Kommentare
Dora75
18.09.2013, 10:32 Uhr
Drücken euch die Daumen
Wir drücken euch die Daumen. Last euch nichts gefallen. Die Packen sich die Taschen voll und die Leute die die Arbeit machen sollen auf alles verzichten.
ehemalige
18.09.2013, 10:55 Uhr
um welchen preis....
die patienten liegen in ihren zimmern und werden weder versorgt, noch untersucht. eine selbst geregelte notdienstvereinbarung hat wohl seinen preis....
undCO
18.09.2013, 13:05 Uhr
Woher die Info???
ehemalige | um welchen preis....
Handelt es sich bei "ehemalige" um einen Informanten aus dem SHK , oder woher kommt dieser geschriebene Unfug??
ehemalige
18.09.2013, 13:23 Uhr
undco
ein angehöriger von mir liegt im SHK daher die info.ich bin weder ein informant des shk noch ein mitarbeiter oder sonstiges. mein kommentar ist in keinster weise unfug und kein spass, sondern ernst. ich finde es nicht korrekt das die behandlung von patienten der preis ist. schließlich sollte die versorgung im vordergrund stehen.
Harzer_Wolf
18.09.2013, 14:48 Uhr
Im Dienste des Patienten ?
Wenn das so ist mit der Notfallversorgung hat meine Solidarität seine Grenzen. Unabhängig davon habe ich vor einigen Wochen dort oben erlebt, wie "gut" dort bei einem Angehörigen gearbeitet wurde.
ehemalige
18.09.2013, 15:19 Uhr
eben...
ich verstehe die Mitarbeiter voll und ganz und sicher sollen sie nun endlich gerechte Bezahlung erhalten und auch dafür kämpfen. Dennoch sollte jeder einzelne dafür Sorge tragen, das seine Arbeit, wenn er abwesend ist, verrichtet wird. Gerade im Gesundheitswesen ist alles andere inaktzeptabel.
arixtra
18.09.2013, 16:08 Uhr
@ehemalige
für die organisation der notfallversorgung wäre der geschäftsführer verantwortlich gewesen, der dieser aufgabe nicht nachgekommen ist. vielleicht hätte er das besser organisieren können.
aber der begriff notfallversorgung beinhaltet nunmal auch, dass in diesen 8,5 bestreikten stunden nur notfälle behandelt werden.
glücklicherweise gab es heute von genügend patienten zuspruch und applaus für diese aktion, so dass man sich von einem einzigen nicht die laune verderben lassen muss.
Nörgler
18.09.2013, 16:14 Uhr
Langfristig sehen
Langfristig gesehen, sollten moderate Abschlüsse angestrebt werden. Irgendwann einmal (weniger Patienten, weniger Geld vom Land, gar kein Geld von den beiden Gesellschaftern) geht dem Klinikum die Luft aus. Dann bleibt die Privatisierung. Aber vielleicht ist das ja das Ziel?
Retupmoc
18.09.2013, 17:04 Uhr
Gute Laune?
Echt arixtra - die ganzen Patienten haben gute Laune wenn Sie einen Tag länger im Bett liegen, weil die Behandlung wegen des Streikes verschoben wurde? Bestimmt haben die auch gute Laune weil Sie auf dem Zimmer nun wenn keiner kommt ne Prise Marihuana rauchen können. Sorry Freunde der Sonne - Streik ja - aber nicht auf dem Rücken von Patienten. Abgesehen davon, das einige vom SHK - Personal - ich betone einige - ihr Geld nicht zur Hälfte wert sind.
arixtra
18.09.2013, 19:15 Uhr
@retupmoc
ich meinte nicht die laune der patienten..
Nachfrager
18.09.2013, 19:28 Uhr
so jetzt mal ein paar Worte von mir
Also es wird nix auf dem Rücken der Patienten ausgetragen weil:
1. Alle Abteilungen waren geöffnet und haben auch gearbeitet ( Besetzung wie am Wochenende und in manchen sogar besser )
2. @ Retupmoc kommen Sie und machen Sie es besser ( Ebene 3 im Verbinder zwischen Bettenhaus 1 und dem Funktionsgebäude ist die Pflegedienstleitung da können Sie die Bewerbung abgeben oder in der Personalabteilung )
3. Notdienstorganisation ist eine Aufgabe der Geschäftsführung und nicht der Gewerkschaft, wir haben mehrfach Versucht das Vertraglich zu Regel und die Geschäftsführung ist nicht darauf eingegangen und jetzt Fragen ich alle:
Wenn Sie das jetzt wissen wem sind jetzt die Patienten egal der Geschäftsführung oder den Mitarbeitern ( die alles Organisiert haben ).
4. Wir haben sogar Personal vom Streik abgezogen als es hieß in bestimmten Abteilung ist zu wenig Personal oder der Engpass ist zu groß!
5. @ Nörgler also wir Renovieren ja mal wieder ein Gebäude auf dem Gelände des SHK aus EIGENMITTEL und das sind die Gehälter der Mitarbeiter und jetzt frage ich Sie warum soll ein altes Gebäude was zu Zeit leer steht ( also auch nicht genutzt wird ) Renoviert werden und ich soll weiter auf 25 % Lohn verzichten.
6. @ ehemalige: Die Patienten wurden zu jeder Zeit versorg ( siehe oben ) und für die Untersuchung sind die Ärzte zuständig und nicht die Pflege oder die Kollegen aus der Wäscherei, HBD, Küche,.... und wem die Ärzte Ihren Job nicht machen, dafür können wir nichts weil die sind im Marburger Bund organisier!
Ein Mitarbeiter des Südharz Klinikum Nordhausen
arixtra
18.09.2013, 19:45 Uhr
@retupmoc
ich meinte nicht die laune der patienten..
Norbert
18.09.2013, 22:42 Uhr
Die Frage ist doch
wie soll sonst ein Streik gemacht werden, der Meinung der Kontrasprecher entnehme ich folgendes:
Am Besten ohne, dass es Patienten bemerken, ohne dass die Arbeit niedergelegt wird, ohne dass die Öffentlichkeit etwas mitbekommt, ohne dass mehr Geld gezahlt wird (natürlich nur für die ver.di Mitglieder, denn die Mitglieder des Marburger Bundes bekommen ihre Lohnerhöhungen ja auf Fingerschnipsen), ohne jeglichen Lärm, ohne jegliche Plakate, ohne Personalabzug, am besten alles so wie immer...
