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Do, 09:44 Uhr
05.09.2013

„Schwer verletzter Patient im Schockraum…“

Nordhausen - ein schwer verletzter Patient wird von Notarzt und Rettungsdienst in den Schockraum gebracht. Dort wartet bereits das Schockraum-Team bestehend aus Ärzten und Pflegekräften, um die Vitalfunktionen des Patienten zu stabilisieren, seine Verletzungen zu diagnostizieren und zu versorgen. Eile ist geboten, Abläufe müssen optimal aufeinander abgestimmt sein, um den Patienten bestmöglich zu versorgen...

Trainiert (Foto: DRK) Trainiert (Foto: DRK)

Was in deutschen Kliniken täglich passiert, war am 31.08.2013 im Bildungszentrum des DRK Kreisverband Nordhausen in Sundhausen Teil des ersten Notfall-Simulations-Trainings. Nachdem das Bildungszentrum schon seit längerer Zeit zertifizierte Notfallkurse der American Heart Association zur Fortbildung von Rettungsdienstpersonal, Pflegekräften und Ärzten anbietet, konnte das Spektrum nun unter der ärztlichen Leitung von Herrn Dr. med. Nikolaus Golecki durch die Möglichkeit der Notfall-Simulation erweitert werden.

Mit dem Patienten-Simulator können sowohl rettungsdienstliche Notfälle, als auch Szenarien in der Notaufnahme, dem Schockraum, der Intensivstation oder dem Operationsbereich eingespielt werden. Neben einem Simulator-Training in den Räumlichkeiten im Bildungszentrum des DRK Nordhausen e.V. ist auch ein Training in Kliniken oder Arztpraxen vor Ort möglich, da der Simulator transportabel ist.

Die Simulation als Ausbildungsinstrument ist bereits seit vielen Jahren in der Luftfahrt etabliert und hat dort zu einer Zunahme der Sicherheit geführt. Auch in der Medizin hat die Simulation seit einigen Jahren Einzug gehalten und wird dort vor allem eingesetzt, um die Behandlung von seltenen, aber dann lebensbedrohlichen Situationen zu trainieren ohne einen realen Patienten zu gefährden, und um Abläufe und Kommunikation im Behandlungsteam unter Stress und Notfallbedingungen zu optimieren. Diese Maßnahmen führen nachgewiesenermaßen zu einer besseren und sichereren Patientenversorgung.

Am letzten Augusttag waren zum ersten Notfall-Simulations-Training des DRK Nordhausen unter der ärztlichen Leitung von Dr. med. Nikolaus Golecki drei Rettungsassistenten des DRK, zwei Pflegekräfte und drei Ärzte aus dem Südharz-Klinikum gekommen. Unterstützt wurde Dr. Golecki bei der Durchführung des Kurses durch Dr. med. Patrick Jung und Herrn Andreas Poppe. Nach einer theoretischen Einführung zu den Themen „Crisis Resource Management“, „Fehler in der Medizin“, „Problemlösungsstrategien“ und „Kommunikation“, konnten die Teilnehmer das Gelernte anschließend in die Praxis umsetzen.

Durch die strukturierte Nachbesprechung der einzelnen Szenarien – zum Teil mittels aufgezeichneter Video-Sequenzen – konnte ein maximaler Lernerfolg für die Teilnehmer erzielt werden. Am Ende der Fortbildungsveranstaltung – die von der Landesärztekammer Thüringen akkreditiert ist – waren sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter mit der „Premiere“ in Nordhausen hoch zufrieden. Am Bildungszentrum des DRK Nordhausen e.V. werden in Zukunft regelmäßig Notfall-Simulationskurse durchgeführt werden.

Für weitere Informationen stehen der Leiter des Bildungszentrums, Andreas Poppe, oder der ärztliche Leiter der Notfall-Simulation, Dr. med. Nikolaus Golecki unter der Telefon-Nr. 03631-902111 gerne zur Verfügung.
Autor: red

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