Mo, 06:47 Uhr
30.09.2013
Mähen gegen den Gipsabbau
Mehrere Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Nordhausen widmeten sich am vergangenen Sonnabend zum wiederholten Male der Pflege ihres zwischen dem Steinbruch Rüsselsee und dem Naturschutzgebiet Mühlberg gelegenen Grundstücks...
Der BUND erwarb die Fläche vor einigen Jahren, um dem fortschreitenden Gipsabbau aus Richtung Rüsselsee unüberwindbare Grenzen zu setzen. Naturschutzfachlich wertvoll ist der auf dieser Fläche siedelnde Halbtrockenrasen auf Grund des Vorkommens mehrerer, laut Roter Liste Thüringen bedrohter Pflanzenarten.
Um die auf dem Grundstück siedelnden, auf eine extensive, nährstoffentziehende Bewirtschaftung angewiesenen Pflanzengesellschaften zu erhalten, führen Mitglieder der BUND-Kreisgruppe alljährlich eine Mahd mit anschließender Beseitigung des Mähgutes durch, meist an mehreren Wochenenden ab August. Bis auf einen kleinen Restbestand konnte der Halbtrockenrasen am vergangenen Wochenende gemäht werden. Das Mähgut wird in den kommenden Tagen entfernt. Ein Landwirt holt sich das wertvolle, vollkommen pestizid- oder düngerfreie Heu ab, das wir zuvor zusammengeharkt haben.
Die von der BUND-Kreisgruppe bewirtschaftete Fläche (und einige wenige andere gepflegte Flächen) können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass große Teile der Jahrhunderte alten Halbtrockenrasen im Gebiet seit dem Ende der DDR nicht mehr bewirtschaftet werden und der Verbuschung anheimfallen. Hier sind weitere große Anstrengungen nötig, um den damit verbundenen Standortverlusten bedrohter Arten und auch eines Stücks unserer Kultur Einhalt zu gebieten und um amtlichen Verlautbarungen, wie die Thüringer Biodiversitätsstrategie sowie die FFH-Richtlinie der EU endlich verstärkt umzusetzen. Die Fotos zeigen den Zustand der BUND-Fläche vor, während und nach der aktuellen Bewirtschaftung.
Bodo Schwarzberg, BUND-Kreisgruppe Nordhausen
Autor: redDer BUND erwarb die Fläche vor einigen Jahren, um dem fortschreitenden Gipsabbau aus Richtung Rüsselsee unüberwindbare Grenzen zu setzen. Naturschutzfachlich wertvoll ist der auf dieser Fläche siedelnde Halbtrockenrasen auf Grund des Vorkommens mehrerer, laut Roter Liste Thüringen bedrohter Pflanzenarten.
Um die auf dem Grundstück siedelnden, auf eine extensive, nährstoffentziehende Bewirtschaftung angewiesenen Pflanzengesellschaften zu erhalten, führen Mitglieder der BUND-Kreisgruppe alljährlich eine Mahd mit anschließender Beseitigung des Mähgutes durch, meist an mehreren Wochenenden ab August. Bis auf einen kleinen Restbestand konnte der Halbtrockenrasen am vergangenen Wochenende gemäht werden. Das Mähgut wird in den kommenden Tagen entfernt. Ein Landwirt holt sich das wertvolle, vollkommen pestizid- oder düngerfreie Heu ab, das wir zuvor zusammengeharkt haben.
Die von der BUND-Kreisgruppe bewirtschaftete Fläche (und einige wenige andere gepflegte Flächen) können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass große Teile der Jahrhunderte alten Halbtrockenrasen im Gebiet seit dem Ende der DDR nicht mehr bewirtschaftet werden und der Verbuschung anheimfallen. Hier sind weitere große Anstrengungen nötig, um den damit verbundenen Standortverlusten bedrohter Arten und auch eines Stücks unserer Kultur Einhalt zu gebieten und um amtlichen Verlautbarungen, wie die Thüringer Biodiversitätsstrategie sowie die FFH-Richtlinie der EU endlich verstärkt umzusetzen. Die Fotos zeigen den Zustand der BUND-Fläche vor, während und nach der aktuellen Bewirtschaftung.
Bodo Schwarzberg, BUND-Kreisgruppe Nordhausen










