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Fr, 14:43 Uhr
11.10.2013

Christliche Werte erlebbar machen

„Gemeinsam die Zukunft für Kinder gestalten“: Mit diesem Ziel trafen sich die Johanniter am Mittwoch in der Rothleimmühle Nordhausen zum dritten Tag der Kita-Leitung. Rund 90 Teilnehmer, darunter die Leitungen der Johanniter-Kindertageseinrichtungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie Mitglieder des Landes- und der Regionalvorstände, nahmen an der Fachtagung teil...


Mit einem vielfältigen Programm aus Fachvorträgen und praxisrelevanten Workshops investierten die Johanniter erneut in die religionspädagogische Fortbildung ihrer leitenden Mitarbeiter und damit auch in die religiöse Bildung der betreuten Kinder. „Dieser Tag bietet ein Forum für Informationen, Impulse und den gegenseitigen Austausch über die tägliche Arbeit mit Kindern und Eltern“, so Ilona Fuhrmann, Fachbereichsleiterin Kinder- und Jugendeinrichtungen im Landesverband Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In seiner Eröffnungsrede hob Landesvorstand Andreas Weigel insbesondere das evangelische Profil der Johanniter-Kitas hervor: „Unsere Kindertageseinrichtungen bieten mehr als nur Betreuung und Erziehung. Unser christlicher Auftrag ist das Fundament für ein profiliertes Angebot, welches sich deutlich von anderen Kindertageseinrichtungen unterscheidet. Mit religionspädagogischen Schwerpunkten können wir die Identität unserer 75 Kindertageseinrichtungen weiterentwickeln und schärfen“. Dies sei auch im Zuge des voranschreitenden Geburtenknicks und der damit einhergehenden Wettbewerbssituation unter den Kitas wichtig, so Andreas Weigel.
Tagung in der Rothleimmühle (Foto: Johanniter)
Tagung in der Rothleimmühle (Foto: Johanniter)
Tagung in der Rothleimmühle (Foto: Johanniter)
In seinem interaktiven Vortrag gab Entwicklungspsychologe Prof. Malte Mienert spannende Einblicke in das Thema „Erziehungspartnerschaften – Wie kann die Zusammenarbeit mit Eltern gelingen?“. Ralf Sick, Bereichsleiter Bildung, Erziehung und Ehrenamt im Bundesverband, widmete seine Präsentation dem Thema „Gottseidank – Die christliche Idee im Alltag entdecken“.

Anschließend arbeiteten die Teilnehmer in praktischen Workshops an Konzepten, die christliche Werte im Alltag erlebbar machen. Als Moderatoren engagierten sich Mitarbeiter der Johanniter aus dem Landesverband. Angeboten wurden fünf Themen: „Die Arbeit mit Eltern“ (Steffen Backhaus), „Die Arbeit als pädagogische Fachkraft und im Team“ (Viola Köllner), „Die Arbeit als Kita-Leitung“ (Katrin Stephan), „Die Arbeit mit den Kindern (mathematisch, naturwissenschaftlich, technisch)“ (Jenny Oschmann), „Die Arbeit mit den Kindern (sprachlich, musikalisch, künstlerisch)“ (Nicole Tobien).

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch geistliche Impulse der Landespfarrerin Anne-Christina Wegner, die mit einem eigens komponierten Lied zum Programm beitrug. Für musikalische Unterhaltung sorgte der Chor des Humboldt-Gymnasiums Nordhausen unter Leitung von Domkantor Thomas Hofereiter sowie der neue Kita-Leiter Martin Goldhardt.

Mit den gewonnenen Impulsen und Denkanstößen können die Teilnehmer nun ihre religionspädagogische Arbeit mit den Eltern und Kindern intensivieren.
Die Vorbereitungen für den nächsten Tag der Kita-Leitung im Herbst 2014 sind bereits gestartet.

„An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals ganz herzlich für die Unterstützung aller bereits Erwähnten, bei Herrn Dietrich Rose vom gleichnamigen Buchhaus Rose und natürlich bei Frau Carmen Witzel, die mit Ihrem Team und ihrer Einrichtung zum Gelingen des Tages beigetragen hat“, so abschließend der Johanniter Kreisvorstand Frank Gerstenberger.


Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist seit über 60 Jahren in den unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen aktiv. Sie steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit mehr als 14.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, etwa 30.000 ehrenamtlich Aktiven und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten Hilfsorganisationen Europas.

Autor: red

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Kommentare
othello
11.10.2013, 19:27 Uhr
Politik und Glaube
Es ist schon entlarvend, wie machtvoll die evangelische Kirche und die damit verbundenen Personen in Nordhausen sind und maßgeblich die Geschicke der Stadt bisher bestimmt haben, wenn man diesen Beitrag liest.

