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Di, 09:45 Uhr
01.10.2013

nnz-Forum: Geantwortet

Immer wieder bemängelt Bodo Schwarzberg die Ausschilderung der Wanderwege im Ostharz. Nun hat sich ein aktives Mitglied des Harzklubs Ellrich bei Schwarzberg nach von ihm beobachteten konkreten Mängeln bei der Ausschilderung erkundigt. Und er antwortete...


Sehr geehrtes Mitglied des Harzklubzweigvereins Ellrich,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich schrieb ja bereits in meinem Beitrag im Vorfeld des 9. Harz-Hunderters, dass der Harz-Klub Ellrich zu den Vorreitern einer sehr guten Wegeauschilderung gehört. Allein die Tatsache, dass Sie sich bei mir melden zeigt, dass bei Ihnen wirklich aktiv und mit Herzblut gearbeitet wird. Den von Ihnen verantworteten Bereich betrifft meine Kritik also nicht.

Wegweisend? (Foto: B. Schwarzberg) Wegweisend? (Foto: B. Schwarzberg)

Ich greife einige wenige Beispiele aus dem Harz heraus: Bemängelt (auch von meinen Teilnehmern, die oft von weither kommen) wird für den Ostharz u.a. vielfach Folgendes:
  • a) Wegweiser mit Ortsangaben, aber ohne Angabe der Wegmarkierung (z.B. von Stolberg in Ri Birkenkopf),
  • b) unkontinuierliche Wegmarkierung, d.h. mal hat man eine und dann hört sie plötzlich auf oder es kommen andere Markierungen, die man nicht zuordnen kann (gilt mit Ausnahme des Karstwanderweges und wenigen Gebieten um Neustadt und Ellrich im Südharz verbreitet),
  • c) fehlende Markierung an Abzweigungen (z.B. im Graubachtal unterhalb Breitensteiner Chaussee),
  • d) vollkommen fehlende Markierungen UND Wegweiser (kilometerweit vom Graubachtal in Richtung Hainfeld, Gebiet zwischen Rothesütte und Benneckenstein teilweise...),
  • e) Wegweiser mit konkreten Angaben, wobei letztere aber plötzlich nicht mehr angegeben werden (z.B. mehrfach Ausschilderung "Dreiherrnstein" hinter Stolberg, aber im Bereich zwischen Birkenkopf und Dreiherrenstein fehlt deren Angabe auf den Wegweisern plötzlich),
  • f) für Hauptwanderweg Wernigerode-Zittau (blaues Kreuz) gibt es kaum noch Markierungen, z.T. sind sie noch aus DDR-Zeiten und kaum noch zu sehen, gilt für den ganzen Harz,
  • g) schwer zu sehende Wegweiser: z.B. haben wir uns vor zwei Jahren zweieinhalb Stunden zwischen Königshütte und Trautenstein verlaufen, weil an einer wichtigen Abzweigung (Ri Allerbachtal) ein Wegweiser zwar angebracht, aber in der Wanderrichtung nur dessen Schmalseite schwach zu sehen war. Das hätte beinahe die ganze Wanderung über 147 km nonstop gesprengt,
  • h) Wegmarkierung in zu großen Abständen (gilt fast überall)
  • i) meist komplett fehlende Ausschilderung außerhalb des Gebirges an Feldwegen u.s.w. (bei den Tschechen fast überall vorbildlich),
  • j) Phänomen, dass gute Ausschilderung im Harz oft nur im nahen Umfeld der Touristengebiete und von Gaststätten, k) die Harzer Wandernadeln sind selten ausgeschildert.
Wie gesagt, dies gilt für den Raum Ellrich praktisch nicht. Ich kann hier auch nicht alles aufzählen, weil ich mir natürlich nicht an jeder fehlerhaften Stelle im Gelände eine Notiz mache.Die Ausschilderungsprobleme im Ostharz sind aber im Durchschnitt flächendeckend.

Das Problem ist die wohl zu geringe Kommunikation/Abstimmung der Markierer verschiedener Gebiete untereinander, das Desinteresse der Kommunen und Landkreise (zeigt sich in der Verlagerung der Aufgaben auf die Verbände), die Überalterung der Markierer, Interessen privater Waldbesitzer und die allgemeine Zersplitterung der Interessen im Harz und anderes.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mich selbst versuchen, mit um diese Angelegenheit zu kümmern. Zum Beispiel ließen sich mit Farbe kostengünstig Markierungen an Bäumen anbringen (wie beim Rennsteig "R" schön realisiert). Das kann doch nicht so ein Problem sein im Landkreis?
Bodo Schwarzberg
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Flitzpiepe
01.10.2013, 10:46 Uhr
Da brauch man gar nicht aus Nordhausen raus
um die schlechter werdende Beschilderung von Wanderwegen zu bemerken. Nur ein Beispiel: An einem Birnbaum in der Leimbacher Straße vor dem Netto-Markt befand sich ein Wegweiser in die Windlücke. Mit der sicher notwendigen Fällung der Birnbäume (BTW: immer noch ohne jegliche Nachpflanzung!) verschwand auch dieses Schild auf Nimmerwiedersehen...
Rieke
01.10.2013, 17:42 Uhr
Warum immer nur Kritik
Klar, liegt so manches Wanderwegschild daneben oder fehlt. Wie sie schon sagten, meistens eine Geldfrage. Aber in der Ausschilderung steckt oft viel ehrenamtliche Arbeit mit viel Zeitinvestition. Die Last tragen einzelne Personen. Man kann doch nicht nur kritisieren. Wo bleiben Vorschläge-außer mit Farbe die Bäume zu bemalen. Meinen sie, dass die interessierten Leute aus lieber Langerweile heraus sich um die Schilder kümmern. Jeder hat sein Zeitlimit, wie sie ja auch sagen. Bilden sie doch eine entsprechende Firma, welche sich um diese Angelegenheiten kümmert und geben jedem "Waldläufer" mon. 1000,-€ netto u. Material. Dann klappt es bestimmt besser.
Glaskugel
01.10.2013, 18:21 Uhr
Andere kritisieren ist einfacher als selbst was tun.
Anstatt die vier Schilder mal aufzuheben und mit vier Nägeln wieder festzumachen kritisieren Problemfinder wie dieser Herr lieber tagelang in der Zeitung ehrenamtliche Menschen, die sich in ihrer Freizeit um die Wege kümmern. Fotos von abgerissenen Wanderschildern zu machen und sich darzustellen ist doch viel einfacher als die Schilder wieder anzunageln.
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