Di, 19:06 Uhr
20.04.2004
nnz-Forum: Brief an Zeh und Fütterer
Nordhausen (nnz). Aufmerksame nnz-Leser werden sich heute gewundert haben. Volker Fütterer und Dr. Klaus Zeh diskutierten über die Sonntagöffnungszeiten während der LGS. Beiden Herren hat jetzt ein nnz-Leser einen Brief geschrieben.
Herren Fütterer und Dr. Zeh,
wer als in der Ferne berufstätiger Nordhäuser noch nicht das Interesse an der einheimischen Kommunalpolitik verloren hat, kann sich stets leicht und gut in der nnz informieren. Dort liest er dann heute mit Staunen Ihre Statements zum Thema Sonntagsöffnungszeiten zur Landesgartenschau.
Schon die Tatsache, dass ein mittelstandsnaher CDU-Mann dem Mittelstand eine Verkaufsoffensive und das auch noch vorsätzlich (….einen Bärendienst erwiesen) vermasselt und sich ein SPD-Mann für Sonntagsbeschäftigung einsetzt, ist erstaunlich. Sollte man da vielleicht auch von einem Umdenken in der Bundespolitik ausgehen können? Es wäre wirklich kaum auszudenken, wenn auch die Reste des antiken Ladenschlussgesetzes auf dem Müllhaufen der ohnehin sinnlosen Gesetze landen würden.
Wer wie ich viel reist, merkt ohne viel nachzudenken, dass bei unseren europäischen Nachbarn am Wochenende geöffnet oder geschlossen ist. Das hängt vom Wetter ab, oder auch von Lust und Laune, oder auch vom neben dem Geschäft stattfindenden Jahrestreffen des Vereins der Taubenzüchter, beispielsweise.
Lieber Herr Fütterer, Ihnen fehlt unter dem Ablehnungsbescheid aus dem Sozialministerium die Rechtsbehelfsbelehrung. Kann es vielleicht sein, dass ein Ministerium bei einer Stadtverwaltung voraussetzen kann, dass dort die vorhandenen Rechtsmittel bekannt sind? Kann es daher sein, dass diese Belehrung deshalb fehlt, weil man einfach Zeit und Geld sparen wollte? Ich hoffe ja. Wenn nein hingegen: Armes Thüringen.
Lieber Herr Dr. Zeh, haben Sie Möglichkeiten, das von Ihnen zitierte Gesetz ersatzlos streichen zu lassen? Wenn ja, nutzen Sie diese bitte schnell aus. Wenn nein, bitte schaffen Sie sich welche. Es wäre zu schön, wenn nach und nach in Deutschland ein paar Lachnummern weniger aufgeführt werden müssten.
Herzlichst
Ihr Jürgen Wiethoff, Nordhausen
Autor: nnzHerren Fütterer und Dr. Zeh,
wer als in der Ferne berufstätiger Nordhäuser noch nicht das Interesse an der einheimischen Kommunalpolitik verloren hat, kann sich stets leicht und gut in der nnz informieren. Dort liest er dann heute mit Staunen Ihre Statements zum Thema Sonntagsöffnungszeiten zur Landesgartenschau.
Schon die Tatsache, dass ein mittelstandsnaher CDU-Mann dem Mittelstand eine Verkaufsoffensive und das auch noch vorsätzlich (….einen Bärendienst erwiesen) vermasselt und sich ein SPD-Mann für Sonntagsbeschäftigung einsetzt, ist erstaunlich. Sollte man da vielleicht auch von einem Umdenken in der Bundespolitik ausgehen können? Es wäre wirklich kaum auszudenken, wenn auch die Reste des antiken Ladenschlussgesetzes auf dem Müllhaufen der ohnehin sinnlosen Gesetze landen würden.
Wer wie ich viel reist, merkt ohne viel nachzudenken, dass bei unseren europäischen Nachbarn am Wochenende geöffnet oder geschlossen ist. Das hängt vom Wetter ab, oder auch von Lust und Laune, oder auch vom neben dem Geschäft stattfindenden Jahrestreffen des Vereins der Taubenzüchter, beispielsweise.
Lieber Herr Fütterer, Ihnen fehlt unter dem Ablehnungsbescheid aus dem Sozialministerium die Rechtsbehelfsbelehrung. Kann es vielleicht sein, dass ein Ministerium bei einer Stadtverwaltung voraussetzen kann, dass dort die vorhandenen Rechtsmittel bekannt sind? Kann es daher sein, dass diese Belehrung deshalb fehlt, weil man einfach Zeit und Geld sparen wollte? Ich hoffe ja. Wenn nein hingegen: Armes Thüringen.
Lieber Herr Dr. Zeh, haben Sie Möglichkeiten, das von Ihnen zitierte Gesetz ersatzlos streichen zu lassen? Wenn ja, nutzen Sie diese bitte schnell aus. Wenn nein, bitte schaffen Sie sich welche. Es wäre zu schön, wenn nach und nach in Deutschland ein paar Lachnummern weniger aufgeführt werden müssten.
Herzlichst
Ihr Jürgen Wiethoff, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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