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Mo, 19:35 Uhr
25.11.2013

Das fordert der VdK

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen die Landesverbände von CDU und SPD auf, sich auf Bundesebene für mehr soziale Gerechtigkeit stark zu machen. Im Kern geht es dem größten Sozialverband in Hessen und Thüringen darum...


... zwei entscheidende Weichenstellungen vorzunehmen: die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns und die rentenrechtliche Gleichstellung aller Frauen bei der Mütterrente.

Die Politik muss die Chance jetzt nutzen und der ständigen Ausweitung des Niedriglohnsektors entgegenwirken, erklärte der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Karl-Winfried Seif. An erster Stelle ist die sofortige Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns gefordert. Entgegen der Behauptung, ein Mindestlohn schade dem Arbeitsmarkt, zeichneten eine Reihe neuerer Studien ein anderes Bild.

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Ein Mindestlohn kann die Wirtschaft sehr wohl ankurbeln, weil dadurch Konsum und Produktivität steigen so der Landesvorsitzende. Der VdK Kreisverband Nordthüringen gibt ebenfalls zu bedenken, dass Niedriglohn für Abwanderung und für eine geringe Kaufkraft mit verantwortlich ist.

Auch zur Bekämpfung von Altersarmut sei die Einführung eines Mindestlohns ein wichtiger Schritt. Wer Monat für Monat nicht weiß, wie er mit seinem Lohn über die Runden kommen soll, der hat später nur eine Armutsrente zu erwarten-an private Vorsorge ist hier nicht zu denken stellt der Sozialverband fest und fordert: Für diese Menschen muss endlich etwas getan werden. 8,50 Euro können aber nur der einstieg sein, denn sie schützen nicht vor Altersarmut.

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen auch bei der rentenrechtlichen Anerkennung von Zeiten der Kindererziehung.
Diejenigen Frauen, die Kinder zu Zeiten großgezogen haben, in denen das Betreuungsangebot noch sehr gering war, müssten gleichgestellt werden. Es darf nicht länger Mütter erster und zweiter Klasse geben betonte der VdK Sozialverband. Auch Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, müssten für die Rente pro Kind drei Erziehungsjahre anerkannt bekommen.

Wir wollen, dass diese Ungerechtigkeit vollständig beseitigt wird, betonte der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen Karl-Winfried Seif. Deswegen fordern wir ausdrücklich die Anrechnung von drei Erziehungsjahren, zwei reichen nicht aus.
Andreas Links
Autor: red

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