So, 17:50 Uhr
29.09.2013
Welch ein Gewimmel auf der Burg
Der Himmel war wie gewaschen. Die Sonne warf ihre wärmenden Strahlen auf die alte Burg. Der Herbst bestieg schon die Leiter und beginnt sein buntes Werk. Das Auge lachte, wenn es von der Höhe des Berges den Blick schweifen ließ über eine grandiose Landschaft. Landesjagdverband und Kreisjägerschaft hätten keinen besseren Ort für das Thüringer Jagdhornbläsertreffen als die Burgruine Hohnstein bei Neustadt wählen können. Kurt Frank war für die nnz vor Ort.
Die Besucher kamen. In Scharen. Von einer kleinen Völkerwanderung war die Rede. Die mit dem Pkw anreisten, hatten heute Vormittag schon kurz nach 10 Uhr ihre liebe Not, noch einen Parkplatz beim Freibad zu finden. Jede Nische war belegt. Wer noch gut auf den Beinen war, bewältigte die Strecke zur Burg auf Schusters Rappen, ansonsten klappe der Bustransfer tadellos.
Die eindrucksvolle Kulisse und der enorme Besucherandrang ließen das Herz von Thomas Franke vor Freude hüpfen. Der Mann aus Ottmannshausen ist Weltmeister im Jagdhornblasen und Thüringer Landesobmann in dieser Disziplin (im Bild rechts mit Zwillingsbruder Jürgen). Auch Christian Büchting, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Nordhausen, stand die Freude im Gesicht. 70 Jagdhornbläser - nach Frankes Meinung hätten es noch mehr sein können - aus dem Freistaat waren angereist und traten in zehn Gruppen an. Unter ihnen die aus dem Revier Birkenmoor und aus Wolkramshausen. Was sie ihren Instrumenten entlockten, waren keine Jagd-und Leitsignale, wie bei einer Jagd üblich, klärte Landesobmann Franke im Gespräch mit der nnz auf. Zu hören war das musikalische Drum und Dran einer Jagd. Es erklangen unter anderem bekannte Weidmannslieder wie das aus der Feder von Gottfried Benjamin Hancke Auf, auf zum fröhlichen Jagen. Bereits 1695 in Schlesien geboren, machte ihn das Lied bis heute in der Jägerschaft unsterblich.
Wer vom Hörnerklang die Ohren voll hatte, konnte sich dem Stand des Tierpräparators Töns Köbe widmen. Er kommt aus Breitungen im Anhaltinischen. Ein Profi in der Tierpräparation. Im Bild präsentiert er sich mit seiner Tochter vor einem Keiler. Köbe hatte noch Präparate von einem Mufflon-Widder (Bild), Waschbären, Marderhund, Steinmarder, Gams und Iltis im Angebot. Naturecht, dokumentierten sie ausnahmslos seine große Kunst.
Wenige Schritte weiter hatten sich die Falkner postiert. Mit Habicht, Gerfalken, Wüstenbussard. Letzterer ist hierzulande nicht heimisch. Seine Heimat sind die Wüstengebiete in Mexiko oder Nordamerika. Reinhold Körner aus Nordhausen jagt mit ihm vorwiegend Kaninchen. Rainer Model aus Ellrich bevorzugt einen Habicht. Der greift alles, was er mit seinen Fängen packen und überwältigen kann: Stockenten, Elstern, Krähen, Tauben, auch Hasen.
Nicole Kaempffe ist ein geschicktes Mädchen. Mit anderen Kindern bastelte die Zehnjährige aus Niedersachswerfen Nisthilfen für Singvögel (unser Bild). Ihre Mama Carola, eine Jägerin, die auch das Jagdhorn vorbildlich bläst, freut sich über die Naturverbundenheit ihrer Tochter. Bleiben noch die Jagdhunde. Für den Weidmann sind sie unentbehrlich. In verschiedenen Größen und Rassen waren sie zu sehen.
Wer noch höher hinauf wollte, bestieg die Aussichtsplattform der Burg (unser Bild), was den Blick in das Land noch weitete. Nach all dem Auf und Ab, Hin und Her konnte sich stärken, wer Hunger oder Durst verspürte. Mit einer Gulaschsuppe für fünf Euro oder einem Bier im Freien. Wer mehr wollte, suchte die Burggaststätte auf.
