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Di, 14:42 Uhr
17.09.2013

Verantwortung übernehmen

Der NABU Thüringen fordert die Kandidatinnen und Kandidaten aus Thüringen für den Deutschen Bundestag dazu auf, eine naturverträgliche Energie- und Ressourcenpolitik in den Mittelpunkt zu rücken und wirksame Maßnahmen von der neuen Bundesregierung einzufordern. Einzelheiten wie immer in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


Wichtigstes bundespolitisches Thema bleibt die verlässliche Fortführung der Energiewende. Der gesetzlich verbindliche Ausstieg aus der Atomenergienutzung sei die einzig richtige Reaktion auf die Fukushima-Katastrophe gewesen. Nun torpediere aber vor allem die FDP mit ihren Forderungen nach einem Ausbaustopp für erneuerbare Energien die Energiewende.

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„Die steigenden Stromkosten werden politisch instrumentalisiert, um unter dem Deckmantel des Wettbewerbs erneuerbare Energien auszubremsen und den angeblich günstigeren Atom- bzw. Kohlekraftwerken die Absatzmärkte zu sichern“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit dem Kostenargument solle gezielt die hohe Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung untergraben werden.

Während die Bürgerinnen und Bürger über die EEG-Umlage die Energiewende fördern, wurden durch die jetzige Bundesregierung immer mehr Unternehmen von einer Unterstützung der erneuerbaren Energien befreit. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ist nach Ansicht des NABU der große Bremser beim Klimaschutz. „In Brüssel verwässerte Rösler die EU-Energieeffizienzrichtlinie und verspielt damit Chancen deutscher Unternehmen auf einem Markt für Energieeinspar-Dienstleistungen und sinkende Treibhausgas-Emissionen“, kritisiert Tschimpke.

Insgesamt bleibe die Ressourcen- und Energieeffizienz der am stärksten vernachlässigte Teil der Energiewende, vor allem mit Blick auf den Gebäudesektor, obwohl hier die größten Einsparpotenziale schlummern.

„Bundesumweltminister Peter Altmaier konnte sich häufig genug nicht gegenüber seinen Kabinettskollegen durchsetzen. Weder ist ihm die dringend benötigte Reform des europäischen Emissionshandels gelungen, damit der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid wieder einen höheren Preis bekommt, noch hat seine Stromsparinitiative einen spürbaren Akzent gesetzt. Sein größter Erfolg bislang bleibt die parteiübergreifende Einigung auf ein Atom-Endlagersuchgesetz“, so Olaf Tschimpke.

Der NABU setzt sich für die Einrichtung eines nationalen „Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende“ ein, um Konflikte beim Ausbau erneuerbarer Energien frühzeitig zu erkennen und Lösungen in betroffenen Regionen zu finden. Auch in der Landwirtschaft ist nach der Wahl ein Kurswechsel überfällig. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat sich den Negativpreis „Dinosaurier des Jahres 2012“ durch eine konsequente Politik gegen mehr Ökologie in der Landwirtschaft nach wie vor verdient.

Bis 2020 wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs den Verlust an biologischer Vielfalt stoppen. Damit dieses Ziel überhaupt erreicht werden kann, fordert der NABU neben einer umweltverträglicheren Landwirtschaft die Sicherung ungenutzter Naturwälder auf fünf Prozent der Waldfläche sowie eine finanzielle Aufstockung des Bundesprogramms Biologische Vielfalt bis zum Jahr 2016 auf insgesamt 100 Millionen Euro. Diese Gelder sollen für die Umsetzung wichtiger Naturschutzaufgaben im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie wie die Entwicklung von Nationalparken oder das Management von Natura-2000-Gebieten eingesetzt werden. Weiter müssen zusätzlich 30.000 Hektar Flächen aus Bundesbesitz dauerhaft als Nationales Naturerbe gesichert werden.

„Zum Beispiel sind Flächen an Flüssen nicht nur Rückzugsorte für bedrohte Pflanzen und Tiere, sondern auch wichtige Rückhalteflächen für Hochwasserereignisse“, so der Landesvorsitzende des NABU Thüringen Mike Jessat.

Das erneute Jahrhunderthochwasser im Juni hat gezeigt, welche negativen Folgen das Fehlen natürlicher Rückhalteflächen entlang der Flüsse hat. Nur ein Drittel der ursprünglichen Flussauen in Deutschland sind noch als natürlicher Überflutungsraum erhalten, lediglich ein Zehntel dieser Auen ist in einem naturnahen Zustand. Das Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, einen guten Gewässerzustand bis 2015 zu erreichen, wird in Deutschland weitgehend verfehlt werden.

