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Fr, 13:30 Uhr
08.11.2013

Sorgen beim Gipsabbau?

Zu einem Gespräch trafen sich in dieser Woche Dirk Adams und Dr. Frank Augsten (beide BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) mit Elmar Zimmer von der Firma Saint-Gobain Formula. Was an sich ist schon die Meldung, aber es gibt mehr zu sagen...

Gespräch bei Formula (Foto: privat) Gespräch bei Formula (Foto: privat)

In den kommenden Jahren wird das zum Saint-Gobain-Konzern gehörende Tochter-Unternehmen „Formula“ nach eigenen Angaben neue Rohstoffquellen brauchen. Daher plane man im unweit von Neustadt Harz gelegenen Abbaufeld „Günzdorf“ einen unterirdischen Abbau von Gips.

Zimmer erklärte, man verfüge über ausreichende Erfahrungen, Geometrie und Hydrogeologie wären durchgerechnet und die Stollen würden dauerhaft stabil bleiben. Zudem führt das Unternehmen derzeit eine Klage um das geplante Abbaufeld „Kuhberg“. Auch die Erweiterungen bestehender Abbaufelder, wie etwa am „Himmelsberg“, wären mögliche Optionen.

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Die Verarbeitung von REA-Gips aus der Rauchgasentschwefelung wurde in Walkenried dennoch aufgegeben. „Wir waren verwundert darüber zu erfahren, dass kein REA-Gips mehr eingesetzt wird. Offenbar werden notwendige Investitionen gescheut, denn langfristig führt kein Weg an Substituten und Gipsrecycling vorbei“ erläutert Adams.

Die Abgeordneten erkundigten sich bei Zimmer auch nach der Höhe der zu zahlenden Förderabgabe. Die Gipsindustrie zahlt derzeit für jede Tonne abgebauten Gipsgesteins eine Abgabe in Höhe von 5% des Marktwerts. Diese liegt derzeit bei ca. 38 Cent und ist aus Sicht von Augsten zu gering: „Selbst für Kiese und Kiessande muss mehr bezahlt werden. Wir werden das Thema der Förderabgabe genauer beleuchten.“

Abschließend fassen Adams und Augsten ihre Eindrücke zusammen: „Das Konzept, wie das Unternehmen langfristig seine Geschäftsgrundlage erhalten möchte, hat uns nicht überzeugt. Eine Zustimmung wird es von unserer Seite weder zu Neuverritzungen, noch zu Erweiterungen geben. Wir unterstützen alle Bestrebungen, die eine weitere Vernichtung der wertvollen Gipskarstlandschaft verhindern.“
Autor: red

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