eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mo, 15:03 Uhr
19.04.2004

Althaus-Aussagen stimmen optimistisch

Nordhausen (nnz). Die Südharzer Welt scheint morgen nach Erfurt zu blicken: Dort will das Thüringer Kabinett zur Nachmeldung von FFH-Gebieten beraten. Jetzt meldet sich der Arbeitskreis „Gipskarst Südharz“ zu Wort.


„Mit Spannung erwarten wir die noch ausstehende Entscheidung der Thüringer Landesregierung zum FFH-Gebiet ‚Rüdisgdorfer Schweiz/Harzfelder Holz’“, äußerte sich jetzt die Arbeitskreis-Chefin Gabriela Sennecke in der nnz. Bisher sei das Landwirtschaftsministerium nicht bereit gewesen, den östlichen Teil des Winkelberges als Schutzgebiet auszuweisen. Begründet wurde diese Haltung damit, dass bei der Abwägung wirtschaftlicher Nutzungsansprüche nicht alle schutzwürdigen Flächen gesichert werden könnten. Und genau darin liegt für die Naturschützer der Widerspruch: „Einerseits bestätigt man die Schutzwürdigkeit des gesamten Bereiches des Winkelberges, andererseits werden wirtschaftliche Aspekte bei der Abwägung berücksichtigt, obwohl dieses laut FFH-Richtlinie unzulässig ist“.

Doch die Aussagen des Thüringer Ministerpräsidenten stimmen den Arbeitskreis optimistisch. So hatte Dieter Althaus in seinem Grußwort anlässlich der Veranstaltung zum Biosphärenreservat am Samstag seine Auffassung zum Erhalt der einmaligen Gipskarstlandschaft bekräftigt. Nunmehr bleibe zu hoffen, dass diese Aussagen umgesetzt werden und sich in der FFH-Nachmeldung des Landes Thüringen niederschlagen.

Für den Arbeitskreis ergibt sich folgendes Fazit: Sowohl die naturschutzrechtlichen als auch die rechtlichen Voraussetzungen zur Ausweisung des gesamten Winkelberges sind gegeben und allgemein bekannt. Somit bestehe kein Grund, das Gebiet nicht nachzumelden. Den betroffenen Kommunen könnten, bei ohnehin knappen Kassen, kostspielige Rechtsstreitigkeiten erspart bleiben.

„Sollte die Entscheidung gegen den Winkelberg getroffen werden, dann hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf zu erfahren, wer diese rein politische Entscheidung zu verantworten hat“, meinte Gabriela Sennecke abschließend.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)