Mo, 14:48 Uhr
26.08.2013
Aus desolat mach modern
Am Nachmittag ist in Nordhausen die sanierte Turnhalle auf dem Spendekirchhof wieder offiziell für den Schul- und Vereinssport freigegeben worden. Mehr als 1,1 Millionen Euro sind seit dem vergangenen Jahr verbaut worden...
Die Spendekirchhofhalle, die unter Denkmalschutz steht, konnte aufgrund des baulichen Zustands seit 2010 nicht mehr genutzt werden. In 2011 wurden die erforderlichen Fördermittel geklärt, um die Komplettsanierung in Angriff nehmen zu können.
Gemeinsam mit der Stadt Nordhausen ließ sich das Projekt realisieren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1.155 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt zunächst bei 188.000 Euro. Hinzu kommen fast 500.000 Euro, die die Stadt Nordhausen als zinsloses Darlehen aus der Städtebauförderung bereitgestellt hat. Nahezu 500.000 Euro fließen aus der Sportstättenförderung des Landes. Nach den erfolgten Ausschreibungen konnte im Januar 2012 der Bau beginnen.
Gut ein Jahr dauerte die Sanierung der Halle, anschließend wurden die Außenanlagen neu gestaltet. Jetzt entspricht die Halle modernem Standard, ist beispielsweise mit Prallwänden ausgestattet, es gibt ein nachhaltiges Wärmerückgewinnungssystem, das Licht schaltet sich automatisch ab und die Fußbodenheizung arbeitet ressourcenschonend. Der Generalplaner waren die Planungsgemeinschaft Tölle und FAI Nordhausen.
Interessante Fakten zur Sanierung:
Autor: redDie Spendekirchhofhalle, die unter Denkmalschutz steht, konnte aufgrund des baulichen Zustands seit 2010 nicht mehr genutzt werden. In 2011 wurden die erforderlichen Fördermittel geklärt, um die Komplettsanierung in Angriff nehmen zu können.
Gemeinsam mit der Stadt Nordhausen ließ sich das Projekt realisieren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1.155 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt zunächst bei 188.000 Euro. Hinzu kommen fast 500.000 Euro, die die Stadt Nordhausen als zinsloses Darlehen aus der Städtebauförderung bereitgestellt hat. Nahezu 500.000 Euro fließen aus der Sportstättenförderung des Landes. Nach den erfolgten Ausschreibungen konnte im Januar 2012 der Bau beginnen.
Gut ein Jahr dauerte die Sanierung der Halle, anschließend wurden die Außenanlagen neu gestaltet. Jetzt entspricht die Halle modernem Standard, ist beispielsweise mit Prallwänden ausgestattet, es gibt ein nachhaltiges Wärmerückgewinnungssystem, das Licht schaltet sich automatisch ab und die Fußbodenheizung arbeitet ressourcenschonend. Der Generalplaner waren die Planungsgemeinschaft Tölle und FAI Nordhausen.
Interessante Fakten zur Sanierung:
- Es wurden fast 500 m² Geschossflächen und ca. 2.000 m² Wände innen und außen bearbeitet und 600 m² Dämmflächen erneuert. Dabei wurden mehr als 20 Tonnen Stahl verbaut und 90 m³ Beton verarbeitet.
- Die Heizung und Lüftung entspricht neuesten, energetischen Anforderungen. So wurde eine moderne Gasabsorptionswärmepumpe eingebaut. Die Lüftung der Sporthalle und aller anderen Räume ist mit Wärmerückgewinnung ausgelegt, d. h. es wird selbst aus verbrauchter Luft noch Energie gewonnen. Die Lüftung ist auch CO2-gesteuert – es wird der Ausstoß an CO2 überwacht und die Abluft entsprechend der vorhandenen Sportler gesteuert. Die komplette Heiztechnik kann aus der Ferne gewartet werden.
- Elektrik: moderne Präsenzsteuerung verhindert, dass Licht in allen Räumen versehentlich angelassen werden kann. Nach kurzer Zeit, schaltet sich der Raum entsprechend ab. Es wurde eine moderne Alarmanlage installiert, die eine Aufschaltung besitzt.
- Der Sporthallenbereich wurde mit modernsten Prallwänden ausgestattet.
- Die komplette Sporthalle ist mit einer ressourcenschonenden Fußbodenheizung ausgestattet. So konnten unter anderem die Deckenlast durch das Weglassen von Deckenstrahlplatte erheblich reduziert werden.
- Die Außenanlagen wurden komplett neu gestaltet. Es entstand ein Bolzplatz mit Fußballtoren und Basketballkörben. Moderne Ballfangzäune sollen verhindern, dass die Bälle – wie so oft vorher – über die Stadtmauer bzw. zum Nachbargrundstück fliegen.


