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Fr, 14:17 Uhr
15.11.2013

Ruhe verfügt

In Nordhausen soll es ab dem kommenden Jahr wesentlich ruhiger zugehen. Es darf nicht mehr allzu viel gefeiert, gelacht und musiziert werden. Möglich macht das eine "Allgemeinverfügung" des Landratsamtes...


Ursache dieser Verfügung waren Beschwerden von Nordhäuser Einwohnern, die sich durch laute Musik im Gehege, auf dem Petersberg oder dem Theaterplatz in ihrer Nachtruhe gestört fühlten. Also wurde die Behörde aktiv und seit Ende August steht fest, auch weil es keine Einwände gab, dass es nur noch sieben mehrtägige Veranstaltungen geben wird: Das Rolandsfest, das Altstadtfest, den Frühjahrs- und Herbstmarkt, zweimal Zirkus, den Weihnachts- und Adventsmarkt sowie das Campusfest. Hier sind auch die Zeiten geregelt. Maximal 1 Uhr wird der Stecker gezogen.

So weit, so gut. Jetzt aber kommt es dicke, denn neben den mehrtägigen Veranstaltungen sind nur noch 14 eintägige Feten gestattet. Von denen allerdings dürfen nur drei bis 01 Uhr ausgerichtet werden, für alle anderen ist 22 Uhr Schluss.

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Für Peter Winsel, den Chef von Wippertaler Getränke, ist das die pure Gängelei. "Da muss ich am 1.1.2014 so schnell wie möglich eine Mail losschicken, damit zum Beispiel die traditionelle Walpurgisfeier auf dem Gehegeplatz stattfinden kann", sagt er entrüstet im nnz-Gespräch. Denn: wer seine Veranstaltung zuerst anmeldet, der bekommt sie auch genehmigt, bis 1 Uhr. "Unser Unternehmen zahlt hier in Nordhausen Gewerbesteuer, wir beschäftigen 75 Mitarbeiter und wir wollen den Nordhäusern Unterhaltung und Kultur anbieten", begründet Winsel seine Kritik an der behördlichen Entscheidung.

Die Gängelung geht aber noch weiter. So müssen Betreiber einen "Höchstversorgungspegel gemäß der sächsischen Freizeitlärmstudie" nachweisen. Auch sind Geräusche im Tieffrequenzbereich (unter 90 Hz) zu vermeiden. Zeiten für den Auf- und Abbau von Bühnen müssen penibel eingehalten werden. Und selbst der Betreiber eines Riesenrades muss sicherstellen, dass ein Schalleistungspegel von 75 dB nicht überschritten wird.

Übrigens: Wer sich als Veranstalter nicht an diese Verfügung hält, der kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro belangt werden.

