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Mo, 10:52 Uhr
07.10.2013

Joachim Wanke kommt nach Nordhausen

Im Rahmen der Vortragsreihe "Nordhäuser Gespräche kommt am Donnerstag (10. Oktober) Dr. Joachim Wanke, Bischof von Erfurt emeritus nach Nordhausen. Eingeladen wird für 18 Uhr in das Audimax der Fachhochschule Nordhausen zu einem Vortrag mit dem Thema stehen "Heute von Gott sprechen - in säkularer Gesellschaft"...


Plakat (Foto: privat) Plakat (Foto: privat) Bischof em. Dr. Wanke gilt als promovierter Neutestamentler und profunder Kenner der biblischen Zeugnisse und ihrer Sprache. Zugleich ist es ihm ein großes Anliegen, das christliche Zeugnis so zeitgemäß zur Sprache zu bringen, dass es von den Menschen gerade auch in der säkularen Prägung der neuen Bundesländer gehört und verstanden werden kann.

Im Anschluss an den Vortrag wird Gelegenheit sein, mit Bischof em. Dr. Wanke ins Gespräch zu kommen, sowohl im Plenum als auch in persönlicher Begegnung bei einem kleinen Imbiss.

Die „Nordhäuser Gespräche sind in gemeinsames Projekt vom Evangelischen Kirchenkreises, der Fachhochschule Nordhausen, des Theaters und dem Buchhaus Rose.
Autor: nnz

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Kommentare
othello
07.10.2013, 16:25 Uhr
Staatliche Missionierung ?
Es ist nur ein Veranstaltungshinweis den kaum jemand beachten wird und hinterfragen wird, schon gar nicht die hier aktiven Kommentatoren, doch diese Veranstaltung ist bezeichnend für die Machtstrukturen in Nordhausen, die Symbiose zwischen Kirche und Stadt.

Schon das Motto dieser Veranstaltung ist eine glatte Irreführung, denn von einer säkularen Gesellschaft und einer säkularen Prägung der neuen Bundesländer ( Ausnahme Brandenburg) nach über 20 Jahren Deutscher Einheit kann nicht mehr die Rede sein. Gerade Thüringen ist weit davon entfernt, als säkular bezeichnet zu werden, wenn wir geradezu von Theologen in politischen Führungspositionen umgeben und beherrscht werden. Diese machen keinen Hehl aus ihrer religiösen Sinndeutung der Welt und ihre Verhaftung am Christentum.

Solche Haltungen stehen den gesellschaftlichen Gegebenheiten des Pluralismus entgegen. Laizistische Bestrebungen werden von diesen schon im Keim erstickt.

Nordhausen ist nur ein Beispiel dafür, wie weit wir von einer Säkularisierung entfernt sind. Die Mehrheit in Nordhausen (auch Thüringen) ist konfessionslos. Beherrscht wurde die Nordhäuser Politik der letzten Jahre aber von Politikern die ihre Religion und ihr Amt nicht voneinander trennen konnten. Angeführt von der religiösen Missionarin Barbara Rinke und religiösen Spitzen der SPD, verflochten mit dem evangelischen Kirchenkreis und dem damit verbundenen organisatorischen Netzwerk, ist es gelungen, die Macht der Kirche und deren Meinungsbeeinflussung über die Medien zu stärken. Auf Beispiele möchte ich verzichten, die kann jeder kritisch denkende Mensch selber nachvollziehen.

Die angekündigte Veranstaltung im Audimax der Nordhäuser Fachhochschule zeigt nur einen Mikrokosmos der von mir beschriebenen angeblichen Säkularisierung und der Gegebenheiten in Nordhausen. Die Veranstaltung „ Nordhäuser Gespräch „ verdient eher den Namen „ Nordhäuser Missionierung „.Eine staatliche Fachhochschule ohne Theologische Fakultät ist Mitveranstalter. Was hat aber Gottes Wort mit Wissenschaft zu tun ? Gott und Wissen schließen sich aus.

Aber nicht an einer Fachhochschule, deren Präsident bekennender Christ ist und vor Jahren im Rahmen einer Bibelwoche den Beweis für die Existenz Gottes gefunden zu haben glaubte. Eine pluralistische Fachhochschule mit vielen Studierenden ohne Glauben oder mit anderem Glauben, sollte sich für eine solche Veranstaltung nicht hergeben.

Das Theater Nordhausen ist Mitveranstalter. Es die Frage erlaubt, wieso ein Theater für die Verbreitung von christlichen Glauben eintritt. Wir sie von der Kirche bezahlt ? Ich denke nicht. Doch auch hier steht nicht das Theater in vorderster Front, sondern deren Förderverein unter Regie von Barbara Rinke. Ein bekannter Buchhändler darf in dieser Riege natürlich nicht fehlen, denn bei ihm steht christlicher Missionierungswille und Geschäftsinteresse im Einklang.

Es lohnt sich, über meinen Kommentar einmal nachzudenken und vor allem die aufzurütteln, die einer weiteren Kirchenmacht entgegen treten wollen.
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