KLASSE, so wird sich sicher etwas ändern und Herr Hage und Dr. Brucke werden sich dafür interessieren...
und ob das Haus in ein paar Jahren noch steht, wenn wir auf unsere verdiente Lohnerhöhung verzichten können sie mir Herr Nörgler (übrigens komischer Name) sicher garantieren.
Motte83
18.09.2013, 23:22 Uhr
Was ist die Messlatte?
Unbenommen sind und waren Arbeitskämpfe für die Entwicklung der Gehälter wichtig. Daher möchte ich die Tatsache des Streiks an sich auch gar nicht kommentieren.
Allerdings möchte ich ein paar Worte zur Verhältnismäßigkeit und der zugrunde gelegten Messlatte loswerden.
Wichtig sei eine Annäherung an den TVÖD, sagt die Gewerkschaft. Das mag sein, aber ist das der richtige Näherungswert?
Der TVÖD wird zwischen den Gewerkschaften und dem kommunalen Arbeitgeberverband ausgehandelt. So werden Tarifverträge auch richtigerweise geschlossen. ABER: Die Arbeitgebervertreter im KAGV sind öffentlich Bedienstete (Bürgermeister, Landräte etc.). Und wonach richtet sich deren Besoldung? Richtig: nach dem TVÖD!
Dieser Tarifvertrag ist einer der wenigen, dessen Grundlage ich allein deshalb ablehne. Hier verhandelt die Gewerkschaft mit Nutznießern.
Dann spielt auch immer die Begrenzung der Mittel eine Rolle. Die SHK-Geschäftsleitung will das Haus sicher nicht in ein Defizit führen und darf das im Sinne der Verantwortung um die Arbeitsplätze auch nicht. Im TVÖD können Abschlüsse nie zur Insolvenz führen, denn die Arbeitgeber sind Kommunen. Die machen dann einfach Schulden. Wer zahlt die dann? Ach ja, ICH später auch meine Kinder.
Der TVÖD ist also kein wirklicher Tarifvertrag auf Augenhöhe, sondern für die Gewerkschaften ein Goldschatz ohne Boden. Der Bewacher dieses Schatzes lässt sich über seinen eigenen Anteil an der Tariferhöhung bezahlen. Für mich ist jeglicher Abschluss des TVÖD, der auf höhere kommunale Verschuldung baut seitens des Arbeitgeberverbandes eine Form der Veruntreuung. Und zwar mitunter meiner Gelder!
Also mein Fazit: Arbeitskampf muss sein, Gehaltsentwicklung auch, Mindestlohn ebenfalls. Aber es muss auf Augenhöhe geschehen. Preise steigen und in diesem Maße sollten mindestens auch Gehälter steigen. Aber bei 2-3% Preissteigerung können Gehälter nicht 12% steigen. Und wenn das Klinikum ein Defizit erwirtschaftet, müssen Stadt und Landkreis dieses ausgleichen. Also wir. Jeder einzelne Bürger!
Und damit bin ich jetzt sozusagen als Bürger selbst Arbeitgeber und gebe als solcher folgendes Statement ab. Das Klinikum soll Arbeitsplätze sichern und dauerhaft erhalten und sich wirtschaftlich selbst tragen. Gewinne sollen in den Personalhaushalt fließen. Eine Beteiligung an den Löhnen durch Kommunale Ausgleichszahlung und damit Schulden, bzw. Kürzung anderer sozialer Leistungen von Stadt und Landkreis sind abzulehnen.
PS: Die Gewerkschaft wird prozentual vom Gehalt der Mitglieder finanziert. Sie unterhält eine eigene Infrastruktur mit Angestellten, Immobilien, Fahrzeugen etc. Also hat die Gewerkschaft nicht nur das Interesse der Mitarbeiter, sondern naturgemäß auch ihre eigenen im Sinn. Eigentlich kann eine Gewerkschaft nur ehrenamtlich als Zusammenschluss Betroffener Arbeitnehmer funktionieren.
Deshalb hoffe ich, dass Herr Hage meine Interessen als "Bürger-Arbeitgeber" würdig vertritt und dabei dennoch soziale Aspekte berücksichtigt. Ein Tarifabschluss auf Augenhöhe eben. Ich denke, ein solches Angebot wurde schon unterbreitet.
Retupmoc
19.09.2013, 07:42 Uhr
Die Frage ist vielleicht auch ...
...wie sieht es denn aus, wenn die Angestellten durch die Stadt ziehen, die gerade frei haben? Da kann man Forderungen bestimmt auch auch Nachdruck verleihen. Allerdings sollten einige Angestellte aufpassen, das sie , wenn eine Überprüfung kommt, nicht weniger verdienen. Wenn ein Patient ein Hämatom am linken Arm hat und auf dem Patientenbogen steht dann, das dies auf dem rechten Arm ist - dann ist das nicht mal den Mindestlohn wert. Oder?
ganzklar
19.09.2013, 08:49 Uhr
Meinungen????
Ich muss mich jetzt auch einmal zu Wort melden.. Um es vorweg zu nehmen..ich bin Krankenpfleger im SHK..
Ich arbeite nun schon viele Jahre im SHK und gehe trotz stetig steigender Arbeitsbelastung und im Vergleich mit anderen Kliniken niedrigem Lohn immer noch gern auf Arbeit!! Aber ich kann es nicht mehr akzeptieren das eine kleine aber natürlich auch wichtige Berufsgruppe nämlich die Ärzte regelmäßig tarifliche teils über tarifliche Steigerungen erhalten während der Rest immer hinten runter gefallen ist..
@Logix sie haben sehr schön und ausführlich geschrieben...aber ich vermisse solche Kommentare wenn in den Medien berichtet wird das der Marburger Bund,welcher als Gewerkschaft der Ärzte fungiert und auch dieses Jahr wieder im SHK verhandelt traumhafte Tarifabschlüsse erzielt..
Wo ist da die Messlatte???