Peter Winsel denkt bereits nach, andere Veranstaltungsorte zu nutzen. Nicht etwa den Albert-Kuntz-Sportpark, sondern mitten in der Stadt, dort, wo keine Allgemeinverfügung eine Wirksamkeit hat. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
mario63
15.11.2013, 14:45 Uhr
ruhe
wenn ich sowas lese , dann schwillen mir die halsschlagadern. erst wird gemeckert, wenn nichts los ist und dann macht die stadt was und da wird auch gemeckert.die paar wochenenden im jahr dürften doch kein problem sein und auch ich bin dem lärm ausgesetzt und es stört mich überhaupt nicht. wenn das so weiter geht, ist hier bald tote hose. dieses gejammer ist einfach nur zum kotzen und seit froh das bei der geldknappheit überhaupt noch was los ist.
rate mal
15.11.2013, 16:50 Uhr
Das alles...
ist ja kaum noch fassbar.
Wir sollten vom letzten Geld das Nest hier überdachen und als größte Klappsmühle der Welt präsentieren...
TCTNDH
15.11.2013, 16:51 Uhr
Unfassbar
Man sollte doch tatsächlich die Ortseingangsschilder von Nordhausen abändern:
Nordhausen- "Hochschul- und Schlafstadt".
Was wollen wir eigentlich in dieser Stadt????
Michael Bethke
Alarm87
15.11.2013, 17:41 Uhr
Diese Aktion grenzt an Diktatur!!!!
Seit Jahren ist es mit Nordhausens Nachtleben bergab gegangen! Nun so etwas, und dann die Aussage "Es gab keine EINWÄNDE"! Da niemand etwas davon wusste, konnte sich auch keiner beschweren! Time to say Goodbye Nordhäuser Nachtleben! Ob es wohl als nächstes eine Ausgangssperre gibt?
E20
15.11.2013, 17:45 Uhr
db-Verfechter
im LRA scheinen doch nur noch Rentner beschäftigt zu sein - oder wie sonst ist solch eine schwachsinnige Verfügung zu erklären?
I.H.
15.11.2013, 18:03 Uhr
Besonders schlau finde ich das nicht!
Zitat nnz: "Peter Winsel denkt bereits nach, andere Veranstaltungsorte zu nutzen. Nicht etwa den Albert-Kuntz-Sportpark, sondern mitten in der Stadt, dort, wo keine Allgemeinverfügung eine Wirksamkeit hat.

Es mag vielleicht außerhalb von Herrn Winsels Vorstellungkraft liegen, dass nicht alle betroffenen Anwohner über seine "bis Früh um Sechs-Feten" hellauf begeistert sind, aber bei sieben Mehrtägigen und zig eintägigen "Früh bis Sechs-Parties" bleibt für Betroffene kaum noch ein Wochenende übrig, an denen Herrn Winsels Suffkunden alle anderen mal schlafen lassen.

Das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Wollen Sie etwa nur nehmen Herr Winsel? Und was sollen solche Drohungen mit der Innenstadt?
RWE
15.11.2013, 19:11 Uhr
Also ehrlich
ich besuche gern unsere Volksfeste-ich möchte aber auch nachts ruhig schlafen können...
rate mal
15.11.2013, 19:47 Uhr
Das muss...
man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ich hab noch die großen Worte von Rinke und Co. im Ohr, auch wenn es lange her ist.
Da wurde von Innenstadtbelebung und einer Perle im Südharz gesprochen, von einer Stadt die trotz aller nur erdenklichen Wiedrichkeiten eine aufstrebende sein sollte.
Was ist daraus geworden???
Eine aus kleinlichen, pedantischen und in Selbstmitleid getränkten Leuten bestehende Gegend an der man vorbeifahren sollte.
Wenn ich durch dieses Nest laufe, begegnen mir meistens Menschen mit gesenkten Kopf, Alte, Gebrechliche, Erwerbslose und Schule schwänzende Kids.
Super, danke an alle die täglich dazu beitragen das sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird.....
Sunshine85
15.11.2013, 21:05 Uhr
Da fehlen mir die Worte
Wo soll das nur noch hinführen? In Nordhausen ist doch so schon der Hund begraben!
Wieso gibt es heutzutage eigentlich nur noch so egoistische Menschen die nur auf ihr eigenes Wohl besinnt sind!
habauchwaszusagen
15.11.2013, 21:09 Uhr
es würde...
...ja schon reichen wenn ab 23 Uhr einfach mal runtergedreht wird. da geräusche im dunklen eh lauter wahrgenommen werden, würde der Spaß der Veranstaltungen sicher auch nicht leiden
Dora75
15.11.2013, 21:32 Uhr
Lachhaft diese Behörden Kultur
Da brauchen die sich nicht zu wundern wen die Menschen Nachts auf den Straßen Aktiv werden. Wie oben schon gesagt Schlaft schön.
Glaskugel
15.11.2013, 22:07 Uhr
Unfassbar, Michael Bethke?
An TCTNDH: Was ist denn daran so schwer zu verstehen, Michael Bethke, dass betroffene Anwohner davon belästigt werden? Verdienen Sie da etwa nicht gut genug daran?

