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Do, 16:50 Uhr
21.11.2013

Technik und Tod

Unter dem Titel „Technik und Verbrechen. Forscher und Ingenieure im Nationalsozialismus“ hält Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner am kommenden Dienstagabend einen öffentlichen Vortrag an der Fachhochschule Nordhausen...

Besuch in Peenemünde (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora) Besuch in Peenemünde (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)
SS-Chef Heinrich Himmler (Mitte) besichtigt das Raketenzentrum Peenemünde, 1943. Rechts hinter Himmler (halb verdeckt, in der Uniform eines SS-Hauptsturmführers) der Raketenkonstrukteur Wernher von Braun

Technik- und Naturwissenschaften gelten vielfach als ideologiefreie „exakte“ Wissenschaften. Das hinderte Ingenieure und Wissenschaftler nicht daran, ihr Wissen in den Dienst nationalsozialistischer Verbrechen zu stellen. Diesem Thema wird sich der Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Dr. Jens-Christian Wagner, am 26. November in einem öffentlichen Vortrag in der Fachhochschule Nordhausen widmen.

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Anhand konkreter biographischer Beispiele wird der Historiker die Motivation von drei Ingenieuren bzw. Wissenschaftlern beleuchten, die sich an NS-Verbrechen beteiligt haben und nach dem Krieg ihre Karrieren in sehr unterschiedlichen politischen Systemen fortsetzten: Peter Adolf Thiessen entwickelte im Nationalsozialismus Kampfgas und wurde später hoch dekorierter Wissenschaftler in der DDR.

Heinrich Lübke setzte KZ-Zwangsarbeiter in Peenemünde ein und wurde nach dem Krieg Bundespräsident. Wernher von Braun schließlich entwickelte zunächst für die Nazis und nach 1945 für die Amerikaner Raketenwaffen. Welche Rolle dabei das kulturell-politische Selbstverständnis von Ingenieuren und (Natur-) Wissenschaftlern sowie das Technikbild der Nationalsozialisten spielten, wird Wagner ebenso erörtern wie die auch heute wichtige Frage nach der ethischen Verantwortung von Wissenschaftlern und Ingenieuren.

Der Vortrag findet im Rahmen der 8. Vortragsreihe der Studenteninitiative GoFair statt, die sich an der FH Nordhausen für Nachhaltigkeit einsetzt. Beginn der Veranstaltung am Dienstag, dem 26. November 2013 ist um 18 Uhr in Haus 19 Hörsaal 1 der Fachhochschule Nordhausen. Der Eintritt ist frei.
Autor: red

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