Mo, 20:28 Uhr
04.11.2013
Wird Nordhausen noch größer?
Die Nordhäuser werden weniger und vor einigen Monaten hat auch der Zensus den Rolandstädter Verwaltern einen empfindlichen Strich durch die Zahlung von Schlüsselzuweisungen gemacht. Jetzt könnte es eine partielle Rettung geben...
Die kommt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Ein Teil dieser ohnehin schon geschrumpften VG ist die Gemeinde Buchholz. Auf diese Selbständigkeit waren die mehr als 200 Buchholzer bislang immer stolz. Auch darauf, noch einen eigenen Haushalt aufstellen zu können.
Dieser Stolz ist mittlerweile durch Resignation verdrängt worden. Immer geringere Schlüsselzuweisungen, immer mehr Umlagen, die an die Kreisverwaltung zu zahlen sind und vor allem die Schulden des ehemaligen Abwasserzweckverbandes Krebsbach drücken auf die Buchholzer Gemeindekasse derart, dass schon in diesem Jahr kein tragbarer Haushalt aufgestellt werden konnte.
Die Buchholzer befinden da zwar in guter Nachbarschaft mit anderen Thüringer Städten und Gemeinden, doch zufriedenstellend kann das nicht sein. Was also tun? Die Antwort liegt auf der Hand: die Kleinteiligkeit beenden und den Anschluss suchen. Da kämen - theoretisch betrachtet die Landgemeinde Harztor und die Stadt Nordhausen in Frage. Praktisch allerdings nur die Kreisstadt, da es keine direkte Grenze zu den beiden Harztor-Ortsteilen gibt.
Und so beschlossen also die Gemeinderäte mit Bürgermeisterin Monika Wüstemann, das Gespräch mit der Stadt Nordhausen zu suchen. Im vergangenen Monat wurde zu einer Einwohnerversammlung geladen und als Gäste Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sowie Dezernentin Hannelore Haase begrüßt. Am Ende der Versammlung stand fest - die 70 Buchholzer wollen sich der Stadt Nordhausen anschließen. Nach Informationen der nnz gab es eine Gegenstimme und eine Enthaltung.
Damit ist intern geklärt, wohin der Weg gehen soll. Viel komplizierter ist jedoch der Ausstieg aus der Verwaltungsgemeinschaft, denn dort müssen alle Gemeinde dem Austritt zustimmen.
Am Ende aber wird Buchholz dann der jüngste Ortsteil von Nordhausen werden, denn immerhin ein Fakt stimmt optimistisch. In der kleinen Gemeinde steigen die Einwohnerzahlen. Wurden im Jahr 2006 noch 200 Buchholzer ausgewiesen, so waren es Mitte dieses Jahres schon 226.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDie kommt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Ein Teil dieser ohnehin schon geschrumpften VG ist die Gemeinde Buchholz. Auf diese Selbständigkeit waren die mehr als 200 Buchholzer bislang immer stolz. Auch darauf, noch einen eigenen Haushalt aufstellen zu können.
Dieser Stolz ist mittlerweile durch Resignation verdrängt worden. Immer geringere Schlüsselzuweisungen, immer mehr Umlagen, die an die Kreisverwaltung zu zahlen sind und vor allem die Schulden des ehemaligen Abwasserzweckverbandes Krebsbach drücken auf die Buchholzer Gemeindekasse derart, dass schon in diesem Jahr kein tragbarer Haushalt aufgestellt werden konnte.
Die Buchholzer befinden da zwar in guter Nachbarschaft mit anderen Thüringer Städten und Gemeinden, doch zufriedenstellend kann das nicht sein. Was also tun? Die Antwort liegt auf der Hand: die Kleinteiligkeit beenden und den Anschluss suchen. Da kämen - theoretisch betrachtet die Landgemeinde Harztor und die Stadt Nordhausen in Frage. Praktisch allerdings nur die Kreisstadt, da es keine direkte Grenze zu den beiden Harztor-Ortsteilen gibt.
Und so beschlossen also die Gemeinderäte mit Bürgermeisterin Monika Wüstemann, das Gespräch mit der Stadt Nordhausen zu suchen. Im vergangenen Monat wurde zu einer Einwohnerversammlung geladen und als Gäste Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sowie Dezernentin Hannelore Haase begrüßt. Am Ende der Versammlung stand fest - die 70 Buchholzer wollen sich der Stadt Nordhausen anschließen. Nach Informationen der nnz gab es eine Gegenstimme und eine Enthaltung.
Damit ist intern geklärt, wohin der Weg gehen soll. Viel komplizierter ist jedoch der Ausstieg aus der Verwaltungsgemeinschaft, denn dort müssen alle Gemeinde dem Austritt zustimmen.
Am Ende aber wird Buchholz dann der jüngste Ortsteil von Nordhausen werden, denn immerhin ein Fakt stimmt optimistisch. In der kleinen Gemeinde steigen die Einwohnerzahlen. Wurden im Jahr 2006 noch 200 Buchholzer ausgewiesen, so waren es Mitte dieses Jahres schon 226.
Peter-Stefan Greiner