Liegt ihre gefragte Messlatte in dem Bereich das einfach nur bestimmte Berufsgruppen tarifliche Anpassung bzw übertariflich bezahlt werden...sie sagen sind Bürger unserer Stadt und machen sich sorgen das eine Schieflage entsteht...die ist schon lange da...und das liegt nicht an den momentanen Tarifverhandlungen zwischen dem Klinikum und Verdi..
Sie fordern Herr Hage sol im Interesse der "Bürger"verhandeln..ich bin auch Bürger dieser Stadt und ich fordere es sollen faire Verhandlungen sein und das für alle,nach Jahren des lohnverzichtes,endlich ein ordentlich plus dasteht.!!
Und bei so manchen Kommentarschreibern muss ich mich echt wundern(und das ist gerade sehr nett ausgedrückt).
Am gestrigen Warnstreiktag wurde durch uns als Pflegekräfte und verdi eine Versorgung der Patienten sichergestellt..Notversorgung im Sinne einer Wochenendversorgung...wenn jetzt jemand behauptet es wurde fahrlässig gehandelt, dann muss jeder Wochenenddienst in Frage gestellt werden.!!!!
@ehemalige
Sie haben geschrieben ....jeder sollte bei Abwesenheit dafür dafür sorge tragen das seine Arbeit verrichtet wird......häää wie soll ich dafür sorgen das wenn ich nicht auf Arbeit bin"meine"Arbeit verrichtet wird..muss ich mich jetzt auch an meinen wenigen freien tagen bzw wenn ich im Urlaub habe darum kümmern das die Arbeit verrichtet wird...Entschuldigung aber das war kein heller Moment...es bezog sich auf die Versorgung am Streiktag----Wochenenbesetzung war gewährleistet.
Jetzt aus meiner Sicht noch so ein paar Kritikpunkte:
Mein empfinden war das oft sehr einseitig und überwiegend pro Geschäftsführung berichtet wurde und wie unverschämt die Forderung von verdi ist....ich erwarte eine faire und neutrale Berichterstattung.
In diesem Sinne allen einen schonen Tag
MFG
ehemalige
19.09.2013, 09:10 Uhr
@ norbert
ich arbeite selbst im gesundheitswesen und auch bei uns wird gestreikt und auch bei uns werden notdienstvereinbarungen getroffen und ziel eines jeden mitarbeiter in dieser sparte sollte in erster linie die gesundheit und das wohl der patienten sein (sonst hätte er den falschen job. ein streik in dieser sparte sollte so organisiert und geplant sein, das die patientenversorgung hiervon nach möglichkeit nicht beeinträchtigt wird.
Norbert
19.09.2013, 10:15 Uhr
@ehemalige
Vielleicht arbeiten sie in einem besserem Land als dem unseren, ich arbeite der zeit auf einer Station auf der selbst ohne Streik das Wohl gefährdet ist. Da wir teilweise unterbesetzt und überbelegt sind, kann man vom "WOLLEN" nicht sprechen, vielmehr vom "MÜSSEN". Selbstverständlich ist das höchste Gut im Job der Patient. Nicht umsonst sollte jedoch auch das Verantwortungsbewusstsein sein, wenn ich nur knapp 50 EUR mehr als ein Verkäufer erhalte, wo wird dann die Verantwortung anerkannt, geschweige denn die physischen und psychischen Belastungen die ein solcher Job mit sich bringt!?!
alof
19.09.2013, 10:30 Uhr
Richtiger Weg in die Privatisierung wenn ihr so weiter macht
An alle Streiker:
Wenn ich hier eure Kommentare lese,kann man nur schmunzeln.
Überlegt mal eure Forderungen 20 % oder 28 % , habt ihr mal nachgedacht, dass das Haus euch dann bald nicht mehr tragen kann? Helios/Fresenius wird sich freuen.
Ich selber arbeite im privaten Haus, noch Rhön Klinikum. Wenn wir solche Forderungen stellen würden wäre dies vielleicht berechtigt, aber ihr? Ihr bekommt 12 % angeboten und Zusatzzahlungen und wollt weiter streiken? Gratulation, bin froh dass ihr in der Branche arbeitet und nicht in der Wirtschaft. Denn dann können wir uns auf die gleiche Treppe wie Griechenland stellen.
Schiebt nicht alles auf die Geschäftsleitung. Ohne Wirtschaftskenntnisse würdet ihr keine Gewinne machen. Keine Gewinne heisst zeitgleich dass die privaten Träger sich die Hände reiben. Denn dies wäre ein großer Schritt in die Privatisierung. Außerdem wo bekommt denn so viel Sonderzahlungen? Im privaten Haus sicher nicht.
Alle die hier sich hinstellen und ein paar Schilder hochhalten, sollte sich im klaren sein, dass sie mit dieser Aktion und der Utopie an Gehaltsvorstellung die Arbeitsplätze aller aufs Spiel setzt. Denn denkt immer dran, dass Motto der Privaten heisst "Mehr Patienten mit weniger Personal"
Achso und eine kompetente Geschäftsleitung die aus dem Nordhäuser Krankenhaus, das heraus geholt hat , sollte nicht vor den Pranger gestellt werden.
Überlegt mal was ihr hiermit erreichen wollt zu welchen Preis. Daumen hoch , für diese Utopie.
Wer das hier nicht versteht, sollte sich einfach mal bei Helios bewerben oder Rhön und dann mal schauen ob ihr sowas immer noch durchziehen würdet.
Nachfrager
19.09.2013, 10:50 Uhr
Haustarif
@Logix :
Das Krankenhaus hat seit der Wende keine Gelder vom Landkreis oder Stadt Nordhausen gebraucht damit zum Schluss des Jahres kein Minus auf dem Kontoauszug steht! So nochmal was zu ihrer Preissteigerung von 2-3% pro Jahr und dann keine 12 % Lohnsteigerung. Also die letzte Lohnsteigerung im SHK gab es 2009 also vor 4 Jahren jetzt soll der TV bis Ende 2014 laufen. Um nur die von Ihnen erwähnten Preissteigerung abzufangen müsste man schon 10-15 % Lohnsteigerung haben.
