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Fr, 06:59 Uhr
20.09.2013

In Nordhäuser Labyrinth (2)

Die Stadt hat eine neue Attraktion! Verkehrsteilnehmer aus nah und fern können sich seit gestern am Neuen Nordhäuser Labyrinth zwischen Blasiikirche, Dom und Rathaus erfreuen! Navi aus, Entdeckergeist an! Die nnz mit einem kleinen Leitfaden für Verirrte und Verlorene...


Der erste Blick mag täuschen. Die sonst so komfortabel gelegenen und mannigfaltig vorhandenen Parkplätze des Rathausviertels sind nicht gänzlich verschwunden. Nach wie vor können Sie sich einen Standplatz rund um die Post erkämpfen oder auf den Königshof ausweichen. Der Parkplatz am Tabakspeicher hingegen ist weniger empfehlenswert. Die zwei vorderen Plätze sind gesperrt. Das hier trotzdem Fahrzeuge stehen sollten Sie geflissentlich ignorieren, denn diese gehören (wahrscheinlich) zu den diversen Baustellen dieses beschaulichen Viertels. Die hinterste der drei Parkmöglichkeiten ist ebenso wenig zu empfehlen. Dieser wird beständig von der indigenen Bevölkerung belegt, die der widersinnigen Meinung ist, ein Anwohnerparkausweis impliziere auch im Labyrinth einen Parkplatz nahe dem eigenen Wohnort zu finden.

Sollten Sie dennoch diese Variante wählen, kann nicht garantiert werden, dass Sie den gewählten Parkplatz auch Zeitnah wieder verlassen können. Den just vor der Einfahrt findet sich eine besondere Attraktion des Labyrinths. Die Ewige Ampel der Hoffnungslosigkeit. Kolonnen von Ahnungslosen Autofahrern verharren immer wieder vor der „bedarfsgesteuerten Wechsellichtanlage“. Das grüne Licht ersehnend reiht sich PKW an PKW, nicht ahnend, dass diese Ampel ihrer nicht Bedarf um das Licht zu wechseln. Nur für LKW, so munkelt man, lässt die Ampel das Grün der Hoffnung erstrahlen.

Ein kryptischer Hinweis, angebracht an der Lichtanlage selbst, lässt einen solchen Schluss mit ein wenig kreativem Denken auch zu. Doch verwirrt dieser auch mit dem Versprechen, die Ampel schalte alle zehn Minuten um. Und so warten die unwissenden geduldig. Zu beobachten ist dieses Phänomen vor allem in den frühen Morgenstunden und dem späten Nachmittag, es kann aber auch plötzlich und unerwartet auftreten, wenn sich größere Gruppen in das Labyrinth gewagt haben.

Wehe dem, der in einer solchen Situation eiligst den Parkplatz verlassen will! Er muss auf den Geist des Rebellen hoffen, der vielleicht in einem der wartenden Fahrzeugführer schlummert und es wagt, die Straßenverkehrsordnung zu missachten. Oder aber auf die Barmherzigkeit der Anwohner, die immer wieder dabei beobachtet werden können, wie sie den Gefangenen der Ewigen Ampel den rechten Weg weisen.

Wenn Sie ihrem Glück vertrauen, gibt es für Sie noch eine weitere Möglichkeit, ihr Fahrzeug abzustellen. Der Blasiikirchplatz bietet (noch) zeitlich befristete Stellplätze. Doch auch hier werden bald die Bagger rollen.
Ein Anwohner

Im dritten Teil unserer Reihe verraten wir Ihnen, wie Sie dem Labyrinth entkommen können
Autor: red

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Kommentare
Retupmoc
20.09.2013, 09:28 Uhr
Verrat
Wir müssen nicht auf Teil 3 warten. Die Lösung ist ganz einfach - wer dort nicht dummerweise wohnt - die Innenstadt einfach meiden. Und das dann auch wenn die beiden Großklotze fertig sind.
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