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Mo, 10:34 Uhr
26.04.2004

Biokraftstoffe fördern

Nordhausen (nnz). Auch wenn sich die Autohersteller noch immer etwas schwer tun: das Zeitalter der Biokraftstoffe hat längst begonnen. In ihrer Nutzung liegt ein großes Potenzial für eine klimaschonende, zukunftsfähige Mobilität. Dazu Anmerkungen von Landtagsabgeordneten Egon Primas (CDU).


Die heute am meisten verbreiteten Biokraftstoffe sind Biodiesel und Ethanol. Das Problem ist, dass für die Herstellung von Biodiesel nur die Früchte der Pflanze für die Ölgewinnung verwendet werden können und dadurch die Ausbeute sehr gering ist. Vielversprechender sind da synthetische Diesel, Biomass-To-Liquid (BTL - Kraftstoffe), da zu deren Herstellung alle Arten von Biomasse oder organischen Reststoffen als Ausgangsstoff genutzt werden können.

Der Thüringer Bauernverband begrüßt dieses Zukunftsthema und sieht große Chancen für die Thüringer Land- und Forstwirtschaft durch die Produktion und Verwendung von synthetischem Diesel aus land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen. Gerade für Landwirte ist es wichtig bei der Bioenergieerzeugung, Stilllegungsflächen produktiv zu nutzen und damit Arbeit sowie Wertschöpfung im ländlichen Raum zu erhalten. „Sechs Prozent des Dieselverbrauchs in der EU könnten bereits jetzt mit aus Biomasse hergestelltem Kraftstoff gedeckt werden“, so in einem Aprilartikel von „Die Welt“.

Aus landwirtschaftlicher Sicht ist es wichtig, dass vorhandene Technik und Technologien anwendbar sind, sowie die Wiedereingliederung der zeitweilig genutzten Flächen problemlos erfolgen kann. Großes Anliegen, gerade Forschungsprojekte in diesen Bereichen zu fördern, ist es mir als Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Fachbeirats Nachwachsende Rohstoffe. Erste Gespräche mit geeigneten Firmen fanden bereits statt.

Daimler Chrysler und Volkswagen kooperieren mit der Firma Choren in Freiberg/Sachsen, die erstes BTL produziert und die Vorteile dieses sauberen BTL Diesels erprobt. Der Kraftstoff enthält keinen Schwefel, keine Aromaten, ist geruchlos und direkt in vorhandenen Fahrzeugen einsetzbar. Nicht nur die Versorgungssicherheit wird durch biogene Treibstoffe erhöht, sie tragen auch kein neues, fossiles Kohlendioxid in die Atmosphäre. Synthetischer Diesel hätte für die Mineralöl- und Autoindustrie mehrere Vorteile. Der neue Kraftstoff wird von der Mineralölindustrie in den eigenen Raffinerien hergestellt und dem herkömmlichen Diesel einfach beigemischt. Bisherige Probleme mit Biodiesel-Qualitätsschwankungen und undichten Einspritzpumpen wären somit gelöst. Durch mehr Bioenergie werden fossile Rohstoffe geschont und zahlreiche positive Auswirkungen auf die Umwelt befördert.
Egon Primas
Autor: nnz

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