So und jetzt noch was zu den 10% die uns Herr Hage und Herr Dr. Brucke geben möchten, mehr ist es nicht ( den 2 % Steigerung kommt durch die Überleitung zum TVöD und die bekommt nicht jeder Mitarbeiter mit 2% manche bekommen nix oder nur 1 Cent ): Wie schon oft gesagt 10% - 4,5 % Gewinnbeteiligung macht also 5,5 % von den Rechne man nochmal die Jährlichen Preissteigerung ab 2-3 % ab und das für 2 Jahre Laufzeit macht also entweder 1,5 % Gewinn oder 0,5 % Verlust je nachdem wie die Preise steigen und das ist eindeutig zu wenig .
@ ganzklar:
Bürgermeister und Landräte werden nicht nach TVöD bezahlt sondern nach der Besoldungsordnung der jeweiligen Bundesländer und das ist Beamten Recht!!! Der TVöD ist für alle Angestellten die im öffentlichen Dienst arbeiten und nicht Verbeamtet sind.
Das Südharz Klinikum ist ein kommunales Krankenhaus also müsste auch hier der TVöD gezahlt werden (aber Herr Pille ist ja aus dem Verband der kommunalen Arbeiter ausgetreten und seitdem haben wir einen Haustarifvertrag!).
Nachfrager
19.09.2013, 11:35 Uhr
@ alof
Wir verzichten auf alles und bekommen keine Zusatzzahlungen mehr !!! Wenn wir einen neuen TV abschließen Informieren Sie sich richtig!
Nachfrager
19.09.2013, 11:40 Uhr
Ein paar Zahlen !!
Bei den Ärzten ging auch eine Steigerung der Gehälter von fast 15% und 15% von 4500€ ist deutlich mehr als 10 % von 1200 € !!!
ganzklar
19.09.2013, 12:10 Uhr
@alof und Nachfrager
@alof
Sie arbeiten auch in diesem Bereich??? Als was wenn man fragen darf...sollte es auch nur annähernd die Pflege betreffen dann verstehe ich sie gar nicht..das wurde für mich bedeuten sie erhalten schon Tariflohn oder annähernd und wissen um die Arbeitsbelastung in Krankenhäusern ob kommunal oder privat...um so mehr sollten sie dann verstehen warum die Menschen jetzt auf der Straße sind...ich denke ein jeder von uns weis auch was unser Geschäftsführer leisten muss..aber wenn wir das wirtschaftliche vertiefen wollen müssen wir sofort die Politik miteinbeziehen damit es auch nur annähernd rund wird.Und warum glauben sie, sie dürften solche Forderungen stellen und wir hier nicht??? haben sie mehr Arme oder laufen noch schneller als wir????
Es tut mir leid wenn ich ihren Beitrag belächeln muss..da entweder gekauft oder mit so wenig Hintergrundwissen um die Problematik des SHK geschrieben wurde..aber danke
@Nachfrager
Ich denke ich stecke ganz gut in der Materie drin aber dennoch danke für die zusätzlichen Informationen...
Ja wir sind ein kommunales Krankenhaus und das ist auch gut so und soll auch möglichst lange so bleiben und ich glaube die Träger wissen genau was sie an der Klinik haben also sind auchdie gefragt... Und ich kann auch nicht nachvollziehen warum jede Sekretärin oder sonstige Angestellter im Landratsamt etc Tariflohn erhält und wir als teil davon nicht den selben Anspruch haben/stellen dürfen...???
Ich werde mich nun vorbereiten denn mein Arbeitstag beginnt nun auch...
Danke und MfG
alof
19.09.2013, 13:48 Uhr
Man muss Kritik verstehen
@nachfrager
oh dann entschuldige ich mich, denn ich wusste nicht dass ihr keine Gewinnbeteiligung bekommt und das 2x mal im Jahr. Und das vor nicht allzu langer Zeit eine Ausschüttung von ca 1000 Euro an jeden Mitarbeiter ging. Eure Nachtzuschläge betragen bestimmt auch nur ca 4 - 5 Euro pro Tag?!
@ganzklar
ich bin MTRA und das insgesamt zu 5,5 für 6 Geräte und 24 h Dienste und ca 300 Patienten. Also im Tagbetrieb sind wir 3 höchstens bei keinem Urlaubs und Krankheitsfall.
Private haben immer Hauseigene Tarife die nicht annähernd an TVÖD orientiert ist! Als Beispiel nenne ich dir, ich arbeite Sonntag 24 h und bekomme dafür ca. 10 Überstunden und 5 Euro. Zur Info unsere Stationen arbeiten pro Schicht zu 2. teils auch zu 1 für ca 34 Pat.(So sieht der Personalschlüssel aus bei Privat) . Denke ähnlich wie bei euch oder ?! Weil euch scheint es laut deinen Äußerungen sehr schlecht zu gehen. Dann dürft ihr natürlich auch fordern wenn es annähernd genauso bei euch ist.
@an euch Beide
Ihr müsst immer nicht alles so engstirnig sehen, sondern lieber mit bedacht wenn ihr dass durchzieht , steckt ihr auch in solchen Verträgen fest.
othello
19.09.2013, 15:23 Uhr
tarifliches Augenmaß
In der ganzen Diskussion kommt deutlich das Dilemma der Krankenhäuser zum Vorschein, nämlich privat oder kommunal, besser privat gegen kommunal. So sind eure Kommentare auch zu verstehen.
Krankenhäuser sind inzwischen zu reinen Unternehmen verkommen, wo Effizienz und Gewinn im Vordergrund stehen. Alles das geht auf Kosten der dort Beschäftigten. Die private Konkurrenz hat sich inzwischen auch auf die kommunalen Einrichtungen übertragen.
Immer mehr Privatisierungen in Sozialdiensten, in der Pflege, der Altenbetreuung, so auch bei Krankenhäusern sind die Folge. Wenn dann noch festgestellt wird, dass es auch in Thüringen Überkapazitäten an Krankenhausbetten gibt und die Zuschüsse in den kommenden Jahren drastisch gekürzt werden, dann kommt ein kommunales Krankenhaus schon in eine schwierige Zwangslage.
