So, 20:29 Uhr
01.09.2013
Cleverness hat gefehlt
Wieder nicht schlecht gespielt, eigentlich sogar das bessere Team auf dem Platz und trotzdem musste Wacker Nordhausen die dritte Niederlage der Saison, die erste zudem im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark hinnehmen...
Wie schon zuletzt beim Unentschieden zu Hause gegen Jena und am vergangenen Sonntag bei der Niederlage in Rathenow, geriet Wacker trotz großer Präsenz auf dem Rasen in Rückstand.
Dabei hatten die Nordhäuser druckvoll angefangen und die ersten 30 Minuten der ersten Halbzeit gut im Griff. Die Neustrelitzer allerdings standen in der Abwehr dicht gestaffelt und ließen nicht viel zu. Omar El-Zein, der diesmal in der Startelf auflief, war schon in der dritten Minute zum ersten Mal vor dem Tor der Gäste aufgetaucht, gefährlich wurde es aber nicht. Schon eine Minute dann die nächste Möglichkeit. Wacker bekam kurz vor dem Strafraum einen Strafstoß zugesprochen. El-Zein trat an und sein Schuss landete ebenso, wie der Nachschuss in der Mauer der Neustrelitzer.
Es sollte bis zur 13. Minute dauern, bis die Gäste das erste Mal überhaupt erwähnenswert vor das Tor von Wacker kam. Überhaupt zeigten die als Tabellenvierte angereisten Neustrelitzer erstaunlich wenig Initiative in Richtung Nordhäuser Tor. Vielmehr stellten sich die Gäste, die zuletzt beim 5:0-Erfolg über Plauen in heimischen Stadion doch Selbstvertrauen getankt haben sollten, hinten rein, machten alles dich, das allerdings machten sie gut und ließen nicht viel zu.
Wieder einmal war ein Problem der Wackeren aber auch, dass vieles zu ungenau war, lange Balle nicht das Ziel fanden und die Gäste mit ihrem Keeper Daniel Bittner heute wohl den stärksten Mann auf dem Platz in ihren Reihen hatten. Und fast aus dem Nichts passierte es dann auch. Wacker wurde im eigenen Stadion klassisch ausgekontert. TSG-Mann Ingo Wunderlich hatten die Nordhäuser auf der rechten Seite sträflich allein gelassen. Der wurde schön in Szene gesetzt, marschierte allein auf David Primke im Nordhäuser Tor zu und ließ dem Schlussmann keine Chance (1:0, 36.).
Danach wirkte Wacker etwas verunsichert, die Gäste schienen nun doch in der Partie angekommen zu sein und machten in den letzten Minuten der ersten Halbzeit noch einmal mehr Druck.
Aus der Kabine kamen die Nordhäuser definitiv wacher heraus, als sie mit hängenden Köpfen 15 Minuten zuvor hinein marschiert waren. Die vermutliche nicht ganz leise Pausenansprache von Coach Goslar hatte auf jeden Fall Wirkung gezeigt. Die Wackeren um ihren Kapitän Pascal Biank zeigten vor 850 Zuschauern im AKS wieder einmal, dass Nordhausen auch einen Rückstand weg stecken kann. Schon in der 46. hätte man mit einem Pfiff des Unparteiischen rechnen dürfen, wenn nicht gar müssen. Omar El-Zein war im Strafraum am Trikot zu Boden gerissen worden.
Die auf ihn gespielte Flanke fand so nicht ihr Ziel, der Pfiff jedoch blieb aus, zumindest der von Schiedsrichter Lutz Rosenkranz. Umso lauter waren dafür die der Fans, die den Plauener so wissen ließen, was von seiner Leistung als Referee zu halten war.
Die Nordhäuser blieben aber weiter am Ball, hatten nun Chancen fast im Minutentakt, der nun schon längst überfällige Ausgleich wollte aber einfach nicht fallen. Auf der Gegenseite war es Keeper Primke, der seine Mannschaft vor einem weiteren Kontertor bewahrte.
