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Fr, 08:01 Uhr
13.04.2001

Ein Jahr on air - Offener Kanal Nordhausen

Über allen Dächern - OKN Nordhausen (nnz). Es war am 13. April (der glücklicherweise auf einen Donnerstag fiel) im Jahre 2000 als die Nordhäuser Luft das erste Mal von neuen Wellen aus dem ultrakurzen Bereich durchdrungen wurde. Abgeschickt vom Hochhaus am A.-Bebel-Platz und umgesetzt vom Sendemast zwischen Salza und Herreden gingen die Premieretöne des Offenen Kanals Nordhausen über den Äther. Ein jahrelang gehegter Wunschtraum des engagierten Teams "Offener Kanal Nordhausen e.V." ging in Erfüllung. Mit vorsichtiger Skepsis betrachteten die Geldgeber in der Thüringer Landesmedienanstalt die Einrichtung eines Bürgerradios in der Südharzer Kreisstadt. Würden sich genug rundfunkbegeisterte Nutzer finden, die in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung Sendezeiten ausfüllen könnten? Gäbe es ausreichend technisch Interessierte Nordhäuser, die mit den mehrere hunderttausend Mark teuren Geräten sinnvoll umzugehen verstünden?
Ein Jahr später sind diese Fragen längst vergessen und der neue Sender funktioniert fast wie eine professionelle Radiostation. Die Aufgabe, Nordhäuser Hörer mit Nordhäuser Beiträgen zu versorgen, wird mittlerweile von morgens um sechs Uhr bis in die späten Abendstunden mit Leben erfüllt. Knapp 150 Menschen haben sich seit diesem denkwürdigen Tag im April vergangenen Jahres als Nutzer eingetragen, 3.854 Stunden sendete der OKN seither. Das sind umgerechnet mehr als 160 Tage ununterbrochener Sendebetrieb. Viele Vereine und Institutionen nutzten und nutzen das Angebot, ihre eigene Arbeit einer interessierten Hörerschaft vorzustellen. In der Osterwoche sind es 103 Stunden, in denen Musik der unterschiedlichsten Richtungen, Informationen und small talk über den Sender gehen. Dabei wird die Möglichkeit unter fachlicher Anleitung eigene Sendungen vorzuproduzieren ebenso genutzt wie die Livesendungen aus den beiden Studios der Sendeeinrichtung. Für "rasende Reporter" stehen mobile Aufnahmegeräte zur Verfügung und seit kurzem gibt es auch Livesendungen, die außerhalb des Studios entstehen. Nächster Höhepunkt ist das Nordhäuser Rolandsfest. Aus diesem Anlass wird der Offene Kanal zwei Tage lang mit einer sendetauglichen Showbühne mitten im Gewimmel zu finden sein. Nach wie vor gilt, dass jeder Bürger herzlich eingeladen ist, die Räume des OKN zu besichtigen und selbständig einen Sendebeitrag zu erstellen. Hören kann man den Sender hoffentlich noch sehr lange auf UKW 100.4 MHz und im Kabelnetz auf 103.1 MHz.
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