Fr, 12:05 Uhr
06.09.2013
Abschied von den Schwalben
Die meisten Schwalben sind Anfang September auf ihren Weg nach Süden. Der Herbstzug der Schwalben führt über Gibraltar, Sizilien und den Bosporus nach Afrika, wo die Vögel in kleinen Gruppen südlich der Sahara überwintern. Bei ihrem Flug sind sie großen Gefahren durch die oft illegale Jagd und den Netzfang in Frankreich, Italien, Malta, Ägypten und Zypern ausgesetzt...
Wenn sich die Schwalben auf den Weg in die afrikanischen Winterquartiere machen, bleiben ihre alten Nester an den Hauswänden zurück. Der NABU weist jetzt darauf hin, die alten Nester an Hauswänden, in Ställen und Carports nicht zu entfernen, da die Schwalben diese im nächsten Jahr gern wieder beziehen.
"Für die Schwalben ist es nach der anstrengenden Rückreise einfacher, das alte Nest zu reparieren, als aus tausenden Lehmkügelchen ein neues Nest zu mauern. Eine weitere Möglichkeit den Schwalben im Frühjahr Hilfestellung zu geben, ist das Anlegen von Lehmpfützen", erläuterte Tino Sauer der Schwalbenbeauftragte des NABU Thüringen.
Da Mehl- und Rauchschwalbe zu den besonders geschützten Arten gehören, ist es darüber hinaus auch verboten, alte Nester zu entfernen. Bei Renovierungsarbeiten müssen Hausbesitzer eine Ausnahmegenehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen und gegebenenfalls für Ersatzbrutmöglichkeiten sorgen.
Wenn die letzten Jungvögel im Spätsommer das Nest verlassen haben, bleiben die Schwalben noch einige Wochen im Familienverband zusammen. Sie fressen sich nun Fettreserven für den Herbstzug an und prägen sich noch einmal ihre Niststandorte ein. Daher kann man in den letzten Tagen vor dem Wegzug immer wieder Schwalben beobachten, die in Gruppen von 10, 20 oder 30 Tieren die Nester umschwirren, besonders morgens oder in den Abendstunden.
"Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und im nächsten Jahr dorthin zurückzukehren, ist gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Überlebensstrategie" so Sauer. Denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden und aufgrund der zunehmenden Versiegelung der Böden ist Baumaterial für das Nest auch immer schwerer zu finden. Mit dem Anbringen von Kunstnestern am eigenen Haus ist es ganz einfach, den geschützten Vögeln zu helfen. Der Herbst eignet sich ideal dafür, neue Nisthilfen für die Sommervögel bereit zu stellen, rät der Schwalbenexperte. Der NABU stellt fachkundige Anleitungen zum Bau und Anbringen von Schwalbennisthilfen bereit.
Um den Schwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die Schwalbennester an ihren Häusern dulden, hat der NABU Thüringen die Aktion Schwalben willkommen! ins Leben gerufen. Durch die Verleihung einer Plakette für schwalbenfreundliche Häuser und Gemeinden in Thüringen, will der NABU Menschen dafür danken, dass Sie sich für den Schwalbenschutz einsetzen. Nähere Infos zum Projekt und zu Schwalben unter: www.NABU-Thueringen.de
Autor: redWenn sich die Schwalben auf den Weg in die afrikanischen Winterquartiere machen, bleiben ihre alten Nester an den Hauswänden zurück. Der NABU weist jetzt darauf hin, die alten Nester an Hauswänden, in Ställen und Carports nicht zu entfernen, da die Schwalben diese im nächsten Jahr gern wieder beziehen.
"Für die Schwalben ist es nach der anstrengenden Rückreise einfacher, das alte Nest zu reparieren, als aus tausenden Lehmkügelchen ein neues Nest zu mauern. Eine weitere Möglichkeit den Schwalben im Frühjahr Hilfestellung zu geben, ist das Anlegen von Lehmpfützen", erläuterte Tino Sauer der Schwalbenbeauftragte des NABU Thüringen.
Da Mehl- und Rauchschwalbe zu den besonders geschützten Arten gehören, ist es darüber hinaus auch verboten, alte Nester zu entfernen. Bei Renovierungsarbeiten müssen Hausbesitzer eine Ausnahmegenehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen und gegebenenfalls für Ersatzbrutmöglichkeiten sorgen.
Wenn die letzten Jungvögel im Spätsommer das Nest verlassen haben, bleiben die Schwalben noch einige Wochen im Familienverband zusammen. Sie fressen sich nun Fettreserven für den Herbstzug an und prägen sich noch einmal ihre Niststandorte ein. Daher kann man in den letzten Tagen vor dem Wegzug immer wieder Schwalben beobachten, die in Gruppen von 10, 20 oder 30 Tieren die Nester umschwirren, besonders morgens oder in den Abendstunden.
"Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und im nächsten Jahr dorthin zurückzukehren, ist gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Überlebensstrategie" so Sauer. Denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden und aufgrund der zunehmenden Versiegelung der Böden ist Baumaterial für das Nest auch immer schwerer zu finden. Mit dem Anbringen von Kunstnestern am eigenen Haus ist es ganz einfach, den geschützten Vögeln zu helfen. Der Herbst eignet sich ideal dafür, neue Nisthilfen für die Sommervögel bereit zu stellen, rät der Schwalbenexperte. Der NABU stellt fachkundige Anleitungen zum Bau und Anbringen von Schwalbennisthilfen bereit.
Um den Schwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die Schwalbennester an ihren Häusern dulden, hat der NABU Thüringen die Aktion Schwalben willkommen! ins Leben gerufen. Durch die Verleihung einer Plakette für schwalbenfreundliche Häuser und Gemeinden in Thüringen, will der NABU Menschen dafür danken, dass Sie sich für den Schwalbenschutz einsetzen. Nähere Infos zum Projekt und zu Schwalben unter: www.NABU-Thueringen.de