"Schlafstadt"? Wenn Sie nicht wissen, was Sie hier wollen, was wollen Sie dann hier?
Altstadtbewohner
15.11.2013, 22:32 Uhr
Unfassbar
2013 hat wohl das Jahr was das feiern in der Stadt angeht. Die tollsten Veranstaltungen und dazu perfektes Wetter.
Sowas geniales hab ich noch nie hier erlebt.
Und jetzt soll damit Schluss sein weil irgendwelche bösartiken Menschen das verbieten konnten?
Einfach nur traurig.

Hat die NNZ schon vor diesen Beschluss davon berichtet?
Warum liest man erst was davon wenn es
zu spät ist?
RWE
16.11.2013, 09:02 Uhr
Nachtruhe
"Eine aus kleinlichen, pedantischen und in Selbstmitleid getränkten Leuten bestehende Gegend an der man vorbeifahren sollte.
Wenn ich durch dieses Nest laufe, begegnen mir meistens Menschen mit gesenkten Kopf, Alte, Gebrechliche, Erwerbslose und Schule schwänzende Kids. Super, danke an alle die täglich dazu beitragen das sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird....."

Am besten ändert man daran etwas wen man jede Nacht durchfeiert und die Leute die arbeiten vom Schlaf abhält. Es gibt genug Leute, die frühs um vier oder um fünf aufstehen müssen. Auch am Wochenende.
Jahrmarkt, Rolandsfest, Altstadtfest, Public Viewing, Zirkus und EVN-Fest, Weinfest... und und und.

Fragen Sie mal die ach so kleinlichen Anwohner in der Töpferstraße oder Rautenstraße
Was isr denn daran so schlimm um 22 oder 23 Uhr die Lautstärke zu drosseln?
Ich finde für eine Kleinstadt haben wir viel Gelegenheiten uns zu zerstreuen.
Und die Nachteulen haben das Sax, Klubhaus, Destille u.s.w.
rate mal
16.11.2013, 09:40 Uhr
Auch wir...
wohnen im Stadtzentrum, auch wir gehen an die 60 Stunden die Woche arbeiten und auch wir haben ein kleines Kind.
Diese Veranstaltungen finden nicht jedes Wochenende statt!!!
Vorrangig ging es in meinem Statement darum, das die Leute hier immer mehr das Gefühl haben vom Rest der Welt abgehangeb zu werden.
Mit Verfügungen, wiedermal über die Köpfe der Bürger hinaus, wird man die Situation nur noch verschärfen.
Statt Belebung der Stadt,massive Entlebung, statt zuwachs an Wirtschaft und Kultur nur noch Ablehnung.
Seht Euch doch mal in Nordhausen um und wacht endlich auf!!!
detti
16.11.2013, 10:15 Uhr
NDH schlafe schön
Ich weiß nicht, wo das Problem liegt.Es wird sich aufgeregt,wenn im Gehege es zu laut wird.Wann findet denn dort was statt?Unsere Großeltern habe dort schon gefeiert und keinen hat es gestört.

Ich wohne mitten im Zentrum von NDH.Wir sind umgeben von Baustellen,die Krach machen von 7.00 Uhr bis teilweise 22.00Uhr.Bei jedem Volksfest haben wir Einschränkungen und müssen den Lärm ertragen.Aber ich käme nie auf die Idee,mich zu beschweren,da ich froh bin,das NDH sich entwickelt.
Hoffentlich müssen wir dann nicht schon um 22 Uhr schlafen gehen.
darkmoon
16.11.2013, 10:47 Uhr
Armes Nordhausen
In letzter Zeit erinnern wir uns gerne an die 80-ziger Jahre zurück. Jeden Tag war irgendwo Disco, überall war was los. Ja, das waren noch Zeiten. Leider regiert mittlerweile in Nordhausen das Greisentum.
Kein Wunder, dass die Abstimmung vor ein paar Tagen in der NNZ "Würden Sie Nordhausen als Besuchsstadt empfehlen" negativ ausgefallen ist. Weil hier tote Hose ist.