Dazu kommen noch die klammen Mittel der Kommunen, die aus ihrer wirtschaftlichen Zwangslage keine höheren Zuschüsse locker machen können. Die Politik der letzten Jahre hat die Privatisierung des Sozialsystems bewusst beschleunigt,man hat sich aus der Verantwortung heraus gestohlen, zugunsten von Geschäftemachern und bevorteilten Kirchlichen Einrichtungen, die auf Kosten der Beschäftigten und der Krankenkassen/Pflegeversicherungen Gewinne maximieren wollen. Wer da nicht mithalten kann, hat schon verloren. Ich wünsche mir weiterhin ein kommunales Krankenhaus mit einem guten Personal und guter Ausstattung, auch im Interesse der dort Beschäftigten.
Deshalb bedarf es eines hohen Augenmaßes aller am Tarifabschluss beteiligten Parteien. Die Tarifzahlungen im Landratsamt können kein Maßstab sein, da das Landratsamt nicht in wirtschaftlicher Konkurrenz mit anderen Unternehmen steht. Es geht nicht in Insolvenz und kann auch nicht privatisiert werden. Ich wünsche allen Beschäftigten so hohe Tarifvereinbarungen wie möglich !
alof
19.09.2013, 17:50 Uhr
petra
Sag mal du scheinst dich super auszukennen , warst du schonmal bei Rhön oder helios ? Unter den zwei gewinnbeteiligungen waren unteranderem weihnachtsgeld gemeint. Da kommt man auf zwei x . Und das mit den 1000 Euro stimmt auch nicht? Sagst nix dazu ? Hat wohl die Geschäftsleitung mal was richtig gemacht.
Alle reden immer gegen die Geschäftsleitung wenn etwas an Defiziten vorhanden ist , aber das positive wird untern tischen gekehrt.
Ich habe nie gesagt das Streiks verboten wären?! Wenn dann kannst du gern ein Zitat benutzen.
Im endeffekt müsst ihr dich wissen was ihr macht , aber die die hier jegliche Kritik und andere gedankensweisen nicht vertragen geschweige denn verstehen , SIND DIE ERSTEN DIE DANN AUFEINMAL LAUT WERDEN WENN ES HEISST WIR MÜSSEN VERKAUFEN UND DA KÖNNT IHR NICHT SAGEN DIE GESCHÄFTSLEITUNG IST SCHULD. dann wärt ihr froh gewesen etwas von eurer Utopie abzulassen. Nenne nur das Beispiel Hanau . Wenn du nicht weisst was da war Petra musst du nachlesen.
dicker
19.09.2013, 20:32 Uhr
Streik muss beendet werden!
Nach dem Studium der bisher zum Thema veröffentlichten Kommentare muss man feststellen, dass bei Einigen jeglicher Sinn für die Realität verloren gegangen scheint.
Hier werden Dinge vermischt, die miteinander gar nichts zu tun haben.
Ich bin Krankenpfleger im SHK und Ver.di - Mitglied aber auch Realist.
Der Arbeitgeber ist nicht der Feind und die Gewerkschaft nicht immer der Freund des Arbeitnehmers. In diesem Tarifstreit sind sowohl Fehler auf Seiten des AG als auch der Gewerkschaft gemacht worden. Aber zum heutigen Zeitpunkt sind diese kalter Kaffee. Der AG hat sich jetzt auf die andere Tarifpartei zubewegt und ein gutes, finanziell vertretbares, Angebot gemacht.
Dass jeder Arbeitnehmer dabei ein Einzelfall ist, liegt in der Sache. Aber nun einmal zum Kern: Wenn ich immer wieder höre, dass die Gewinnbeteiligung gegen- bzw. abgerechnet wird, verliere ich den Glauben. Wer die Politik, vor allem in Thüringen, für die Krankenhausfinanzierung und teilweise sinkende DRG ´s betrachtet, wird erkennen, dass die fetten Jahre vorbei sind. So auch fürs hiesige Klinikum. Es wird kaum noch Gewinne geben, die sich ausschütten lassen. Demnach sichere ich mir die Gewinnausschüttung plus ein paar Prozente verteilt auf die 12 Monate mit dem neuen Tarifvertrag. Das ist doch okay und besser für die Rente. 25 Prozent mehr zu fordern ist hingegen schizophren.
Wir können 23 Jahre und die Spaltung der Entlohnung zwischen Ost und West jetzt nicht mehr aufholen.
Die Tarifparteien müssen an den Tisch, aufeinander zugehen, sachlich diskutieren und einen Abschluss finden. Es muss Ruhe im Klinikum und im Umfeld geben, da auch die Arbeitnehmer sowie deren Familien und Freunde potentielle Patienten sind und eine best mögliche Behandlung und Pflege verdienen. Dies gilt für alle anderen Patienten und Bewohner.
Höherer Lohn entlastet das Personal auch nicht. Die physische und psychische Belastung kann eh kein Mensch mit Geld bezahlen. Deshalb sollten wir uns nicht selbst gefährden und realistisch bleiben, damit unserer Job sicher und das nahe moderne Klinikum in kommunaler Hand bleibt.
Zum Abschluss noch einmal zu den Ärzten:
das diese mehr Geld verdienen und besser organisiert sind liegt doch auch ein wenig an uns. Dass Sie sich fast zu 100% im Marburger Bund vereinen, kann man Ihnen doch nicht vorwerfen.
Und der Arzt ist nun auch der Leistungserbringer im Gesundheitswesen - auch wenn die Pflege in der Realität eine Vielzahl ärztlicher Tätigkeiten übernimmt und meistens näher an dem Patienten als der Arzt ist. Dass die Pflege kaum eine Lobby hat, ist ein gesellschaftliches und politisches Problem.
Die Politik muss den Pflegeberuf mehr fördern und Gelder für die Entlohnung bereit stellen.
Ich wünsche mir, dass es zeitnah zu einer positiven Lösung des Tarifstreites kommt, denn der Streik hilft Niemanden weiter.
ganzklar
19.09.2013, 23:33 Uhr
Missverständnisse???
@alof
Also wenn du so unzufrieden bist und scheinbar so schlecht bezahlt wirst... Dann solltest du etwas ändern... Und als MTRA bist durchaus gefragt... zurück zur Thematik... Der TVöD wird mittlerweile auch bei den großen Konzernen zusehends als Referenztarifvertrag anerkannt und umgesetzt....
