Fr, 13:09 Uhr
23.08.2013
Landrätin unterwegs
Auf ihrer Info-Tour, die die Landrätin regelmäßig in Unternehmen und Institutionen im Landkreis führt, besuchte Birgit Keller in dieser Woche das Fahrzeugwerk Niedersachswerfen GmbH (FWN) und zwei soziale Einrichtungen...
Das Unternehmen gehört geografisch zu Woffleben - die Zuordnung zu Niedersachswerfen erfolgte damals nach dem Krieg aus einem triftigen Grund: "In Niedersachswerfen gab es Essensmarken", sagt Betriebsleiter Friedhelm Heinemann. In Woffleben, als ländliches Gebiet, gab es keine Marken für die Mitarbeiter, dort musste das Essen selbst angebaut werden. Rund 260 Beschäftigte hat FWN heute und arbeitet mit Kunden in ganz Europa zusammen. Die Firma bearbeitet "alles, was sich auf der Schiene bewegt, vom einfachen Flachwagen bis zum hochkomplexen Chemiewagen", so Heinemann.
Rund 2.500 Schienenfahrzeuge, vorrangig aus dem Güterverkehr, repariert und erneuert FWN jedes Jahr. Dabei stehen oft sehr spezialisierte Aufgaben an, für die eigens Zulassungen erforderlich sind. So ist das Fahrzeugwerk beispielsweise für 65 unterschiedliche Schweißverfahren sowie eine Vielzahl bahnspezifischer Verfahren zertifiziert und zugelassen. Das Unternehmen hat neben dem großen Betriebsgelände in Woffleben ein Bahnwerk und Gleise am Hauptbahnhof in Nordhausen.
Die Villmann-Gruppe, zu der FWN gehört, hat sich im Zuge der Diskussion um die HSB an den Landkreis gewandt und Unterstützung angeboten, das "fahrende technische Denkmal der HSB" für die Zukunft zu sichern und beispielsweise bei Reparaturen und Wartungsarbeiten zu unterstützen. Im Zuge der Diskussion mit der HSB werde man auch diesen Vorschlag aufgreifen, um möglichst die Wertschöpfung in der Region zu halten, so Landrätin Keller. Schon jetzt engagiert sich FWN für "technische Denkmale". Gerade wird ein Transport von Diesel-Loks aus der Schweiz für das IFA-Museum in Nordhausen vorbereitet, an dem sich FWN beteiligen wird. Ebenfalls sind in der Zukunft einige Instandsetzungsarbeiten an diesen historischen Loks geplant.
Die zweite Station der Info-Tour der Landrätin war die KMG Klinik in Sülzhayn, wo Birgit Keller die neue Leitungsspitze des neurologischen Reha-Zentrums für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene getroffen hat. Die Kinder- und Jugendärztin Dr. med. Heike Hoff-Emden ist seit eineinhalb Jahren Chefärztin. "Wir haben in dieser Zeit ein neues Qualitätsmanagement eingeführt", berichtet Dr. Hoff-Emden, die sich bereits ein gutes Netzwerk in der Region aufgebaut hat. Seit 1. Juli steht der Ärztin Susanne Jacob als Verwaltungsdirektorin zur Seite. "Rehabilitation im Mittelpunkt Deutschlands" haben sie sich als neuen Werbeslogan für die Klinik überlegt. "Zu uns kommen Familien von Hamburg bis München", erzählt die Chefärztin. "Das ist eine große Chance für die Region", meint Landrätin Keller.
Zukünftig will sich das Reha-Zentrum noch stärker spezialisieren, beispielsweise auf psychosomatische Erkrankungen und Kinder, die bereits im Mutterleib durch Alkohol geschädigt wurden. "In diesem Bereich sind wir die einzige Klinik dieser Art in Deutschland", so Dr. Hoff-Emden. Außerdem betreut das Reha-Zentrum mit rund 100 Mitarbeitern beispielsweise Patienten mit angeborenen neurologischen Erkrankungen, Verletzungen nach Unfällen oder Hirnblutungen. Außerdem gibt es Wohngruppen für Kinder und Erwachsene mit Behinderungen.
Eine Außenwohngruppe ist geplant. Ganz neu ist ein Seniorenwohn- und -pflegeheim mit 51 Plätzen - unterm Dach mit einem weiten Blick über die Wälder und Berge rund um die Klinik am Haidberg in Sülzhayn. "Das ermöglicht uns ein generationsübergreifendes Zusammenleben, Projekte und Veranstaltungen", meint Susanne Jacob. Viele Angebote der Klinik sind auch für ambulante Patienten möglich, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logopädie oder Wassergymnastik im hauseigenen Schwimmbecken. Das nutzt auch der Kreis für das Schulschwimmen im Raum Ellrich. "Unsere Cafeteria ist auch für die Öffentlichkeit geöffnet - jeder kann kommen", sagte Susanne Jacob. So kann jeder, der neugierig auf das Reha-Zentrum am Berg ist, mal ganz unkompliziert einen Blick hineinwerfen und dazu einen Kaffee trinken.
Ebenfalls in dieser Woche besuchte Birgit Keller den AWO-Kreisverband und besichtigte die Schuldnerberatungen, die die AWO im Auftrag des Landkreises in Nordhausen und der Außenstelle Bleicherode betreibt. Dabei würdigte die Landrätin das langjährige Engagement des AWO-Kreisverbandes. Wir haben auch darüber gesprochen, wie sich unter den veränderten finanziellen Möglichkeiten des Landkreises diese Arbeit zukünftig gestalten lässt. Der Landkreis möchte diese wichtige Aufgabe der Beratung von Schuldner auch in Zukunft gemeinsam mit der AWO fortsetzen, so Landrätin Keller.