Daher spricht sich der NABU für die Auflage eines Bundesprogramms „Blaues Band“ aus: Alle Bundeswasserstraßen müssen auf ihren volkswirtschaftlichen Nutzen sowie ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Wasserstraßen, die mit hohem finanziellem Aufwand subventioniert werden und volkswirtschaftlich unrentabel sind, sollten renaturiert werden und können somit einen wirksamen Beitrag für mehr Natur- und Hochwasserschutz leisten.
Autor: red

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Kommentare
BGE- Pirat
17.09.2013, 20:06 Uhr
natürlich sind wir für naturverträgliche energiepolitik
aber für alle verträglich und gleich.
-die solarplatten kaufen wir in china
-die großen firmen zahlen keine energieumlage
-den windstrom der zuviel ist verschenken wir
ins ausland
-und in frankreich u finnland bauen wir neue
atomkraftwerke
und deutschland ist eine teuere grüne insel
in europa
was meint ihr bürger dazu wenn man euch mal
fragen würde.
mfg heiko
98maschr
18.09.2013, 07:31 Uhr
Eyeyey immer diese Halbwahrheiten...
Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, da kann jeder kaufen was er will und bei wem, oder? Und wer ist überhaupt wir? Ich hab keine gekauft aus China. Richtig ist, daß viele Firmen keine Umlage bezahlen, dazu zu sagen wäre aber auch, daß die Zahl der Firmen die das nicht tun relativ klein ist und von Jahr zu Jahr sinkt durch Anpassungen des EEG. Und wann wurde denn der Strom verschenkt? Im viel zu warmen Winter damit es keinen Netzzusammenbruch gibt...Und seit wann bauen wir in anderen Ländern AKW? Dachte diese Länder sind immer noch autark und bauen wenn dann selbst ihre AKW. Aber hauptsache ein paar platte Parolen raushauen und rummotzen.
Retupmoc
18.09.2013, 08:02 Uhr
@98maschr
Sorry... freie Marktwirtschaft hin oder her. Wer in hina Sachen kauft, die unter unmenschlichen Bedingungen produziert werden unterstützt diese Verbrecher. Die Atomkarftwerke, die der pirat benannt wird, werden von deutschen Firmen und zum Teil deutschen Arbeitern gebaut. Wenn so ein Ding hoch geht und der Wind günstig ist ... Aber das interessiert ja nicht. Hauptsache Profit. Und natürlich wird dauernd Strom verschenkt. Die Österreicher lachen sich zum Beispiel halbtot über uns. Mit Altmaier in die Strommisere sag ich nur. Sie 98maschr haben ja genug Knete den teiren Strom zu zahlen. Vielleicht subventionieren Ihre Parteifreunde auch Ihren Privatstrom? Man kann ja nie wissen. Ich werde mal meine Ex-Freunde vom Mfs und der NSA fragen.
WR-NDH
18.09.2013, 10:11 Uhr
Halbwahrheiten?
Nun Herr oder Frau 98maschr, Retupmoc hat ja schon etwas zu den chinesischen PV-Modulen (z.B. Yingli) und den AKWs gesagt.
Zur EEG-Umlage können Sie u.a. bei topagraronline am 09.09.2013 und Spiegelonline am 12.07.2013 nachlesen, dass im Jahre 2012 nur 813 Unternehmen und im Jahre 2013 bereits 2.055 Unternehmen von der Umlage befreit waren. Für das Jahr 2014 liegen bereits 2.367 Anträge auf Befreiung vor. Es ließen sich u.a. Milchbetriebe, Schlachthöfe und Tierfutterhersteller befreien. Wenn Sie meinen die Anzahl der Befreiungen sei rückläufig, dann sage ich im Himmel ist Jahrmarkt.

Dass die steigende Zahl der Befreiungen überhaupt möglich ist liegt vor allem daran, dass die Regierung im Vorjahr beschlossen hat, dass sich Unternehmen von der Zahlung befreien lassen können, deren Energiekosten größer als 14% der Bruttowertschöpfung sind. Das erreichen Betriebe indem sie z.B. eigene Mitarbeiter entlassen und die Arbeiten durch Menschen mit Werkverträgen ausführen lassen. Dadurch werden die Lohnkosten nicht mehr berücksichtigt.
BGE- Pirat
18.09.2013, 11:56 Uhr
heiko@98maschr
mit wir meinte ich uns bürger in europa
da ist alles geregelt vom gemüse bis zur abgasnorm bei autos
aber atomkraftwerke nicht???
Mister X
18.09.2013, 12:57 Uhr
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