Wir wohnen sehr nah an der A38, man kann nur mit geschlossenem Fenster schlafen, weil es sehr laut. Eine Schallschutzmauer wurde von der Stadt Nordhausen abgelehnt. Nun kommen einige Nordhäuser "Greise" auf die Idee, ja beschweren wir uns, weil die Feste (sehr wenige) zu laut sind.
Man dann zieht in den Wald, aber da stört der Hirsch mit seinen Röhren, alles abschaffen. Ander Kreisstädte lachen über uns, wie peinlich. Für Mitvierziger gibt es gar keine Möglichkeit mehr, irgendwo mal tanzen zu gehen, da freut man sich doch auf Feste im Sommer. Aber bitte nur im Flüsterton!

Traurig, traurig Nordhausen
RWE
16.11.2013, 11:01 Uhr
@dettti
Sie müssen aber auch akzeptieren, daß es auch viele Menschen gibt die einfach ihre Ruhe haben wollen, wenigstens nachts.
Das Leben ist ein Geben und Nehmen.
Und wenn Sie im Zentrum wohnen haben sie in der Nachbarschaft auch Menschen mit einer anderen Meinung als Ihre gibt.
Also für mich wäre Stadtentwicklung wenigstens ein volles Gewerbegebiet und nicht Dauerparty.
Naja, jedem seine Meinung.
Spencer
16.11.2013, 11:42 Uhr
Zusammenfassung
Wenn ich das also richtig sehe, führt das letztendlich zu weniger Veranstaltungen und damit zu weniger Lärm. Das ist für viele Menschen in der Stadt positiv oder negativ. Wahrscheinlich ist es für die Meisten nicht so schön. Fakt ist aus meiner Sicht als Musiker von Bartlos, gibt es weniger Veranstaltungen, gibt es auch weniger Einnahmen für den Fiskus und sehr viele unzufriedene Menschen in Nordhausen.

Das wird letztendlich wie schon oben beschrieben zu mehr Krawallen und Ausschreitungen führen. Die Leute werden einer solchen Stadt eher den Rücken kehren und dahin gehen wo was los ist. Wo soll das hinführen, wirklich schade!

An der Stelle sei einmal gesagt, dass wir als Band sehr gern in unserer Stadt unterwegs sind. Die Leute sind fantastisch und es macht einfach riesigen Spaß in Nordhausen zu musizieren.
Demnächst also weniger.
Michael Pendzialek
Pe_rle
16.11.2013, 13:07 Uhr
Nachtruhe
hier schaufelt sich ein Landkreis sein eigenes Grab. Macht weiter so ,Ihr braucht nicht mehr lange.
RWE
16.11.2013, 13:34 Uhr
Es muß doch ein Zwischending
zwischen Bürgersteige hochklappen und Dauerparty geben.
Noch einmal: Was ist so schlimm, wenn ab 23 Uhr der Lautstärkepegel etwas heruntergedreht wird? Zum Rolandsfest vielleicht etwas später?
Im Zentrum gibt es tagsüber Straßenlärm und zur Zeit Baustellen. Das ist eben so. Haben die Leute dann aber nicht das Recht auf Nachtruhe?
In der Töpferstraße brauche ich die Wohnung nicht zu verlassen. Ich verstehe die Musik auch so die auf den Petersberg gespielt wird. Und beim Public Viewing kann der Fernseher ausbleiben. Ok, ich bin Fußballfan andere nicht. Und dann noch Jahrmarkt und Zirkus.
Hier redet doh keiner vom Abschaffen dieser Veranstaltungen, sondern nur von etwas Rücksichtnahme.
rate mal
16.11.2013, 15:21 Uhr
Einfach mal...
mit den Leuten zusammensetzen, die verschiedenen Interessen beleuchten und es wird sich bestimmt eine Lösung finden.
Doch leider ist der Südharzer da wenig kommunikativ, befürchte ich....
Paulinchen
16.11.2013, 15:25 Uhr
Stand da nicht in der letzten Statistik…
…des Tourismusverbandes vom Landkreis NDH, dass die Übernachtungszahlen leicht rückläufig seien? So ist doch diese Regelung genau richtig. Dann halten wir doch das sinkende Schiff auf Kurs!

