So, 16:23 Uhr
01.09.2013
Ziegen, Schafe, Kühe: Tendenz fallend
Eckart Stolle, dem Sachgebietsleiter im Landwirtschaftsamt Bad Frankenhausen, macht es Sorgen, wenn er die Statistik über die Entwicklung der Tierbestände im Landkreis Nordhausen vor Augen hat. Der Bestand an Ziegen, Schafen, Milchkühen und Rindern ist seit Jahren rückläufig. Kurt Frank sprach mit dem Experten...
Im Jahre 1999 zählte die Statistik noch 3999 Ziegen und Schafe im Südharz. Zwölf Jahre später waren es nur noch 3452 Tiere. Innerhalb von zwölf Monaten fiel die Zahl auf 2589 im Vorjahr. Von einzelnen Haltern abgesehen, sind Ziegen und Schafe heute in größerer Anzahl nur noch auf der Ziegen-Alm in Sophienhof (unser Bild) oder auf der Forst-Farm auf dem Bergrücken zwischen Hochstedt und Herreden anzutreffen.
Ihre Halter, Kai Liebig und Diana Forst, wissen, dass die Ziege eines der ältesten Haustiere der Welt ist. Sie hat unsere Entwicklung bis heute begleitet. Einst sicherte sie das Überleben vieler Menschen, war sie doch die Kuh des armen Mannes. Europaweit leben die meisten Ziegen in Griechenland und Spanien, gefolgt von Frankreich und Italien. 4470 Milchkühe befanden sich 2010 in den Stallungen der Südharzer Landwirtschaftsbetriebe. Ihre Zahl sank auf 4251 im Jahre 2011 und auf 3734 Milchgeber im Vorjahr. 20199 Rinder grasten 1999 auf den Wiesen des Südharzes oder befanden sich in den Ställen ihrer Halter. Die Zahl fiel auf 12424 im Jahr 2011. Eckart Stolle sieht dennoch einen Lichtblick: 12950 Tiere registrierte er für das Vorjahr, ein Plus von 526 Stück. Die Zahl bleibt stabil. Eine erfreulich Entwicklung, womit der Trend bei dieser Tierart nach unten gestoppt sein dürfte, ist er zuversichtlich.
Schon in der Bibel (1. Buch Mose, Kapitel 41) spielten Rinder eine wichtige Rolle. An vielen Stellen kommen Kühe und Ochsen vor. Sie waren schon immer hoch geschätzte Tiere für den Menschen, die ihnen bei der mühseligen Arbeit (Pflügen, Dreschen) halfen, Milch und Fleisch lieferten. Die ältesten Nachweise über die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder reichen bis in das 8. Jahrhundert vor der Zeitrechnung zurück. Der Ursprung liegt in Asien und Afrika.
Durch verschiedene Züchtungen gibt es derzeit etwa 500 Rinderrassen weltweit. Die lokale bzw. regionale Bedeutung ist unterschiedlich. Ab 1900 kreuzte man die verschiedensten Rassen miteinander, so dass diese entweder eine höhere Fleisch- oder Milchleistung besaßen. Während die Zahl der Milchkühe sich stetig verringerte, stieg im Gegensatz dazu ihre Leistung.
Lag sie 2008 hierzulande bei 9316 Liter je Kuh und Jahr, stieg sie im Vorjahr auf 10041 Liter. Spitzenkühe der Rasse Schwarzbunte Holstein bringen es auf 19700 Liter Milch im Jahr. Beim Braunvieh liegt der Durchschnitt bei 6860, bei den Pinzgauern bei 5438 und bei Grauvieh (auf der Ziegen-Alm) bei 4815 Liter/Jahr.
Kurt Frank
Autor: redIm Jahre 1999 zählte die Statistik noch 3999 Ziegen und Schafe im Südharz. Zwölf Jahre später waren es nur noch 3452 Tiere. Innerhalb von zwölf Monaten fiel die Zahl auf 2589 im Vorjahr. Von einzelnen Haltern abgesehen, sind Ziegen und Schafe heute in größerer Anzahl nur noch auf der Ziegen-Alm in Sophienhof (unser Bild) oder auf der Forst-Farm auf dem Bergrücken zwischen Hochstedt und Herreden anzutreffen.
Ihre Halter, Kai Liebig und Diana Forst, wissen, dass die Ziege eines der ältesten Haustiere der Welt ist. Sie hat unsere Entwicklung bis heute begleitet. Einst sicherte sie das Überleben vieler Menschen, war sie doch die Kuh des armen Mannes. Europaweit leben die meisten Ziegen in Griechenland und Spanien, gefolgt von Frankreich und Italien. 4470 Milchkühe befanden sich 2010 in den Stallungen der Südharzer Landwirtschaftsbetriebe. Ihre Zahl sank auf 4251 im Jahre 2011 und auf 3734 Milchgeber im Vorjahr. 20199 Rinder grasten 1999 auf den Wiesen des Südharzes oder befanden sich in den Ställen ihrer Halter. Die Zahl fiel auf 12424 im Jahr 2011. Eckart Stolle sieht dennoch einen Lichtblick: 12950 Tiere registrierte er für das Vorjahr, ein Plus von 526 Stück. Die Zahl bleibt stabil. Eine erfreulich Entwicklung, womit der Trend bei dieser Tierart nach unten gestoppt sein dürfte, ist er zuversichtlich.
Schon in der Bibel (1. Buch Mose, Kapitel 41) spielten Rinder eine wichtige Rolle. An vielen Stellen kommen Kühe und Ochsen vor. Sie waren schon immer hoch geschätzte Tiere für den Menschen, die ihnen bei der mühseligen Arbeit (Pflügen, Dreschen) halfen, Milch und Fleisch lieferten. Die ältesten Nachweise über die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder reichen bis in das 8. Jahrhundert vor der Zeitrechnung zurück. Der Ursprung liegt in Asien und Afrika.
Durch verschiedene Züchtungen gibt es derzeit etwa 500 Rinderrassen weltweit. Die lokale bzw. regionale Bedeutung ist unterschiedlich. Ab 1900 kreuzte man die verschiedensten Rassen miteinander, so dass diese entweder eine höhere Fleisch- oder Milchleistung besaßen. Während die Zahl der Milchkühe sich stetig verringerte, stieg im Gegensatz dazu ihre Leistung.
Lag sie 2008 hierzulande bei 9316 Liter je Kuh und Jahr, stieg sie im Vorjahr auf 10041 Liter. Spitzenkühe der Rasse Schwarzbunte Holstein bringen es auf 19700 Liter Milch im Jahr. Beim Braunvieh liegt der Durchschnitt bei 6860, bei den Pinzgauern bei 5438 und bei Grauvieh (auf der Ziegen-Alm) bei 4815 Liter/Jahr.
Kurt Frank