Nur wenig später wird Omar El-Zein wieder im Strafraum der Gäste gefoult. Diesmal pfeift Rosenkranz und zeigt auf den Punkt. El-Zein tritt an, schießt platziert, aber vielleicht etwas zu schwach. zu schwach zumindest für den starken Bittner. Der hält den Elfer und auch beim Nachschuss von Hauswald ist er mit einer weiteren Großtat zu Stelle.
In der 69. Minute war es dann aber doch soweit. Wieder war es Hauswald, der diesmal im Gewühl vor dem Neustrelitzer Tor an den Ball kam und diesmal netzt er zwischen den Beinen von Bittner hindurch ein.
Wacker drängte nun erst recht auf den Sieg, fragen darf man im Nachhinein sicherlich, ob es nicht vernünftiger gewesen wäre, zumindest den Punktgewinn zu verteidigen. Die Fans fanden es Klasse, die Gäste warteten ab. Und so kam, fast schon folgerichtig, was kommen musste. Wacker musste ein weiteres Kontertor hinnehmen. Diesmal war es Dino Medjedovic, der Primke im Nachschuss überwindet (2:1, 82.).
In den letzten Minuten warfen die Nordhäuser nochmal alles nach vorn. Bei einem Biank-Freistoß tauchte sogar Keeper Primke im Strafraum der Neustrelitzer auf. Geholfen hatte aber auch das dann nichts mehr. Wie schon gegen Unions Zweite, gegen Rathenow und auch gegen Jena, auch wenn man da einen Punkt holte, stand man am Ende mit viel weniger als verdient und im speziellen mit leeren Händen da.
"Es gilt das Ganze jetzt zu analysieren. Uns hat heute die Cleverness gefehlt und wir haben wieder einmal Lehrgeld gezahlt. Wir haben gut gespielt, stehen mit leeren Händen da und Neustrelitz kann feiern", brachte es Trainer Jörg Goslar nach der Partie auf den Punkt. Die Enttäuschung bei Fans, Spielern und Trainer nach der unnötigen Niederlage gegen Neustrelitz war groß.
Lars Koch
Autor: redWie schon zuletzt beim Unentschieden zu Hause gegen Jena und am vergangenen Sonntag bei der Niederlage in Rathenow, geriet Wacker trotz großer Präsenz auf dem Rasen in Rückstand.
Dabei hatten die Nordhäuser druckvoll angefangen und die ersten 30 Minuten der ersten Halbzeit gut im Griff. Die Neustrelitzer allerdings standen in der Abwehr dicht gestaffelt und ließen nicht viel zu. Omar El-Zein, der diesmal in der Startelf auflief, war schon in der dritten Minute zum ersten Mal vor dem Tor der Gäste aufgetaucht, gefährlich wurde es aber nicht. Schon eine Minute dann die nächste Möglichkeit. Wacker bekam kurz vor dem Strafraum einen Strafstoß zugesprochen. El-Zein trat an und sein Schuss landete ebenso, wie der Nachschuss in der Mauer der Neustrelitzer.
Es sollte bis zur 13. Minute dauern, bis die Gäste das erste Mal überhaupt erwähnenswert vor das Tor von Wacker kam. Überhaupt zeigten die als Tabellenvierte angereisten Neustrelitzer erstaunlich wenig Initiative in Richtung Nordhäuser Tor. Vielmehr stellten sich die Gäste, die zuletzt beim 5:0-Erfolg über Plauen in heimischen Stadion doch Selbstvertrauen getankt haben sollten, hinten rein, machten alles dich, das allerdings machten sie gut und ließen nicht viel zu.