Gestern Abend war dem MDR zu entnehmen, dass die Gemeinden Sonneberg und Lauscha auch rückläufige Zahlen in Sachen Tourismus verzeichnen. Aus diesem Grund haben sie sich jetzt dem Verband der Region Coburg angeschlossen. Andere Gemeinden in der Region, denken ebenfalls über den Wechsel von Thüringen nach Bayern nach. Die Verantwortliche für Tourismus bei der Thüringer Landesregierung hat dies so gar befürwortet, obwohl es dem Bürgermeister von Oberhof nicht recht war. Danach hätten wir doch sicher auch das grüne Licht in den Händen und auf keinem Fall die rote Laterne.

Können wir uns da in Sachen Tourismus nicht auch einen stärkeren Landkreis aussuchen, mit dem wir gemeinsam unsere Stadt und Region vermarkten? Es muss ja nicht unbedingt der Tourismusverband des Kyffhäuserkreises sein. Ich bin ja schon gespannt, wie sich unser Landkreis auf dem kommenden Caravansalon und der Touristikmesse in Leipzig präsentiert.
Geld muss ja nun dafür genug vorhanden sein, denn in den vergangenen Jahren waren wir ja NIE dort vertreten.
rate mal
16.11.2013, 15:33 Uhr
Mich würde..
darüber hinaus auch mal interessieren wer das alles überhaupt angeregt hat.
Was braucht es dafür?
Gibt es da nicht auch Vorgaben, wie wird entschieden und durch wen?
Warum fragt man nicht die Bürger?


Fragen, Fragen , Fragen....
Herr Taft
17.11.2013, 16:43 Uhr
@Paulinchen...
Hihi, Nordhausen kann sich ja dann wegen der räumlichen Nähe an Sachsen-Anhalt hängen...

NDH hat eben ein Problem in der Verwaltung. Da entscheiden Leute über Dinge, von denen sie nichts verstehen. Wahrscheinlich ist einer der Entscheider oder ein Einflüsterer von einem Entscheider sehr ruhebedürftig.

Als ich das letzte Mal in NDH war: Es war ein Samstag Nachmittag. Hab' vor der Sparkasse geparkt und wollte mit meinem Junior ein bisschen Bummeln gehen. Klasse, alle Geschäfte waren zu und die Bürgersteige hochgeklappt. Großartig.
Paulinchen
17.11.2013, 19:36 Uhr
@nussbaum gegraphische Nähe...
...der Landkreis Norhausen grenzt auch an das Bundesland Niedersachsen. Und hier hat sich der Landkreis Osterode/Harz mal grad vor wenigen Wochen mit dem LK GÖ zusammengeschlossen. Na und die gesamte Region Harz ist ja auch auf der Suche nach Touristen und Gästen. Nur wie kann es sein, dass die Nordhäuser sehr oft in Richtung Niedersachsen reisen, wenn sie z.B. demnächst einen mit Liebe hergerichteten Weihnachtsmarkt besuchen wollen?
Nun suche ich den Punkt/Fakt, der dazu passt: "Da entscheiden Leute über Dinge, von denen sie nichts verstehen." Da entscheiden die mündigen Bürger. Ich kann den Inhalt Ihres Schreibens nicht eindeutig zuordnen. Vieleicht esen Sie sich meinen darübestehenden Artikel noch mal genauer durch.
Retupmoc
18.11.2013, 10:10 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kein Verweis auf andere Medien
Retupmoc
18.11.2013, 13:28 Uhr
Meinung
1. Es ist richtig, die Bürger vor Lärm zu schützen. Es gibt nicht nur " Greise " sondern auch Leute denen vielleicht die Musik nicht gefällt. Mal sehen, was darkmoon sagt, wenn ich ihn 3 x in der Woche mit Volksmusik beschalle.