Autor: redDas Unternehmen gehört geografisch zu Woffleben - die Zuordnung zu Niedersachswerfen erfolgte damals nach dem Krieg aus einem triftigen Grund: "In Niedersachswerfen gab es Essensmarken", sagt Betriebsleiter Friedhelm Heinemann. In Woffleben, als ländliches Gebiet, gab es keine Marken für die Mitarbeiter, dort musste das Essen selbst angebaut werden. Rund 260 Beschäftigte hat FWN heute und arbeitet mit Kunden in ganz Europa zusammen. Die Firma bearbeitet "alles, was sich auf der Schiene bewegt, vom einfachen Flachwagen bis zum hochkomplexen Chemiewagen", so Heinemann.
Rund 2.500 Schienenfahrzeuge, vorrangig aus dem Güterverkehr, repariert und erneuert FWN jedes Jahr. Dabei stehen oft sehr spezialisierte Aufgaben an, für die eigens Zulassungen erforderlich sind. So ist das Fahrzeugwerk beispielsweise für 65 unterschiedliche Schweißverfahren sowie eine Vielzahl bahnspezifischer Verfahren zertifiziert und zugelassen. Das Unternehmen hat neben dem großen Betriebsgelände in Woffleben ein Bahnwerk und Gleise am Hauptbahnhof in Nordhausen.
Die Villmann-Gruppe, zu der FWN gehört, hat sich im Zuge der Diskussion um die HSB an den Landkreis gewandt und Unterstützung angeboten, das "fahrende technische Denkmal der HSB" für die Zukunft zu sichern und beispielsweise bei Reparaturen und Wartungsarbeiten zu unterstützen. Im Zuge der Diskussion mit der HSB werde man auch diesen Vorschlag aufgreifen, um möglichst die Wertschöpfung in der Region zu halten, so Landrätin Keller. Schon jetzt engagiert sich FWN für "technische Denkmale". Gerade wird ein Transport von Diesel-Loks aus der Schweiz für das IFA-Museum in Nordhausen vorbereitet, an dem sich FWN beteiligen wird. Ebenfalls sind in der Zukunft einige Instandsetzungsarbeiten an diesen historischen Loks geplant.
Die zweite Station der Info-Tour der Landrätin war die KMG Klinik in Sülzhayn, wo Birgit Keller die neue Leitungsspitze des neurologischen Reha-Zentrums für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene getroffen hat. Die Kinder- und Jugendärztin Dr. med. Heike Hoff-Emden ist seit eineinhalb Jahren Chefärztin. "Wir haben in dieser Zeit ein neues Qualitätsmanagement eingeführt", berichtet Dr. Hoff-Emden, die sich bereits ein gutes Netzwerk in der Region aufgebaut hat. Seit 1. Juli steht der Ärztin Susanne Jacob als Verwaltungsdirektorin zur Seite. "Rehabilitation im Mittelpunkt Deutschlands" haben sie sich als neuen Werbeslogan für die Klinik überlegt. "Zu uns kommen Familien von Hamburg bis München", erzählt die Chefärztin. "Das ist eine große Chance für die Region", meint Landrätin Keller.
Zukünftig will sich das Reha-Zentrum noch stärker spezialisieren, beispielsweise auf psychosomatische Erkrankungen und Kinder, die bereits im Mutterleib durch Alkohol geschädigt wurden. "In diesem Bereich sind wir die einzige Klinik dieser Art in Deutschland", so Dr. Hoff-Emden. Außerdem betreut das Reha-Zentrum mit rund 100 Mitarbeitern beispielsweise Patienten mit angeborenen neurologischen Erkrankungen, Verletzungen nach Unfällen oder Hirnblutungen. Außerdem gibt es Wohngruppen für Kinder und Erwachsene mit Behinderungen.
Eine Außenwohngruppe ist geplant. Ganz neu ist ein Seniorenwohn- und -pflegeheim mit 51 Plätzen - unterm Dach mit einem weiten Blick über die Wälder und Berge rund um die Klinik am Haidberg in Sülzhayn. "Das ermöglicht uns ein generationsübergreifendes Zusammenleben, Projekte und Veranstaltungen", meint Susanne Jacob. Viele Angebote der Klinik sind auch für ambulante Patienten möglich, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logopädie oder Wassergymnastik im hauseigenen Schwimmbecken. Das nutzt auch der Kreis für das Schulschwimmen im Raum Ellrich. "Unsere Cafeteria ist auch für die Öffentlichkeit geöffnet - jeder kann kommen", sagte Susanne Jacob. So kann jeder, der neugierig auf das Reha-Zentrum am Berg ist, mal ganz unkompliziert einen Blick hineinwerfen und dazu einen Kaffee trinken.
Ebenfalls in dieser Woche besuchte Birgit Keller den AWO-Kreisverband und besichtigte die Schuldnerberatungen, die die AWO im Auftrag des Landkreises in Nordhausen und der Außenstelle Bleicherode betreibt. Dabei würdigte die Landrätin das langjährige Engagement des AWO-Kreisverbandes. Wir haben auch darüber gesprochen, wie sich unter den veränderten finanziellen Möglichkeiten des Landkreises diese Arbeit zukünftig gestalten lässt. Der Landkreis möchte diese wichtige Aufgabe der Beratung von Schuldner auch in Zukunft gemeinsam mit der AWO fortsetzen, so Landrätin Keller.