Ich sehe mich nicht als engstirnig..ich kann gut über den Tellerrand hinausschauen und ich weis wie es in anderen auch privaten Kliniken ausschaut...aber jetzt schaue ich auf das SHK und dort arbeiten meine Kollegen hart, viel zu oft unterbesetzt mit teils horrenden Überstunden bei, bei weitem nicht zeitgemäßer Bezahlung.
Ich spreche auch nicht gegen unsere Geschäftsführung,im gegenteil, ich behaupte jetzt auch mal das diese unser Haus Zukunftssicher machen möchte aber es geht nicht das eine bestimmte Berufsgruppe augenscheinlich immer bevorzugt wird!! Damit ist jetzt Schluss und dafür stehen wir und kämpfen jetzt!!!
@othello
Gut geschrieben danke..
Ich versuche uns auch nicht mit dem Landratsamt zu vergleichen.. leider verkommt Gesundheit zu einem wirtschaftlichen Interesse aber da sind wir wieder bei einem politischem Problem..
Ich wünsche mir auch einen Abschluss der Verhandlungen mit einem Ergebnis das für alle beteiligten mehr als zufriedenstellend ist..
MFG
Nachfrager
19.09.2013, 23:39 Uhr
@ alof sind sie gekauft für die ständigen FEHLINFORMATIONEN?
Woher haben Sie denn die Informationen?
Also ich kann nur sagen ich bekomme keine 2 Gewinnbeteiligungen im Jahr! Die Mitarbeiter des Klinikums bekommen zurzeit eine Gewinnbeteiligung im Jahr und das aber auch nur weil es im altem TV geregelt ist. Dort steht das der erwirtschaftete Gewinn nach Steuer zur HÄLFTE an das nicht ärztliche Personal und zur HÄLFTE an das Klinikum ( für Rücklagen ) geht und das aber auch nur so lange bis das Klinikum 100 % TVöD zahlt!
Ich möchte mal behaupten, das das Klinikum mehr Gewinn an den Zinsen macht für die nicht gezahlten Gehälter ( also die Differenz von 25 % zu 100 % TVöD ) als im Endeffekt an Gewinnbeteiligung gezahlt wird. Weil die Geschäftsführung kann ja zweckgebunden Rücklagen bilden (z.B. für die Anschaffung eines neuen KIS, ….), die nicht in der Gewinnsumme für die Auszahlung der Beteiligung auftauchen und dazu gefällt mir persönlich wieder ein sehr schöner Spruch: Traue keiner Statistik die du nicht selber Gefälscht hast.
Zu Thema Nachtdienstzuschlag:
Also ich weiß ja nicht woher Sie die 4-5€ pro Stunde haben, also ich bekommen nur 1,28 € pro Stunde und für einen Sonntag 2,10 € pro Stunde.
Zum Thema Stationsbesetzung:
Also wem möchten Sie verkaufen das für 34 Patienten im Tagdienst egal ob Früh oder Spät nur eine Schwester im Dienst ist? Die es schaffen soll die Patienten zu Waschen, die Medikamente auszuteilen und zu Reichen, die Patienten das Essen zu reichen, die Patienten zu lagern, zu Untersuchungen zu bringen,…….. Mehr muss ich bestimmt dazu nicht sagen weil, so arbeitet zu 100% kein Krankenhaus in Deutschland!
Brunelli
20.09.2013, 06:33 Uhr
Notfallversorgung war Top!
Also ich kann sagen das in der psychatrischen Abteilung die Versorgung Top und mehr als zufrieden stellend war. Die Schwestern dort sind immer für einen da und kümmern sich sehr gut so war das auch am Mittwoch! Ich finde es sehr beachtlich das die Mitarbeiter das alles selbst organisiert haben!
Herr Schmidt 2
20.09.2013, 07:15 Uhr
unverständlich
man darf bei der ganzen sache auch nicht vergessen, mit was man sich die nächte und so um die ohren schlagen muss. von einem normalen nachtdienst kann hier nicht mehr die rede sein. mittlerweile sind das fast tagdienste. da kommen patienten extra nachts, weil die wartezeit ja kürzer ist.
mit dingen die schon vor tagen passiert sind und nun ganz akut weh tun. bevor ein patient auf station geht, wird die komplette palette der diagnostik durchgeführt. da wird ein patient von einer fachrichtung zur anderen geschoben.und die schwestern und pfleger müssen auch noch aufpassen das die hoch bezahlten ärzte dem patienten nicht schaden weil sie zum einen kaum deutsch verstehen und zum anderen mitunter einfach unfähig sind.
ganzklar
20.09.2013, 08:38 Uhr
Wir sind es wert!!!
Ich muss jetzt nochmal ein paar Worte loswerden...An den Kommentaren sieht man ja wie dieses Thema bewegt... und das ist gut so... Was ich nicht gut finde ist, wenn außenstehende sich mit halbherzigen Informationen und dem nicht Wissen über Arbeitsbelastung und den Schwierigkeiten des SHK äußern, oder hier Partei ergreifen wollen... gerade wenn sie auch noch scheinbar aus der selben Branche sind..!!!!
@dicker
Sie treten gerade alles mit Füßen was bisher erreicht wurde.Es ist mir absolut unverständlich, das sie als scheinbarer Kollege??? so argumentierten.... ich glaube von mir sagen zu können das ich einen reellen Blick auf die momentane Situation habe... und es ging noch nie darum 25% auf einmal aufzuholen.. und das solten sie dann auch wissen!!Und wenn sie als Kollege?? Gewerkshaftsmitglied?? und Realist?? ihr geschriebenes Wort ernst meinen, zweifel ich an der Ernsthaftigkeit(mal nett umschrieben) ihrer Person...
Ich möchte jetzt auch nicht mehr alles erklären oder aufklären... aber es soll fair und sachlich geschrieben werden... es kommen einem manche Kommentare als gekauft vor...
MFG
Friderike
20.09.2013, 09:42 Uhr
Richtig, ihr seid es wert, aber...
um welchen Preis?
Wer von den Mitarbeitern ist für die Privatisierung des SHK?