2. Die WM kann im Kuntz-Sportpark laufen, da passt das hin und die Wacker-Kicker lernen vielleicht sogar dabei etwas.

3. Für Veranstaltungen haben wir die Wiedigsburghalle, die gestern bewiesen hat, das man über 2000 Zuschauer stemmen kann.

4. Vielleicht geht der Tourismus auch zurück, weil dauern wegen Veranstaltungen die Straßen dicht sind. Wer nur mal die Kubibo besichtigen will kommt dann garnicht hin.

5. Es geht eh nur um Profit !
tigercat
23.11.2013, 21:01 Uhr
Nordhausen- Naturschutzgebiet mit Rentnern -
Ich selbst wohne mit meiner 14-jährigen Tochter in der Innenstadt. 2010 zog ich aus dem Stadtrandgebiet hier her. Neben privaten Gründen hierfür, sah ich auch den Nutzen, mitten im Geschehen zu wohnen und fand die diversen Veranstaltungen toll. Mit Lärm haben wir kein Problem, wenn man müde ist, schläft man einfach, das gelingt uns immer. Nun, ich meine auch, dass Nordhausen in Schlafhausen umbenannt werden sollte, gleichheitig sollte man an den Autobahnabfahrten Warnschilder stellen, die darauf hinweisen, dass man in eine tote Stadt fährt. Somit hätte auch eine Abfahrt von der A38 genügt. Schon in diesem Jahr war Nordhausen mit fast keinen Veranstaltungen mehr Schlafstadt denn je. Ich selbst betone an dieser Stelle, dass ich selbst 53 Jahre zähle, aber ich kann gut verstehen, wenn NDH in 10 Jahren nur noch aus Rentnern besteht. Man sollte dann vielleicht auch die Fachschule auslagern, schließlich sind ja auch dort Jugendliche, die einmal etwas lauter sein können. Familien mit Säuglingen sollte man auch einen Umzug finanzieren, denn Babys könnten ja einmal lauter sein. Ich sage das alles nicht ohne Grund. Wir wohnen in einer WBG-Mietwohnung, dort zählt man bereits zu Ruhestöhrern, wenn man abends um 18 Uhr die Haustür zum Hof nicht brav zweimal verschließt, den Müll nach 18 Uhr hinaus bringt (weil man ja ganztätig berufstätig ist), man im Sommer den Balkon zum Rauchen oder relaxen mit zimmerlautstarker Musik benutzt, Kinder einmal toben, man im Waschraum wäsche wäscht am Sonntag, einmal ein Hund einen Ton von sich gibt (dabei sei betont, es handelt sich nicht um kläffen) usw. use. Außerdem ist der Hof nicht beleuchtet, so dass man sich fast die Beine bricht, wenn man im Winterhalbjahr einfach nur den Müll hinaus bringt, trennen oder sortieren ist kaum möglich, man sieht ja nicht wohin. Unsere ganze Straße besteht nur aus meckernden Rentnern. Ich rate an dieser Stelle allen, aber auch allen jungen Menschen, sich aus dieser Stadt schnellstmöglich zu verabschieden, hier ist es nicht mehr lebenswert für jungen Menschen. Ich bin auch der Meinung, dass selbst die Regierung in NDH anscheinend nur aus Schlafmützen und Rentner zu bestehen scheint. Ich meinerseits freute mich auf jede Veranstaltung für jung oder alt, auch der Jahrmarkt ist eine willkommene Abwechslung in dieser verschlafenen Stadt. Unsere Stadtverantwortlichen sollten sich auch einmal um niveauvolle Veranstaltungen kümmern, denn dass, was selbst zu Rolands- u. Altstadtfesten geboten