Solch ein Gewimmel erleben der Berg und seine Burgruine nicht allzu oft. Wer den heutigen Tag nicht für einen Besuch des Jagdhornbläsertreffens nutzte, hat was Nachhaltiges versäumt.
Kurt Frank
Autor: redDie Besucher kamen. In Scharen. Von einer kleinen Völkerwanderung war die Rede. Die mit dem Pkw anreisten, hatten heute Vormittag schon kurz nach 10 Uhr ihre liebe Not, noch einen Parkplatz beim Freibad zu finden. Jede Nische war belegt. Wer noch gut auf den Beinen war, bewältigte die Strecke zur Burg auf Schusters Rappen, ansonsten klappe der Bustransfer tadellos.
Die eindrucksvolle Kulisse und der enorme Besucherandrang ließen das Herz von Thomas Franke vor Freude hüpfen. Der Mann aus Ottmannshausen ist Weltmeister im Jagdhornblasen und Thüringer Landesobmann in dieser Disziplin (im Bild rechts mit Zwillingsbruder Jürgen). Auch Christian Büchting, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Nordhausen, stand die Freude im Gesicht. 70 Jagdhornbläser - nach Frankes Meinung hätten es noch mehr sein können - aus dem Freistaat waren angereist und traten in zehn Gruppen an. Unter ihnen die aus dem Revier Birkenmoor und aus Wolkramshausen. Was sie ihren Instrumenten entlockten, waren keine Jagd-und Leitsignale, wie bei einer Jagd üblich, klärte Landesobmann Franke im Gespräch mit der nnz auf. Zu hören war das musikalische Drum und Dran einer Jagd. Es erklangen unter anderem bekannte Weidmannslieder wie das aus der Feder von Gottfried Benjamin Hancke Auf, auf zum fröhlichen Jagen. Bereits 1695 in Schlesien geboren, machte ihn das Lied bis heute in der Jägerschaft unsterblich.
Wer vom Hörnerklang die Ohren voll hatte, konnte sich dem Stand des Tierpräparators Töns Köbe widmen. Er kommt aus Breitungen im Anhaltinischen. Ein Profi in der Tierpräparation. Im Bild präsentiert er sich mit seiner Tochter vor einem Keiler. Köbe hatte noch Präparate von einem Mufflon-Widder (Bild), Waschbären, Marderhund, Steinmarder, Gams und Iltis im Angebot. Naturecht, dokumentierten sie ausnahmslos seine große Kunst.
Wenige Schritte weiter hatten sich die Falkner postiert. Mit Habicht, Gerfalken, Wüstenbussard. Letzterer ist hierzulande nicht heimisch. Seine Heimat sind die Wüstengebiete in Mexiko oder Nordamerika. Reinhold Körner aus Nordhausen jagt mit ihm vorwiegend Kaninchen. Rainer Model aus Ellrich bevorzugt einen Habicht. Der greift alles, was er mit seinen Fängen packen und überwältigen kann: Stockenten, Elstern, Krähen, Tauben, auch Hasen.
Nicole Kaempffe ist ein geschicktes Mädchen. Mit anderen Kindern bastelte die Zehnjährige aus Niedersachswerfen Nisthilfen für Singvögel (unser Bild). Ihre Mama Carola, eine Jägerin, die auch das Jagdhorn vorbildlich bläst, freut sich über die Naturverbundenheit ihrer Tochter. Bleiben noch die Jagdhunde. Für den Weidmann sind sie unentbehrlich. In verschiedenen Größen und Rassen waren sie zu sehen.
Wer noch höher hinauf wollte, bestieg die Aussichtsplattform der Burg (unser Bild), was den Blick in das Land noch weitete. Nach all dem Auf und Ab, Hin und Her konnte sich stärken, wer Hunger oder Durst verspürte. Mit einer Gulaschsuppe für fünf Euro oder einem Bier im Freien. Wer mehr wollte, suchte die Burggaststätte auf.
Solch ein Gewimmel erleben der Berg und seine Burgruine nicht allzu oft. Wer den heutigen Tag nicht für einen Besuch des Jagdhornbläsertreffens nutzte, hat was Nachhaltiges versäumt.
Kurt Frank