Was ist die Folge von zu hohen Forderungen?
Ich stimme @Dicker in vollem Umfang zu und begrüße es, dass nicht alle Mitarbeiter mit Scheuklappen rumlaufen und nur die "Dollarzeichen" in den Augen haben.
Und nur zum besseren Verständnis, ich bin kein Mitarbeiter, Anghöriger eines Solchen und auch kein Arzt oder "gekaufter" Kommentator!
Es ist unbestritten, was für große Leistung durch das Personal erbracht wird und es wäre auch nur Recht, wenn es eine entsprechende Bezahlung gäbe, aber....
Verwerflich finde ich den Beitrag von @ Herrn Schmidt 2, was unterstellen Sie den Ärzten? Außerdem ist es nur gerecht, wenn ein Arzt nach seiner Ausbildung/Studium entsprechend besser als das Pflegepersonal entlohnt wird.
Ich hoffe der Streik ist bald beigelegt und es kehrt wieder Ruhe ein und eine für beide Seiten akzeptable Lösung wird gefunden, so dass wir auch weiterhin keine Privatklinik haben!
Motte83
20.09.2013, 17:20 Uhr
Wenig Aussagekraft
Der Ausspruch "wir sind es wert" hat für mich wenig bis gar keine sachliche Ausdruckskraft. Jeder Mensch ist wertvoll und jede Arbeitskraft auch. Aber es geht nicht um polemische Sprüche, sondern um sachliche Verhandlungen. Nochmals: Gehälter sollten regelmäßig steigen und das Unternehmen dabei dennoch Zukunftssicherung bleiben. Das bedingt schon alleine deshalb einen Kompromiss bei dessen Findung der Ausspruch "wir sind es wert" rein gar nicht hilfreich ist.
Aber der Begriff "Wert" ist dafür nicht ganz unwichtig, wenn es um die wirtschaftliche Betrachtungsweise geht. Ich bitte mich jetzt nicht falsch zu verstehen, ich möchte nur mal kurz abstrahieren: Was ist ein Liter Milch wert? Wenn ich davon viel bekommen kann, sprich auf dem Markt viel verfügbar ist, sinkt der Wert oder bleibt gleich. Wenn die Milchproduzenten die Menge reduzieren steigt die Nachfrage und der Wert / Preis steigt. - Nein, ihr seid keine Ware, aber es geht hier um Wirtschaften und da gelten für den Arbeitsmarkt dieselben Gesetze".
Wenn also die Ärzteschaft höhere Abschlüsse erzielt als das übrige Personal, kann dies mitunter an der tatsächlichen Knappheit der "Ware" Ärzte liegen. Haben wir hier wieder mal eine größere Auswahl auf dem Arbeitsmarkt, werden die Tarifabschlüsse des Pflegepersonals sicher auch über denen der Ärzte liegen.
Sicher sind alle Beteiligten im gesamten Behandlungsprozess ähnlich bedeutsam, aber es geht um den Wert.
Um es deutlich zu sagen: was muss Herr Hage zahlen, um einen Arzt unter Vertrag zu nehmen und was um eine Schwester anzustellen?
Jetzt erzählt mir bitte nichts von Fachkräftemangel in der Pflege. Unbenommen, aber es gibt dennoch mehr verfügbare Pflegekräfte als Ärzte auf dem freien Arbeitsmarkt!
Dies also zur wirtschaftlichen Seite.
Meine andere Meinung habe ich im vorherigen Kommentar schon kundgetan. Ich wünsche euch einen Tarifabschluss mit Augenmaß, der eure Arbeitsplätze aber auch in Zukunft sicherstellen kann. 25% Steigerung ist schnell kompensiert, wenn in einem oder zwei Jahren ALG droht!
Und Abschließend zur Privatisierung: ich gehe schon seit zwei Jahren mit meinen Kindern nur noch ins Helios-Klinikum Erfurt. Allein schon wegen der Freundlichkeit des Personals, aber auch wegen der fachlichen Kompetenz. Wenn es bei Privaten gar so schlecht steht, warum schaffen die Mitarbeiter dort etwas, womit sich nicht wenige (ich sage extra nicht alle) im SHK schwer tun? Nämlich lächelnd zur Arbeit zu kommen.
Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck und nicht empirisch belegt.
Katze007
20.09.2013, 17:48 Uhr
Anmerkung
Die Mitarbeiter im SHK werden im Moment nach dem BAT Ost Stand 2005 bezahlt. Nach 23 Jahren haben nur Ärzte eine Angleichung der Gehälter erzielt, dank dem Marburger Bund. Die Ver.di verhandelt für alle Berufsgruppen im SHK und nicht nur für eine Berufsgruppe, wie der Marburger Bund.Vielleicht sollten sich die Kommentargeber mal erkundigen, wie private Kliniken z.B. Hellios bezahlen, nämlich aktuellen TVöD und z.B. auch mit Kinderbonus usw.Auch im SHK wird schon jetzt der Schwesternschlüssel runtergerechnet und man läuft der Arbeit hinter her. Das ist nicht der Grundgedanke einer Krankenschwester/ Pfleger.
alof
20.09.2013, 17:54 Uhr
@ nachfrager
5 Euro pro Tag nicht pro Stunde. Personalsitistion ist so es sei denn du hast schon mal in einem privaten Konzern gearbeitet. Kannst ja mal bei Rhön nachfragen und dann melde dich mal. Ich glaube nicht sonst würdest Du so nicht schreiben. Gekauft bin ich sicher nicht.
Also Augen auf und nicht alles in Frage stellen... Sondern selbst mal informieren... :-)
petra6758
20.09.2013, 19:05 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehoert nicht zum Thema des Beitrags
Tarifgegener
21.09.2013, 00:02 Uhr
Weiterdenken...
Jeder der "Kollegen", der hier den Hals nicht voll bekommt, und mit den 12% nicht zufrieden ist, sollte doch mal an die Reinigungskraft denken die Täglich über die Station huscht. An den HBD Kollegen der die Essenlieferung verteilt. Den Medizin, IT oder Haus-Techniker welcher Tag, und in Bereitschaft, Nachts erreichbar ist und zur Seite steht. Nicht zu vergessen, die Kollegen in der Aufnahme und Info.