wird, ist eher untere Schublade. Immer dieselben Stände und abgefrackte Darsteller. Wo sind die alten Zeiten, wo in NDH etwas geboten wurde????? Dieser Artikel belegt, dass die mangelnden Angebote wohl nicht nur an mangelnden Finanzen liegt. NDH wach wieder auf und werde lebenswert, für ALLE ALTERSSCHICHTEN. Alternative wäre ja noch, noch ein paar mehr Altenheime zu bauen, in denen nicht zahlungskräftige Rentner miß betreut werden. Ich bin keinesfalls mehr stolz, Nordhäuser zu sein, SCHADE, denn ich war es mal .... lang ist´s her...
h3631
24.11.2013, 11:20 Uhr
@tigercat,Nörgler
Ich bin selbst Rentner,wohne aber nicht in ihrem Haus.In einigen Punkten die Sie ansprechen bin ich Ihrer Meinung.Haben Sie denn schon einmal mit Ihren Mitbewohnern über die Sachen die Sie angeführt haben gesprochen?In der Hausordnung ist alles geregelt.Haben Sie mal die WBG wegen der Hofbeleuchtung angesprochen,ich glaube nicht.Ich hoffe das Ihnen jetzt ein Licht aufgegangen ist.Sprechen Sie mal mit den Hauswart,er wird Ihnen vieles erklären können.Ein Tipp,wenn Sie es in der Schlafstadt mit den meckernten Rentnern nicht mehr aushalten,ziehen Sie nach Munterhausen.Die haben Feste über Feste die bei Ihnen ankommen.Leider ist der Jahrmarkt wie in der Schlafstadt immer der gleiche.In ein paar Jahren sind Sie dann auch Rentner und können Leben genießen.
yven
24.11.2013, 11:21 Uhr
tigercat,
schöne Betrachtung von Ihnen die ich voll und ganz teile...aber nicht immer nur die Schuld auf die Rentner schieben.Ich bin dem Rentneralter auch nicht mehr lange fern und trotzdem wünsch ich mir eine Stadt mit Leben und Veranstaltungen und so geht es vielen meiner Altersgruppe auch.Also kämpfen wir gemeinsam gegen ein totes NORDHAUSEN und Nörglern den man es sowieso nicht Recht machen kann.
Momentmal
24.11.2013, 13:26 Uhr
Blick in andere Städte
Wenn man manche Beiträge liest,denkt man NDH wäre der Nabel der Welt, oder in Thüringen gibt es im Vergleich nur Erfurt !
Bitte mal an anderen Städten,die in der EW Zahl zwischen 40000-50000 liegen vergleichen,bezugs Anzahl der dortigen Volksfeste und Freiluftveranstaltungen. Bin mir sicher,das weiß groß keiner.
Eine Lebensqualität am evtl fehlenden Public Viewing festzumachen.....also Respekt !
-----7
24.11.2013, 14:19 Uhr
Warum denn nur nachts???
Es gibt doch schon ein bundesweites Gesetz, dass die Nachtruhe von 22-6 Uhr regelt. Die Stadt hat lediglich verfügt, dass sie künftig weniger Veranstaltungen genehmigt, die in diese Nachtruhe fallen.

Warum muss es denn bitteschön mitten in der Nacht sein??? Im Sommer gibt es auch viele schöne sonnige Tage an denen man feiern kann.

Ich habe 10 Jahre in einer der reichsten Städte Deutschlands gewohnt. Diese Stadt könnte sich jedes Wochenende ein Fest wie das Rolandsfest leisten. Dort gibt es aber lediglich EIN Fest, das über 2 Tage, EIN Fest, das über 2 Tage geht und einige kleinere eintägige Feste, bei denen spätestens 23 Uhr Schluss war. Und ich muss sagen, das hat mir und der Bevölkerung dort auch ausgereicht.