Wieder einmal war ein Problem der Wackeren aber auch, dass vieles zu ungenau war, lange Balle nicht das Ziel fanden und die Gäste mit ihrem Keeper Daniel Bittner heute wohl den stärksten Mann auf dem Platz in ihren Reihen hatten. Und fast aus dem Nichts passierte es dann auch. Wacker wurde im eigenen Stadion klassisch ausgekontert. TSG-Mann Ingo Wunderlich hatten die Nordhäuser auf der rechten Seite sträflich allein gelassen. Der wurde schön in Szene gesetzt, marschierte allein auf David Primke im Nordhäuser Tor zu und ließ dem Schlussmann keine Chance (1:0, 36.).
Danach wirkte Wacker etwas verunsichert, die Gäste schienen nun doch in der Partie angekommen zu sein und machten in den letzten Minuten der ersten Halbzeit noch einmal mehr Druck.
Aus der Kabine kamen die Nordhäuser definitiv wacher heraus, als sie mit hängenden Köpfen 15 Minuten zuvor hinein marschiert waren. Die vermutliche nicht ganz leise Pausenansprache von Coach Goslar hatte auf jeden Fall Wirkung gezeigt. Die Wackeren um ihren Kapitän Pascal Biank zeigten vor 850 Zuschauern im AKS wieder einmal, dass Nordhausen auch einen Rückstand weg stecken kann. Schon in der 46. hätte man mit einem Pfiff des Unparteiischen rechnen dürfen, wenn nicht gar müssen. Omar El-Zein war im Strafraum am Trikot zu Boden gerissen worden.
Die auf ihn gespielte Flanke fand so nicht ihr Ziel, der Pfiff jedoch blieb aus, zumindest der von Schiedsrichter Lutz Rosenkranz. Umso lauter waren dafür die der Fans, die den Plauener so wissen ließen, was von seiner Leistung als Referee zu halten war.
Die Nordhäuser blieben aber weiter am Ball, hatten nun Chancen fast im Minutentakt, der nun schon längst überfällige Ausgleich wollte aber einfach nicht fallen. Auf der Gegenseite war es Keeper Primke, der seine Mannschaft vor einem weiteren Kontertor bewahrte.
Nur wenig später wird Omar El-Zein wieder im Strafraum der Gäste gefoult. Diesmal pfeift Rosenkranz und zeigt auf den Punkt. El-Zein tritt an, schießt platziert, aber vielleicht etwas zu schwach. zu schwach zumindest für den starken Bittner. Der hält den Elfer und auch beim Nachschuss von Hauswald ist er mit einer weiteren Großtat zu Stelle.
In der 69. Minute war es dann aber doch soweit. Wieder war es Hauswald, der diesmal im Gewühl vor dem Neustrelitzer Tor an den Ball kam und diesmal netzt er zwischen den Beinen von Bittner hindurch ein.
Wacker drängte nun erst recht auf den Sieg, fragen darf man im Nachhinein sicherlich, ob es nicht vernünftiger gewesen wäre, zumindest den Punktgewinn zu verteidigen. Die Fans fanden es Klasse, die Gäste warteten ab. Und so kam, fast schon folgerichtig, was kommen musste. Wacker musste ein weiteres Kontertor hinnehmen. Diesmal war es Dino Medjedovic, der Primke im Nachschuss überwindet (2:1, 82.).
In den letzten Minuten warfen die Nordhäuser nochmal alles nach vorn. Bei einem Biank-Freistoß tauchte sogar Keeper Primke im Strafraum der Neustrelitzer auf. Geholfen hatte aber auch das dann nichts mehr. Wie schon gegen Unions Zweite, gegen Rathenow und auch gegen Jena, auch wenn man da einen Punkt holte, stand man am Ende mit viel weniger als verdient und im speziellen mit leeren Händen da.
"Es gilt das Ganze jetzt zu analysieren. Uns hat heute die Cleverness gefehlt und wir haben wieder einmal Lehrgeld gezahlt. Wir haben gut gespielt, stehen mit leeren Händen da und Neustrelitz kann feiern", brachte es Trainer Jörg Goslar nach der Partie auf den Punkt. Die Enttäuschung bei Fans, Spielern und Trainer nach der unnötigen Niederlage gegen Neustrelitz war groß.
Lars Koch


