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Di, 06:53 Uhr
26.11.2013

Durchgeknallte Lehrer

Auch in der nächsten Woche geht es im Bleicheröder Kino weiter mit dem Angriff auf die Lachmuskeln. FACK JU GÖHTE bleibt weiter im Programm - Geschichten rund um überforderte Lehrer und gestörte Schüler. Was da noch über die Leinwand flimmert, hat Regina Englert zusammengefasst...


Genial übertrieben zieht diese Komödie das Thema Schule durch den Kakao. Da gibt es: Direktorinnen, die Zeugnisse fälschen; Lehrer die mit Paintball-Gewehren Schüler zur Ordnung rufen; Schüler, die in Süßigkeiten-Automaten eingesperrt werden; Mädels, die ihre erste Schminke im Puff bekommen. Witzige Szenen, derbe Sprüche und pointierte Dialoge jagen einander in einem wahnsinnigen Tempo.

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„Ihr steht erst mal alle 1, wer mir auf die Eier geht, bekommt eine Note Abzug“, begrüßt Aushilfslehrer Zeki seine Schüler gleich zu Beginn. Theaterleiter Udo Reuter fürchtete bereits nach den ersten Tagen, dass die Lachtränen der Zuschauer sein Kino fluten könnten. Schüler und Lehrer bogen sich einträchtig auf den gemütlichen Kinositzen. Wer dabei lauter lachte, war nicht genau auszumachen. Fack ju Göhte zeigt das Genre Schulkomödie supermodern von einer frischen, frechen neue Seite.
Das flimmert in Bleicherode (Foto: Verleiher)
Das flimmert in Bleicherode (Foto: Verleiher)
Das flimmert in Bleicherode (Foto: Verleiher)
Der gut aussehende Jungstar Elyas M'Barek spielt den Aushilfslehrer Zeki Müller. Sein Body ist gut trainiert und mit Tattoos dekoriert, zudem hat er eine größere Klappe als die Schüler. Womit keiner rechnet - mit seinen ruppigen Lehrmethoden bekommt er sogar die Chaotenklasse 10b in den Griff. Wer zum Teufel ist das, Alter?

Herr Müller kommt frisch aus dem Knast und will an seine Beute, die unter der neuen Turnhalle der Goethe-Gesamtschule vergraben liegt. Doch der Weg dahin ist beschwerlich, morgens unterrichten, nachts graben. Und natürlich darf auch der Herzschmerz nicht fehlen. Die überkorrekte Referendarin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) ist gleichzeitig entsetzt und hingerissen von diesem neuen „Lehrer“. Er selbst nutzt sie anfangs nur aus und ist ziemlich entnervt von ihrer Nörgelei. Doch am Ende....... gnadenlos witzige 118 Minuten mit Stars wie Katja Riemann, Uschi Glas und Karoline Herfurth. Freigegeben ab 12 Jahren. Spielzeiten: Donnerstag 20.00 Uhr, Freitag bis Sonntag – 17.00 + 20.00 Uhr; Montag 20.00 Uhr, Dienstag 17.00 Uhr, Mittwoch 17.00 + 20.00 Uhr

Wer jünger ist als zwölf, hat seinen Spaß mit der dreidimensionalen Familienkomödie „Wolkig mit Aussicht 2“. Da Theaterleiter Udo Reuter den Verdacht hat, dass es immer noch Kinder gibt, die bislang keine Gelegenheit hatten, sich diesen Film anzusehen, hat er ihn noch einmal im Programm gelassen. Erlebt, wie Flint herausfindet, dass seine berühmte Maschine aus dem ersten Film, die Wasser in Essen verwandeln kann, wieder aktiv ist. Inzwischen erschafft sie aus Nahrung lebende Tiere, sogenannte "Naschtiere", die sich durchs Land fressen und unbedingt gestoppt werden müssen.

Chester schickt Flint und seine Freunde auf eine gefährliche Mission. Sie müssen hungrige Tacodile, Schrimpansen, Klapperkuchen, Frittantulas und andere Kreaturen aus Essen bekämpfen, um die Welt zu retten. 95 Minuten witzige Familienunterhaltung in 3D. Am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr.

Der besondere Film

Vollkommen ohne Animation und künstliche Farben kommt der besondere Film am Dienstag, dem 3. Dezember, um 19.45 Uhr, aus. Theaterleiter Udo Reuter setzt dieses Mal auf reine natürliche Schönheit – einen Dokumentarfilm über Deutschlands mächtigstes Gebirge. Für „Die Alpen – Unsere Berge von oben“ wurde dieser majestätische Höhenzug, von einer mutigen Filmcrew aus einem Hubschrauber heraus gefilmt. Unglaubliche Bilder führen uns in eine alpine Landschaft von ungeahnter Schönheit. Nur mit Hilfe einer speziellen für den amerikanischen Geheimdienst entwickelten Kamera gelangen diese brillanten, atemberaubenden Luftaufnahmen.

Aus der Vogelperspektive betrachtet, sieht alles plötzlich ganz anders aus. Felsformationen erscheinen wie Mondlandschaften, Dörfer wie Puppenhäuser. Das Dach Europas, von den Dolomiten über den Mont Blanc bis zum Aletschgletscher, zeigt sich als eine einzigartige und schützenswerte Bergwelt, so lobt die begeisterte Kritik von kino.de.

