 Prozent der Immobilien befinden, etwa ein Drittel (32 Prozent) wird weiter als 100 Kilometer entfernt gelegen sein.

„Je mobiler sich das Leben der Menschen gestaltet desto wahrscheinlicher ist es, dass die räumliche Entfernung zur geerbten Immobilie größer wird. Daher stellt sich zunehmend die Frage, ob man das Erbe selbst bewohnen kann und möchte“, so Peter Haueisen von der Allianz.

Nicht alle, die bereits geerbt haben, ziehen in die geerbte Immobilie ein: Aktuell wohnen fast vier von zehn Erben (39 Prozent) weiterhin zur Miete. Zwei von fünf Erben (40 Prozent) haben die Immobilie verkauft und 15 Prozent entschieden sich für eine Vermietung. Rund jeder Vierte (27 Prozent) hat die ererbte Immobilie zu seinem Eigenheim gemacht und selbst bezogen.

Während mehr als die Hälfte der Selbstnutzer (51 Prozent) als wichtigsten Grund für eine Eigennutzung die Tatsache angeben, dass sie selbst schon in dieser Immobilie gelebt haben, nennen zukünftige Erben als Hauptmotiv (41 Prozent) den attraktiven Standort. Der zweithäufigste Beweggrund, den Nachlass selbst zu beziehen, ist sowohl für bisherige Erben als auch für zukünftige Erben der Vorteil eines Eigenheims, Miete zu sparen.

Den eigenen Vorstellungen vom Wohnen im Alter konnten 26 Prozent der Erben mit dem Nachlass näher kommen: Am häufigsten aufgrund der Eigennutzung und einem altersgerechten Umbau, aber auch weil mit dem Verkaufserlös oder mit den Mieteinnahmen der geerbten Immobilie Renovierungs- und Umbaumaßnahmen am bereits vorhandenen Eigenheim durchgeführt werden konnten.

„Eine eigene Immobilie ist ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge“, sagt Dr. Peter Haueisen, Leiter der Allianz Baufinanzierung. „Das gilt auch für Immobilienerbschaften. Deshalb sollte jeder Erbe sehr genau überlegen, wie er die erhaltene Immobilie verwenden will – zur Eigennutzung oder eher zum Aufbau von Eigenkapital, um sich damit den ganz individuellen Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Und wer die geerbte Immobilie auch in späteren Jahren bewohnen möchte, sollte den altersgerechten Umbau unbedingt finanziell mit einplanen.“

Knapp zwei Drittel der Erben (65 Prozent), die das geerbte Eigenheim vermieten oder selbst bewohnen, haben bereits renoviert oder modernisiert. In fast jedem zweiten Fall (49 Prozent) wurde eine Baufinanzierung von durchschnittlich 72.000 Euro in Anspruch genommen. Knapp ein Viertel (23 Prozent) hat ein Darlehen von 100.000 Euro und mehr benötigt.

Auch künftige Erben, die den Nachlass nicht verkaufen wollen, sehen heute schon Renovierungs- und Modernisierungsbedarf auf sich zukommen. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen benötigt bald jeder Zweite (48 Prozent) eine Baufinanzierung. „Die Renovierung und Modernisierung einer geerbten Immobilie ist oft unumgänglich und bringt hohe Kosten mit sich. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Eigenkapital anzusparen“, rät Peter Haueisen von der Allianz. „Dadurch verringert sich die benötigte Finanzierungssumme, das Darlehen fällt kleiner aus – und wird so günstiger.“

Mit dem Verkaufserlös nach eigenen Vorstellungen bauen Als häufigstes Motiv für den Verkauf einer geerbten Immobilie nennen sowohl diejenigen, die schon einmal geerbt haben, wie auch zukünftige Erben, die fehlende Möglichkeit, sich um die Immobilie zu kümmern. Jeweils 26 Prozent begründen den Verkauf damit, dass sie bereits im Eigenheim wohnen. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) möchte mit dem Verkaufserlös selbst bauen oder eine andere Immobilie kaufen.

Drei von zehn Immobilienerben empfinden das Erbe als Belastung. Am häufigsten werden dabei Unterhaltskosten sowie die Kosten für Reparaturen und Umbaumaßnahmen sowie Ärger mit den Mietern, aber auch die räumliche Entfernung zur Immobilie genannt. Dennoch haben bisherige Erben und zukünftige Erben gleichermaßen eine starke Bindung zu den Immobilienerbschaften – ihre Kindheitserinnerungen.

Allianz Deutschland befragte 1.630 Bundesbürger zum Thema Immobilienerbschaften
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)