Johanniter und Diakonie betreiben mehrere Kindereinrichtungen in Stadt und Kreis Nordhausen, welche sich die religiöse Bildung zum Ziel setzen.Von wem bekommen sie aber die meisten finanziellen Zuwendungen ? Natürlich vom Steuerzahler der ihren Missionsauftrag mit bezahlt. Dass interessante an dieser Zusammenkunft ist aber die Teilname des Andreas Weigel, Geschäftsführer des Jugendsozialwerkes Nordhausen, der hier als Vorstand bezeichnet wird. Vorstand von welcher Organisation ?

Auf der Internetseite der Diakonie Nordhausen findet man als Verantwortlichen für die Geschäftsbesorgung einen Herrn Andreas Weigel. Im Gegenzug findet man auf der Seite des Jugendsozialwerkes unter Geschäftsbesorgung die Diakonie Nordhausen.

Meine Frage ist dann, ist das Jugendsozialwerk eine Domäne der evangelischen Kirche, oder wurde hier eine Trennung verabsäumt ? Wenn diese Organisation Jugendsozialwerk von der Kirche bestimmt wird, dann sind fast alle Kindereinrichtungen im Kreis Nordhausen fest in kirchlicher Hand.

Dann stellt sich auch die Frage, was Herr Weigel mit Wettbewerbssituation zwischen Kitas meint. Stehen die kirchlichen Kitas im Wettbewerb mit den Kitas des Jugendsozialwerks, dann ist er Vertreter beider Wettbewerber, welches ein Hohn wäre. Gehört das Jugendsozialwerk unter die Regie der Kirche, dann kann ja wohl von Wettbewerb keine Rede sein, da es an Konkurrenz mangelt. Was ist hier unter Konkurrenz gemeint, Konkurrenz um die Gehirne der Kinder oder um pure Geschäftsinteressen?

Die Politik der letzten etwa 20 Jahre in Nordhausen hat dazu geführt, dass fast die gesamte Kindererziehung und auch andere soziale Einrichtungen fest in evangelischer Hand sind. Gerade unter der Ägide der OB Barbara Rinke, deren christliches Arrangement bekannt ist, und von ihr geförderter SPD – Granden, ist diese Machtstellung der evangelischen Kirche befördert worden.

Auch andere finanzpolitische Entscheidungen die zur Verschuldung der Stadt führten,sind dadurch entstanden, dass Glaube und Politik nicht voneinander getrennt werden konnten.
Suse
11.10.2013, 19:47 Uhr
Das ist aber nicht nur in Nordhausen so
leider ist das in der gesamten Bundesrepublik so gewollt. Warum müsste wohl sonst an jeder staatlichen Schule auch noch Religionsunterricht als Pflichtfach stehen? Warum müssen dann auch noch die staatlichen Schulen verpflichtet werden ,die Kinder in die kirchlichen Einrichtungen zu bringen und für Aufsicht zu sorgen? Religionsunterricht lieber Othello wird von unserer Regierung höher bewertet als Mathematik und Deutsch.
Leider!
Motte83
11.10.2013, 19:55 Uhr
Verwechslung
Im Kommentar liegt eine Verwechslung vor:
Andreas Weigel aus dem Artikel ist Landesvorstand der Johanniter und NICHT dieselbe Person wie Andreas Weigel der Geschäftsführer des Jugendsozialwerks. Aber dieser ist auch Geschäftsführer der Diakonie in Nordhausen.
Ein Konflikt liegt aber auch hier nicht vor, denn die Diakonie in Nordhausen betreibt im Landkreis Nordhausen und damit auch der Stadt keine Kita, sondern im Eichsfeld. Steht übrigens auch auf der Website.
Im übrigen berichtete die nnz auch darüber, dass sich Diakonie und Jugendsozialwerk zum Jahresende trennen werden. Dann bleibt der eine Andreas Weigel im Jugendsozialwerk und der andere ist trotzdem noch bei den Johannitern.

Namensgleichheiten und halb gelesene Websiten sind schon verwirrend, aber es ist ja zum Glück alles aufzuklären, Othello.
Übrigens gibt es in Göttingen einen Pflegereferenten Gerhardt Schröder, der nicht bei Gazprom arbeitet. Nicht, dass unsere Pflegestandards von russischen Ölmultis beeinflusst werden.

PS: In Nordhausen gibt es zwei Kitas der Johanniter und eine ökumenische Kita. Die Meisten sind also nicht konfessionell gebunden. Das war dann der dritte Fehler im Kommentar.
-Insider-
11.10.2013, 21:15 Uhr
das
liegt doch aber nun einmal auch der geschichte zu grunde. die kirche ist die größte organisation (pos. oder neg. mag jeder selbst entscheiden) der welt und hat bis zum heutigen immer ihre finger in der entscheidungsfindung. wie man das bewertet obliebt am ende jedem selbst - ich finde die verstrickung auch nicht unbedingt toll, kann aber letztlich mit ihr leben...
Denn
11.10.2013, 22:53 Uhr
@ othelle
bevor man Kommentare schreibt und über gewisse Persönlichkeiten urteilt sollte man eventuell "die Jungs von Google" befragen! Der Herr Andreas Weigel, welcher im Artikel erwähnt wird ist der Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. des Landesverbandes Sachsen-Anhalt / Thüringen.

