Mo, 06:26 Uhr
14.10.2013
Die Kirmes ist tot
Der Wettergott war dem Kirmesverein Obergebra wohl doch wohlgesonnen. Ab und zu schien die Sonne und es gab keinen Regen zum Umzug und dem Frühschoppen. Sonntagvormittag machte sich der Kirmesverein auf zum Umzug durch das Dorf...
Ein lustiges Völkchen zog da durch Obergebra. Schöne Partymusik und herbstliche Kirmesdeko vermittelten die Wagen. Ins Gefängnis kamen wieder mehrere Männer. Ewald`s Wurstwaren hatte sein Sortiment um Käse erweitert. Zum Prämiere-Verkauf war natürlich Frau Antje aus Holland mit auf dem Wagen.
An mehreren Punkten hatten Obergebraer kleine Stände mit wohltuenden Getränken und kleinem Imbiss aufgebaut – das war natürlich besonders schön für den Verein, solch Mitwirkung von Einwohnern zu erleben. Wobei gesagt werden muss, dass dies ausbaufähig ist – denn zur 850-Jahrfeier waren diese Gesten weitaus ausgeprägter.
Nach dem Umzug ging es dann zum Kirmesburschen-Schlagen über. Dieses Ritual heißt für die Heranwachsenden des Vereins das Versohlen des Hinterns mit dem Teppichklopfer und Trinken eines undefinierbaren Getränks. Wobei insbesondere beim Trinken des Gebräus alle am meisten mitleiden. Einen Trost gibt es. Das erlebt man nur einmal im Leben. Außerdem haben es bisher tatsächlich auch alle Kirmesburschen und –Mädchen überlebt.
Glockengeläut kündigte die Beerdigung an. Ehrwürdig wurde die verschiedene Kirmes in den Saal getragen. Die Kirmesgesellschaft begleitete sie schluchzend. Dann ging es ja so wirklich zur Sache: die Predigt des Kirmesschulzen. Marco Dieck verkündete: Auch wenn ihr denkt, hier wäre nichts los, im Auffinden von Neuigkeiten sind wir groß. Das waren dann auch keine leeren Versprechungen. Die kleinen Missgeschicke des Lebens und kleine Verfehlungen wurden im wahrsten Sinne des Wortes durch den Kakao gezogen. Beim Abgang des Vereins von der Bühne wurde es dann doch Realität – die Kirmes ist zu Ende.
Ein schönes Wochenende liegt hinter Obergebra. Schluss mit Essen und Trinken zum Zeitvertreib. Ab Montag wird wieder gearbeitet – die Vereinsmitglieder haben sicher auch noch alle Hände voll zu tun mit dem Abbauen aller Requisiten der Kirmes.
Ina Schmücking
Autor: redEin lustiges Völkchen zog da durch Obergebra. Schöne Partymusik und herbstliche Kirmesdeko vermittelten die Wagen. Ins Gefängnis kamen wieder mehrere Männer. Ewald`s Wurstwaren hatte sein Sortiment um Käse erweitert. Zum Prämiere-Verkauf war natürlich Frau Antje aus Holland mit auf dem Wagen.
An mehreren Punkten hatten Obergebraer kleine Stände mit wohltuenden Getränken und kleinem Imbiss aufgebaut – das war natürlich besonders schön für den Verein, solch Mitwirkung von Einwohnern zu erleben. Wobei gesagt werden muss, dass dies ausbaufähig ist – denn zur 850-Jahrfeier waren diese Gesten weitaus ausgeprägter.
Nach dem Umzug ging es dann zum Kirmesburschen-Schlagen über. Dieses Ritual heißt für die Heranwachsenden des Vereins das Versohlen des Hinterns mit dem Teppichklopfer und Trinken eines undefinierbaren Getränks. Wobei insbesondere beim Trinken des Gebräus alle am meisten mitleiden. Einen Trost gibt es. Das erlebt man nur einmal im Leben. Außerdem haben es bisher tatsächlich auch alle Kirmesburschen und –Mädchen überlebt.
Glockengeläut kündigte die Beerdigung an. Ehrwürdig wurde die verschiedene Kirmes in den Saal getragen. Die Kirmesgesellschaft begleitete sie schluchzend. Dann ging es ja so wirklich zur Sache: die Predigt des Kirmesschulzen. Marco Dieck verkündete: Auch wenn ihr denkt, hier wäre nichts los, im Auffinden von Neuigkeiten sind wir groß. Das waren dann auch keine leeren Versprechungen. Die kleinen Missgeschicke des Lebens und kleine Verfehlungen wurden im wahrsten Sinne des Wortes durch den Kakao gezogen. Beim Abgang des Vereins von der Bühne wurde es dann doch Realität – die Kirmes ist zu Ende.
Ein schönes Wochenende liegt hinter Obergebra. Schluss mit Essen und Trinken zum Zeitvertreib. Ab Montag wird wieder gearbeitet – die Vereinsmitglieder haben sicher auch noch alle Hände voll zu tun mit dem Abbauen aller Requisiten der Kirmes.
Ina Schmücking




































































