"Die Alpen - Unsere Berge von oben" zeigt die Bergwelt einmal nicht als Freizeitparadies, sondern als eigenständigen Lebensraum, und hinterfragt auch unseren Umgang mit der Natur. Ihr besonderes Händchen für die Vogelsicht haben die Filmemacher schon mit "Die Nordsee von oben" bewiesen.
Das naturgewaltige Kinoerlebnis über unsere Berge wird gesprochen vom Münchner Tatort-Kommissar Udo Wachtweitel. Dieser Dokumentarfilm ist ab 6 Jahren zu empfehlen. Laufzeit 94 Minuten. Ein Erlebnis für die ganze Familie.
Autor: red

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Kommentare
Retupmoc
26.11.2013, 08:02 Uhr
Das ist ein Film?
Das können Sie an jeder Nordhäuser Schule live sehen. Überforderte Lehrer, Schüler, die kein Deutsch können, den Pausenhof als Müllhalde verwenden usw. Das ist billiger als das Kino!
NDHler
26.11.2013, 08:51 Uhr
@Retupmoc
Da fragt man sich doch wo sie so immer ihre Informationen herhaben?! Erzählen ihnen so etwas ihre Kinder? Da frage ich mich in welche Schule die gehen oder gingen? Wieder mal völlig übertrieben ihr Beitrag.
Retupmoc
26.11.2013, 10:20 Uhr
Einladung
Bitte mal vom Bürosessel aufstehen!

Fakt ist: Allein in Berlin gibt es 2000 Schüler, die kein deutsch können. Bei Umfragen unter Schülern ( nicht nur in Berlin ) ergibt sich ein prekäres Bild. Fast alle beklagen sich heftig über Notendruck, nervige Lehrer, frühes Aufstehen, unbeliebte Fächer und den Raub kostbarer Lebens- und Freizeit. Über die Ausstattung in den Klassenräumen oder die Hygiene auf Toiletten usw. ist woanders schon oft berichtet worden. In Lübeck zum Beispiel sind 80 % der Schulen stark renovierungsbedürftig. Aber Sie müssen nicht in die Ferne schweifen... gehen Sie doch einfach mal in der Mittagspause auf den Schulhof z. B. eines Gymnasiums der Stadt. Sie glauben nicht, wieviel Müll danach auf dem Schulhof liegt. Und was die Rechtschreibschwächen angeht, brauchen Sie nur einige Kommentare hier in der NNZ durchzulesen. Die strotzen vor "Vergewaltigung" der deutschen Sprache. Ja das sind keine Schüler, aber Sie waren es einmal.

Und was den Filmtitel betrifft: Der ist selbst richtig geschrieben neben der Mütze. Die Achtung und der Respekt vor den Leistungen dieses Schriftsstellers muss man der Jugend ja nicht beibringen. Das Wort mit F ist doch viel cooler als Dr. Faust. Was diese Art Info dann ausmacht, können Sie nach Ihrem Schulbesuch sehen, wenn Sie warten bis unsere Elite die Sitzplätze in den Straßenbahnen stürmt und ältere Menschen sich am Rollator festhalten dürfen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
darkmoon
26.11.2013, 12:12 Uhr
NDHler- Danke
Danke an den NDHler, dass ihm auch aufgefallen ist, welche Kommentare der Herr oder die Frau Retupmoc immer so von sich gibt. Es ist doch schön, wenn man mal wieder eine überdrehte deutsche Komödie im Kino sehen kann und nicht nur Deprifilme. Aber Retupmoc hat wieder mal was zu meckern. Wahrscheinlich sitzt er 24 Stunden vor der NNZ und wartet darauf, den nächsten Kommentar abzugeben.
Thomas Fichtner
26.11.2013, 12:45 Uhr
Naja, ich weiß ja nicht...
ob Goethes "Faust" jetzt unbedingt zur Rettung des Abendlandes geeignet ist und die heutigen Jugendlichen seine Figuren sich wirklich als Vorbilder nehmen sollten.

Ich erinnere mich nämlich daran, daß in diesem Werk ein nicht mehr ganz junger Herr, das knapp 14 jährige Mädchen Gretchen schändete/schwängerte, dann direkt sitzen lies, und selbige aus Verzweiflung wohl ihr Kind ermordete. Und die ein oder andere Alkohol/Drogen-Eskapade sowie suizidale Szene kommen auch darin vor.

Wollte es nur mal erwähnt haben. Die meisten seiner Werke sind nicht ganz jugendfrei und die damalige Duell und Selbstmordwelle in Folge der Geschichte des jungen leidenden Werthers war sicherlich auch nicht sooooo top.

Auch Goethe selbst ist mit seinem "interessanten" Lebenswandel nicht unbedingt wirklich als moralische Instanz und Vorbild zu verwenden.
Was natürlich nur wenige Leute störte, diesen Mann - mehr als überlebensgroß und mit verzerrtem Maßstab - auf ein Podest neben Schiller zu heben.

Aber vielleicht war dies ja die geheime Botschaft der Menschen, die dies taten.

Und letztlich halte ich die Stoffvermittlung umd Versmaße wie Trochäus, Daktylus und z.B. fünfhebigen Jambus unterscheiden zu können auch für wenig realitätsnah.
Retupmoc
26.11.2013, 13:07 Uhr
Haha
Nun muss der arme Herr Goethe als Mensch mit einem nicht ganz seriösem Lebenswandel zur Begründung herhalten, das es in unseren Schulen an Vielem fehlt, das wir in Deutschland 6 Millionen Analphabeten haben und sich ein größerer Teil der Schüler nicht mehr nach Freiherr von Knigge benimmt. Mit solchen Begründungen ändert man nichts an der Situation. Ein Film mit abgetakelten Schauspielerinnen und Schauspielern übrigens auch nicht. Aber wenn es so gewollt ist, f...wir ein bissel weiter. Bis zum Untergang des Bildungssystems.
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