Diese Person hat nichts mit der Politik der Stadt Nordhausen zu tun, es sei denn Nordhausen liegt nun in Sachsen, denn dorther stammt der Mann und ist politisch dort aktiv! Das es Menschen mit demselben Namen auf der Erde gibt scheint für einige Neu zu sein!

Des weiteren, was ist falsch an der Vermittlung von christlichen Werten in unserer momentanen Welt? Ich sehe lieber christliche Werte an meinem Kind als später " ey was du wolle" !
Wolfi65
12.10.2013, 08:54 Uhr
Die ganze Duskussion
ist nur ein Beispiel, für das Versagen seiner eigenen Schöpfung. Hoffentlich sind die berühmten acht Tage bald herum. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit und ist fast unerträglich!
Trine08
12.10.2013, 12:25 Uhr
@Suse
Über den Sinn und "Nicht-Sinn" mancher Unterrichtsfächer sowie über das eine Konzept oder andere lässt sich endlos diskutieren. Befürworte ich den RU nicht, so schicke ich mein Kind zBsp nicht auf eine christliche Schule oder melde es zum Ethik/ Werte und Normen-Unterricht an.
Es ist immer relativ schnell etwas dahin gesagt, ohne seine Gedanken kurz selbst zu reflektieren. Was ist der Inhalt von RU (im Lehrplan)? Kinder zu missionieren? Sie zu Christen heranzuziehen? Was wird thematisiert?

Es stellt sich auch die Frage, warum werden bestimmte Feste gefeiert & Feiertage begangen?

Ich möchte hiermit KEINE Diskusion beginnen, sondern nur dazu anregen sich selbst Gedanken zu machen & nicht Meinungen anderer unreflektiert zu übernehmen.
othello
12.10.2013, 13:26 Uhr
Fehlersuche angekommen
Schade, ich habe tatsächlich nicht gewusst, wer der „Vorsitzende“ aus dem Beitrag ist.Beide Andreas Weigels sind halt nicht so bekannt wie Altkanzler Schröder. Ich danke auch den Kommentatoren, die mir Mitteilen, dass es Menschen mit dem selben Namen gibt, es muss mir entgangen sein. Andreas Weigel als Geschäftsführer des JSW und Andreas Weigel, der für die Geschäftsbesorgung in der Diakonie Nordhausen genannt ist ,sind aber doch hoffentlich nicht auch zwei Personen, denn dann muss ich wirklich an meinem Verstand zweifeln. Diakonie Nordhausen und Jugendsozialwerk waren doch eng verbunden und deshalb war meine Einschätzung nicht so ganz falsch. Gut, dass diese nun auf Trennungskurs sind.Was die evangelischen Netzwerke und ihre Verbindung mit der Politik betrifft, habe ich nichts zu korrigieren.Wenn man in dieser Zeitung etwas gegen die Macht und den Einfluss der Kirchen schreibt, findet man nicht sehr viel Wohlwollen bei den geneigten Kommentatoren und das wundert mich in Nordhausen nicht.Es ist einfacher, etwas gegen bestimmte Politiker vorzubringen, aber Religion und Kirche sind da ausgenommen. Die meisten dieser Schreiber haben sich offensichtlich damit abgefunden, dass die Kirche ihre Machtposition gerade im „ Osten „ ausbaut und halten es für nicht schlimm, ihnen ist es egal. Wenn aber z.B. Moslemische Gemeinschaften das gleiche Recht einfordern würden, was ihnen übrigens zusteht, dann kann ich mir die Kommentare schon gut vorstellen. Stimmt doch, Wolfi 65.

Ich werde weiterhin für die Trennung von Kirche und Staat eintreten und auch Politiker, egal welcher Partei kritisieren, wenn es nötig ist.
Nur noch eine kleine Anmerkung. Der Tagungsort Rothleimmühle gehört nach meinem Wissen auch zum Jugendsozialwerk Nordhausen. Ich hoffe, dass diese Tagung auch einige Finanzen in die Kassen des Jugendsozialwerkes gespült hat und auch mit einer Spende des teilnehmenden Nordhäuser Buchhändlers rechnen kann.
Wolfi65
12.10.2013, 13:41 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Zukunft
12.10.2013, 16:10 Uhr
Christliche Werte?
Theoretisch gut anzuhören, die Umsetzung in der Wirklichkeit fällt schon schwerer. Weil hier trifft Wunschvorstellung auf Realität. Weil heute mehr denn je, materielle Dinge im Vordergrund stehen gepaart mit Neid, Missgunst, Schadenfreude und Gier...
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