Als ich vor 2,5 Jahren nach NDH zog wunderte ich mich sowieso über die vielen Feste. Und das in einer Stadt, die doch ach so arm ist?

Ich verstehe nicht, warum hier einige unbedingt nachts Lärm machen müssen, wenn das auch außerhalb der Nachtruhe möglich ist? Ich selbst bekomme in OST auch einige Beschallungen mit. Dabei geht es mir meist weniger um den Lärm, sondern eher darum, dass mich das Genre der Musik stört. Es ist schon schlimm, das tagsüber ertragen zu müssen, warum soll es dann auch noch nachts sein? Würde ich hier nach 22 Uhr laute Musik machen, würde es nicht lange dauern, und die Polizei oder das Ordnungsamt steht vor der Tür.

Nordhausen kann froh sein, dass es hier noch kein Alkoholverkaufsverbot ab 22 Uhr gibt. Dann könnte der (alte)neue REWE auch um 22 Uhr dicht machen, wenn er keinen Alkohol mehr verkaufen darf.
RWE
24.11.2013, 15:17 Uhr
Und ich bin dem Rentenalter noch fern
und wünsche mir auch Veranstaltungen und ab Mitternacht eben meine Ruhe...
Janko
24.11.2013, 20:42 Uhr
merkt ihr nicht, was hier ab geht?
die ursprüngliche diskussion läuft - mal wieder - auf eine diskussion "die gegen jene" hinaus. in diesem fall mal wieder "alt gegen jung", so wie sonst auch gern genommen "hartz4-empfänger gegen arbeitnehmer" oder "fahranfänger gegen greise hinterm steuer" oder "bratwurst für 50cent-käufer gegen ökoaktivisten" etc.pp.

also, ihr zerfleischt euch hier anhand dieses stadtratbeschlusses in kleinlichen diskussionen, was angeblich die rentner wollen oder nicht wollen und was angeblich die jugend will oder nicht will und verliert dabei völlig außer augen, was eigentlich passiert ist: dass sich unsere nordhäuser stadtverwaltung mal wieder über den willen von alten UND jungen nordhäusern hinweggesetzt hat.
merkt ihr das nicht?

aber schlagt euch nur ruhig gegenseitig die köpfe ein. ein stück brot zwischen die hungrigen hunde geworfen, die prügeln sich schon darum. also alles gut.
Retupmoc
25.11.2013, 09:33 Uhr
Nicht alt gegen jung
sondern Profit gegen Steuerzahler. Darauf läuft es hinaus. Herr Körner hat da völlig Recht. Warum nachts? Das EVN - Fest ist zum Beispiel sehr gut besucht und endet gegen 22 Uhr. Warum muss man nachts um 3 noch lautstark feiern? Weil man dann im Suff mehr Bier und Hochprozentiges verkauft vielleicht. Jemand der Musik hören möchte, dem ist egal ob sein Act um 21 Uhr spielt oder um 1 Uhr. Und anscheinend müssen die Leute, die bis zum anderen Morgen durchfeiern wollen nicht auf Arbeit? Haben die keine kleineren Kinder zu betreuen? Nichts gegen Feste und gern auch mal in einer lauen Sommernacht etwas länger. Aber doch bitte nicht jede Woche. Ich habe das Glück nicht im unmittelbaren Einzugsgebiet zu wohnen, aber ich kann die Leute in der Weberstraße, Breitscheid oder Silberborth schon verstehen. Vor allem deshalb, weil die Veranstalter auch sehr oft meinen, wenn man die Regler weit aufdreht, kaschiert man das Nichtkönnen bestimmter Künstler. Da sind welche dabei, da ist es niveauvoller, wenn Sie ein paar Katzen am Schwanz ziehen. Und auch nochmal der Aspekt: Wir haben das Gehege mit Bühne, Gaststätten, Parkplätzen. Wieso muss es die Innenstadt sein. Doch nur wegen dem Profit?
Anne1980
25.11.2013, 20:40 Uhr
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