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Di, 14:09 Uhr
15.10.2013

Grafikpreis mit „Kunst & Kaffee“

Am 23. Oktober findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst & Kaffee“ um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung zum 8. Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung statt, in deren Mittelpunkt die verschiedenen grafischen Techniken stehen.

Preisträgerin (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Preisträgerin (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Susanne Hinsching (links) und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Wolfgang Asche (rechts) gratulieren Tanja Pohl (Mitte) zum Förderpreis für Grafik der Kreissparkasse Nordhausen.

„In der Ausstellung zum 8. Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung sind 55 Grafiken von Markus Bläser, Ingo Duderstedt, Frank Degelow, Richard Paul Meszárós, Ulrike Theuser, Karin Pietschmann, Uwe Klos, Wulf Kirschner, Tina Wohlfarth und Tanja Pohl. Die Greizer Künstlerin Tanja Pohl hat in diesem Jahr den Förderpreis für Grafik der Kreissparkasse Nordhausen erhalten“, erklärt Susanne Hinsching.

Das besondere an ihren Grafiken sei, dass sie verschiedene druckgrafische Techniken, z.B. Kaltnadelradierung und Ätzradierung kombiniert, mit denen sie lange experimentiert bis von der ursprünglichen Form letztendlich nur noch Fragmente übrigbleiben. Der Weg vom ersten Kratzen auf der Platte, das für sie etwas Archaisches bedeutet, zu den chemischen Veränderungen, dem erneuten Übermalen, den Drucküberlagerungen bis zum Druck auf das Papier, sei für Tanja Pohl ein Sinnbild der Veränderung, so Hinsching.

„Ihre Tiefdrucke zeigen spannungsvolle Kontraste zwischen linearen und flächigen Formen sowie von kräftiger Farbe mit dezenten Grau- und intensiven Schwarztönen, die häufig als Grundlage dienen. Die kleinformatigen Arbeiten „Umbra Vitae“ und „Die Somnambulen“ sind geprägt durch eine ausgewogene Komposition aus geätzten Flächen – mit verschiedenen Grau- und Weißschattierungen – und einem expressiven Lineament.

Dabei beherrscht Tanja Pohl sowohl die filigrane Linie als auch die kraftvollen, tiefen Striche. Ihre großformatigen Tiefdrucke „Tagebau“ und „Industriepark Duisburg“ zeigen eine besondere Verschmelzung der Linien und Flächen, die zu den ungewöhnlichsten Formen zusammengefügt werden, sowie eine ausgewogene Kombination aus tiefen, hart und schwer wirkenden Schwarztönen und feinen, zum Teil diffusen Grautönen, die das ganze Motiv dann in einen unwirklichen Kontext versetzen“, so Hinsching.

Bei der Arbeit „Industriepark Duisburg“ kombiniert die Künstlerin die Tiefdrucktechnik noch mit Acryl. Die düstere Grundstimmung und die nebulöse Formgebung werden dabei durch wenige kräftig orange-rote Linien aufgebrochen. Gerade das Thema Mensch – Umwelt – Technik, insbesondere die Beeinträchtigung der Natur durch die von Menschen geschaffene Technik und deren Hinterlassenschaften – wie Tagebaue und Industriebrachen – sind für Tanja Pohl „Zufluchtsstätte und Quelle der Inspiration“, so die Künstlerin, aber ohne jegliche Verklärung. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet fünf Euro.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. November zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So 10 bis 17 Uhr
Autor: red

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