Am Ende sind diese Kollegen die Leittragenden.
Diese sind es, die durch nicht finanzierbare Tariferhöhungen, als erstes ausgelagert werden. Und ich bin der Meinung, dass damit niemanden geholfen ist.
Das aktuelle AG Angebot ist meiner Meinung nach sehr fair. Wenn damit "unsere" Arbeitsplätze zukunftssicher bleiben, sollte doch auch jeder streikende Kollege die Augen aufmachen.
Wolfi65
21.09.2013, 11:02 Uhr
Nichts gegen die NNZ,
aber muessen denn unbedingt innerbetriebliche Verhandlungen bis zum Umfallen hier in der NNZ durchgekaut werden?
In anderen Betrieben und Bereichen ist auch eine angespannte Lage zu beobachten.
Deswegen muss hier doch nicht Alles an die NNZ-Öffentlichkeit.
Oder etwa doch?
Dass der Eine oder Andere nicht den selben Tarifvertrag bekommt, ist doch kein Geheimniss.
Wenn man mit den Verhältnissen nicht einverstanden ist, dann muss man sich an die Personalräte, Gewerkschaften und in erster Linie an seinen Arbeitgeber wenden.
Ob nun hier der richtige Ort dafür ist, ist zu bezweifeln, da eine Zeitung zwar Mißstände aufdecken und veröffentlichen, aber nicht bekämpfen oder verhindern kann.
Schönes Wochenende noch!
Alex Gösel
21.09.2013, 12:17 Uhr
@ Wolfi65
Da Frau Keller, unsere Landrätin, hier im Vorstand sitzt, gehört sowas in die Öffentlichkeit! Ausserdem hat Frau Keller in Ihrem Wahlkampf "Bürgernähe" versprochen!
petra6758
21.09.2013, 14:22 Uhr
AnTarifGegner77
Ihrem Kommentar habe ich nur einen Auszug aus einem Zitat von Jack London entgegenzusetzen:
"Nachdem Gott die Klapperschlange,die Kröten,den Vampir geschaffen hatte,blieb ihm noch etwas abscheuliche Substanz übrig,
und daraus machte er einen Streikbrecher......"
an petra
Na das war doch klar, hat man keine eigenen Argumente mehr und kommt somit gegen die des Anderen/der Gegenpartei nicht an, dann wird zu verbalen Tiefschlägen gegriffen. BRAVO, so kann man bestimmt sehr weit kommen!
Ansonsten bleibt nur im Interesse ALLER Beschäftigten, egal ob Putzfrau, Hausmeister,usw., oder Schwester/Pfleger zu hoffen, dass es einen baldigen Tarifabschluss gibt, der realistisch und nicht utopisch ist, denn das sichert ALLEN Beschäftigten letztendlich wieder den Arbeitsplatz.
tofa
21.09.2013, 20:19 Uhr
und noch kein Ende...
Erstaunlich wie lange die Geschehnisse hier nachhallen. Aber gut, da will ich noch meinen Senf dazu geben.
Nicht zu den Zahlen, die hier immer wieder verdreht werden, das bin ich leid. Nur so viel - nach meinem Wissen würde bei Überleitung in den TVÖD die Lohnerhöhung je nach Mitarbeitersituation sehr unterschiedlich ausfallen, so dass eine pauschale Zahl - etwa 25 % - so ja gar nicht stimmt... Und schon gar nicht auf einmal...
Es macht mich auch sauer, dass es immer wieder die Pflege ist, die man schön zurückstecken soll - die die Opfer fürs Haus bringen soll und sie ja meist auch klaglos bringt. Niemand regt sich über die Tarifverhandlungen der Ärzte auf, oder? Warum gilt für sie anderes Recht? Ich erinnere mich auch noch an einen Artikel unseres Geschäftsführers in der Krankenhauszeitung, ich glaube es war zur Einweihung des Parkdecks, wo er den Mitarbeitern für den Lohnverzicht dankt, der diese Bauarbeiten erst möglich machte... Aber bitte gern doch. Der blanke Hohn...
Ja, auch wenn ich mir keine Freunde mache, weil es der Verdiphilosophie widerspricht - ich denke, die Verhandlungen hätten in erster Linie für die Pflege und das medizinische Personal geführt werden sollen. Getrennt. Ist das ungerecht? Ja, aber ich sehe auch, dass die anderen nichtmedizinischen Bereiche verglichen mit anderen Firmen gar nicht so übel verdienen... und der Gehaltsunterschied zwischen einer Reinigungskraft und einer Krankenschwester ist erstaunlich gering...
Der Leidensdruck ist im Bereich der Pflege immens gewachsen in den letzten Jahren. Nicht zuletzt auch, weil wir immer mehr auch ärztliche Tätigkeiten übernehmen müssen. Es ist nicht meine Aufgabe, jungen ausländischen Ärzten die Anordnungen zu diktieren... Aber wir wollen ja, dass die Patienten gut versorgt werden. Also spielen wir mit... Aber man nimmt das als selbstverständlich.
Der kurze Streik hat da ganz gut gezeigt, dass Pflege doch nicht so unwichtig ist. Und auch in der öffentlichen Berichterstattung sehe ich eine Hoffnung. Denn ganz klar gibt es hier vor allem ein politisches Problem und dort muss gehandelt werden. Aber das dringt eben nur bis oben durch, wenn es möglichst laut zugeht...
Und ja lieber "Dicker": ich möchte die Angleichung der Ostgehälter an den Westen noch nicht aufgeben. Ich glaub noch dran. Vielleicht nicht sofort. Aber spätestens wenn unser AG auch die Krankenschwestern in Rumänien sucht, wird er mehr zahlen müssen - denn sonst kommt ja keine...
Und abschließend @logix und seiner Kritik der schlechten Laune im SHK: Das hat einzig und allein mit der Nordhäuser Mentalität zu tun. Ich ärger mich auch, wenn ich durchs Haus laufe und auf einen Gruß hin nur in leere, dumpfe Gesichter schaue... Der Nordhäuser/Harzer ist nun mal ein oller Stuffel, der kann nicht freundlich und entspannt sein. So.
(Ich darf das sagen, ich bin hier geboren...)
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