Di, 07:46 Uhr
05.11.2013
Das kosten KuBiBo und...
Am Nachmittag kommen in Nordhausen die Mitglieder des Hauptausschusses zusammen. Sie können wieder jede Menge Geld ausgeben - für das Stadthaus und das Bürgerhaus...
Offiziell, so steht es geschrieben, soll das "Noch-Bürgerhaus" einmal, also, wenn es eingeweiht ist, 13.500.000 Euro kosten, "etwas" mehr als einst geplant. Inoffiziell ist aber schon von fast 15 Millionen Euro die Rede, nur traut sich niemand, das zu bestätigen.
Das ist viel Geld, doch das "läppert" sich schon zusammen, wenn allein die Beleuchtung des Hauses im Innern etwas mehr als 300.000 Euro kosten soll. Da sind vermutlich keine Baumarktlampen geplant. Ebenfalls nicht aus dem Baumarkt kommt die Bibliothekstechnik, die von einer Spezialfirma aus Göppingen geliefert und eingebaut wird. Hierzu sollen 112.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Übrigens: Von den offiziell angegebenen 13,5 Millionen Euro sind fast 6,4 Millionen Euro an Eigenmitteln aufzubringen, der Rest sollen Fördermittel des Bundes und des Landes sein.
Das Geldausgeben ist damit allerdings im Hauptausschuss heute nicht zu Ende. Das Stadthaus muss ja auch noch saniert werden. Zum Beispiel die Natursteinfassade, die rund 134.000 Euro kosten soll. Und schließlich soll dann noch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Nordhausen fortgeschrieben werden - bis zum Jahr 2030. Dieser Planungsauftrag wird uns Bürgern knapp 100.000 Euro kosten.
Bislang sind wir alle in Nordhausen dem ISEK bis 2020 "unterworfen", auch wenn es die Stadtplaner mit dessen Umsetzung nicht ganz so genau nehmen. Im ISEK 2020 waren oder sind zwei Entwicklungsschwerpunkte vorgesehen: Die Altstadt und Nordhausen-Ost. Von der Entwicklung des Standortes in Nordhausen-Nord ist im aktuellen ISEK nicht allzu viel zu finden. Aber - wie heißt es so schön: Papier ist geduldig - scheinbar der Stadtrat auch.
Bleiben wir zum Schluss noch etwas beim Geldausgeben, das ja soviel Spaß macht. Da ist jetzt mal wieder das Theater an der Reihe. Sie können sich vermutlich noch erinnern: Es war eine Sitzung des Hauptausschusses im Juni dieses Jahres, als die Stadt die Erarbeitung eines Gutachtens ganz oder teilweise bezahlen sollte, das den Sanierungsbedarf für das Theater ermitteln sollte. Nach Informationen der nnz ist das Gutachten jetzt fertig und dort steht eine Zahl geschrieben, die irgendwo zwischen 16 Millionen Euro und 18 Millionen Euro angesiedelt sein soll.
Daraus ergibt sich ein Eigenanteil für die Stadt Nordhausen als Eigentümerin des Gebäudes von etwa fünf bis sieben Millionen Euro. Und eine neue Feuerwache soll aber auch noch gebaut werden - Zeit also, den Schuldenstand der Kommune noch ein wenig nach oben zu treiben. Denn laut Ex-OB Barbara Rinke ist bei der Pro-Kopf-Verschuldung in Nordhausen ja noch ein wenig Luft nach oben.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redOffiziell, so steht es geschrieben, soll das "Noch-Bürgerhaus" einmal, also, wenn es eingeweiht ist, 13.500.000 Euro kosten, "etwas" mehr als einst geplant. Inoffiziell ist aber schon von fast 15 Millionen Euro die Rede, nur traut sich niemand, das zu bestätigen.
Das ist viel Geld, doch das "läppert" sich schon zusammen, wenn allein die Beleuchtung des Hauses im Innern etwas mehr als 300.000 Euro kosten soll. Da sind vermutlich keine Baumarktlampen geplant. Ebenfalls nicht aus dem Baumarkt kommt die Bibliothekstechnik, die von einer Spezialfirma aus Göppingen geliefert und eingebaut wird. Hierzu sollen 112.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Übrigens: Von den offiziell angegebenen 13,5 Millionen Euro sind fast 6,4 Millionen Euro an Eigenmitteln aufzubringen, der Rest sollen Fördermittel des Bundes und des Landes sein.
Das Geldausgeben ist damit allerdings im Hauptausschuss heute nicht zu Ende. Das Stadthaus muss ja auch noch saniert werden. Zum Beispiel die Natursteinfassade, die rund 134.000 Euro kosten soll. Und schließlich soll dann noch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Nordhausen fortgeschrieben werden - bis zum Jahr 2030. Dieser Planungsauftrag wird uns Bürgern knapp 100.000 Euro kosten.
Bislang sind wir alle in Nordhausen dem ISEK bis 2020 "unterworfen", auch wenn es die Stadtplaner mit dessen Umsetzung nicht ganz so genau nehmen. Im ISEK 2020 waren oder sind zwei Entwicklungsschwerpunkte vorgesehen: Die Altstadt und Nordhausen-Ost. Von der Entwicklung des Standortes in Nordhausen-Nord ist im aktuellen ISEK nicht allzu viel zu finden. Aber - wie heißt es so schön: Papier ist geduldig - scheinbar der Stadtrat auch.
Bleiben wir zum Schluss noch etwas beim Geldausgeben, das ja soviel Spaß macht. Da ist jetzt mal wieder das Theater an der Reihe. Sie können sich vermutlich noch erinnern: Es war eine Sitzung des Hauptausschusses im Juni dieses Jahres, als die Stadt die Erarbeitung eines Gutachtens ganz oder teilweise bezahlen sollte, das den Sanierungsbedarf für das Theater ermitteln sollte. Nach Informationen der nnz ist das Gutachten jetzt fertig und dort steht eine Zahl geschrieben, die irgendwo zwischen 16 Millionen Euro und 18 Millionen Euro angesiedelt sein soll.
Daraus ergibt sich ein Eigenanteil für die Stadt Nordhausen als Eigentümerin des Gebäudes von etwa fünf bis sieben Millionen Euro. Und eine neue Feuerwache soll aber auch noch gebaut werden - Zeit also, den Schuldenstand der Kommune noch ein wenig nach oben zu treiben. Denn laut Ex-OB Barbara Rinke ist bei der Pro-Kopf-Verschuldung in Nordhausen ja noch ein wenig Luft nach oben.
Peter-Stefan Greiner

