Sa, 07:42 Uhr
24.08.2013
Stockhausens Platt (19)
nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen widmet er sich einem ganz besonderen Tag für Kinder...
Autor: redSchulanfangk dunnemols
Nune aesses verbie met Kingergoorten,
weil neue Erlebnisse uffen worten.
Jo, Fritzchen kämmet in de erschte Klosse,
womit ich mich nune mol näher befosse.
Zunächst muss aen noier Anzugk raan,
daen treckte, samt wissen Knieschtrimpen, aan.
De Brottasche waerd veern Buch mettjefiehrt,
während d`n Buckel d´r Schulranzen ziehrt.
Wos aessenn in so´nen Ranzen drin?
Do simme mol noigierig, gucken mol rin.
Do fällt uns de Schiefertofel uff,
do sin Linien un au Kästchen druff.
Die sin fer Schreiben un Rechnen jedocht,
un wemme mol aennen Fehler mocht,
hängt an dr Tafel, sonst gitt`s uff de Kappen,
aen nasser Schwamm un aen trockener Lappen.
An de Tofel muss me sich erscht jewehne,
wemme sehre uffdrickt, quietscht se scheene.
De Griffel zun schrieben, us Schiefer jemocht,
sin in´nen Holzkästchen ungerjebroocht.
Schieferkasten waerd sowas jenannt,
met Schiewedeckel, dos aes bekannt.
Un noch was Wichtijes muss me ha´n:
aen Griffelschpitzer us Porzellan.
Aen einzijes Buch aes noch aen Muss,
dos aes de Fibel, doch dann aes Schluss.
Inzwischen wor´s Fritzchen bie´n Lehrer drin
un mutte dos erschte Mol ortich sin.
Als Belohnungk gab´s dann fer d´n Guten
veer dr Teer de Zuckertuten.
Die wor nich sehr schwer, uff jeden Fall
wor owenene druff aen grußer Ball.
Jo veele wor domols nich ze krieh´n,
hiete musses aen Händi oder Smartfon sie´n.
Un trotzdem wurde, ohne Witz,
us den kleinen Fritzchen aen tüchtijer Fritz.
Horst-Dieter Stockhausen
Nune aesses verbie met Kingergoorten,
weil neue Erlebnisse uffen worten.
Jo, Fritzchen kämmet in de erschte Klosse,
womit ich mich nune mol näher befosse.
Zunächst muss aen noier Anzugk raan,
daen treckte, samt wissen Knieschtrimpen, aan.
De Brottasche waerd veern Buch mettjefiehrt,
während d`n Buckel d´r Schulranzen ziehrt.
Wos aessenn in so´nen Ranzen drin?
Do simme mol noigierig, gucken mol rin.
Do fällt uns de Schiefertofel uff,
do sin Linien un au Kästchen druff.
Die sin fer Schreiben un Rechnen jedocht,
un wemme mol aennen Fehler mocht,
hängt an dr Tafel, sonst gitt`s uff de Kappen,
aen nasser Schwamm un aen trockener Lappen.
An de Tofel muss me sich erscht jewehne,
wemme sehre uffdrickt, quietscht se scheene.
De Griffel zun schrieben, us Schiefer jemocht,
sin in´nen Holzkästchen ungerjebroocht.
Schieferkasten waerd sowas jenannt,
met Schiewedeckel, dos aes bekannt.
Un noch was Wichtijes muss me ha´n:
aen Griffelschpitzer us Porzellan.
Aen einzijes Buch aes noch aen Muss,
dos aes de Fibel, doch dann aes Schluss.
Inzwischen wor´s Fritzchen bie´n Lehrer drin
un mutte dos erschte Mol ortich sin.
Als Belohnungk gab´s dann fer d´n Guten
veer dr Teer de Zuckertuten.
Die wor nich sehr schwer, uff jeden Fall
wor owenene druff aen grußer Ball.
Jo veele wor domols nich ze krieh´n,
hiete musses aen Händi oder Smartfon sie´n.
Un trotzdem wurde, ohne Witz,
us den kleinen Fritzchen aen tüchtijer Fritz.
Horst-Dieter Stockhausen

