Mi, 07:30 Uhr
14.08.2013
nnz-Forum: 12 Sekunden
Einen Moment der Unachtsamkeit reichte und schon war eine Leserin der nnz um 50 Euro ärmer. Im Forum berichtet sie über die Geschichte an einem Geldausgabeautomaten...
Am Donnerstag vergangener Woche hatten wir einen kleinen Ferien-Einkaufbummel in der Nordhäuser Südharzgalerie geplant. Alle waren gut gelaunt, denn im Anschluss daran wollten wir noch einen Ausflug in den Stadtpark machen.
Als ich für unsere Unternehmungen am Geldautomaten der SB-Sparkassenfiliale in der Atriumpassage noch etwas Bargeld abheben wollte, passierte das Malheur! Ich tippte am SB-Automaten "50 Euro" als Auszahlungsbetrag ein, war aber nebenbei in eine rege Diskussion mit meiner kleinen Tochter verwickelt.
Dadurch abgelenkt, habe ich dann zwar brav meine Geldkarte entnommen und eingesteckt, aber das Geld achtlos im Ausgabeschlitz des Automaten gelassen. Schon ein paar Minuten später bemerkte ich meinen Fehler und eilte sofort zurück zum Ort des Geschehens, aber leider umsonst.
Meine einzige Hoffung bestand darin, dass das vergessene Geld vom Automaten wieder zurückgezogen wurde. Dabei handelt es sich um einen cleveren Schutzmechanismus, der nach 20-30 Sekunden einsetzt. Am nächsten Morgen erklärte ich deshalb dem freundlichen Angestellten des Geldinstitutes telefonisch die Situation. Er nahm meine Reklamation an und versprach mir die Klärung des Sachverhaltes. Wenn der Automat tatsächlich Geld wegen Nichtentnahme zurückgezogen hat, bekommt der Kunde den Betrag auf sein Konto rückerstattet. Ich vermutete, dass es sich in meinem Fall genauso abgespielt hat.
Gestern erhielt ich die schriftliche Auskunft über den mysteriösen Vorgang. Die Sparkasse teilte mit, dass nach ordnungsgemäßer Prüfung der Angelegenheit festgestellt wurde, dass mir der Automat um 18:00:38 Uhr fünf Geldscheine präsentiert hat. Nur 12 Sekunden später, um 18:00:50 Uhr, wurden diese tatsächlich entnommen ... nur leider nicht von mir.
In diesem kurzen Zeitraum bin ich wahrscheinlich sogar unbemerkt an dem neuen Besitzer meiner 50 Euro vorbeigelaufen. Ist mein Geld jetzt weg? Aber nein, es ist nur nicht mehr bei mir, sondern bei jemand anderem! Es wurde mir nahegelegt, bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls zu erstatten. Wozu werden wir alle denn schließlich videoüberwacht?
D. W., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: redAm Donnerstag vergangener Woche hatten wir einen kleinen Ferien-Einkaufbummel in der Nordhäuser Südharzgalerie geplant. Alle waren gut gelaunt, denn im Anschluss daran wollten wir noch einen Ausflug in den Stadtpark machen.
Als ich für unsere Unternehmungen am Geldautomaten der SB-Sparkassenfiliale in der Atriumpassage noch etwas Bargeld abheben wollte, passierte das Malheur! Ich tippte am SB-Automaten "50 Euro" als Auszahlungsbetrag ein, war aber nebenbei in eine rege Diskussion mit meiner kleinen Tochter verwickelt.
Dadurch abgelenkt, habe ich dann zwar brav meine Geldkarte entnommen und eingesteckt, aber das Geld achtlos im Ausgabeschlitz des Automaten gelassen. Schon ein paar Minuten später bemerkte ich meinen Fehler und eilte sofort zurück zum Ort des Geschehens, aber leider umsonst.
Meine einzige Hoffung bestand darin, dass das vergessene Geld vom Automaten wieder zurückgezogen wurde. Dabei handelt es sich um einen cleveren Schutzmechanismus, der nach 20-30 Sekunden einsetzt. Am nächsten Morgen erklärte ich deshalb dem freundlichen Angestellten des Geldinstitutes telefonisch die Situation. Er nahm meine Reklamation an und versprach mir die Klärung des Sachverhaltes. Wenn der Automat tatsächlich Geld wegen Nichtentnahme zurückgezogen hat, bekommt der Kunde den Betrag auf sein Konto rückerstattet. Ich vermutete, dass es sich in meinem Fall genauso abgespielt hat.
Gestern erhielt ich die schriftliche Auskunft über den mysteriösen Vorgang. Die Sparkasse teilte mit, dass nach ordnungsgemäßer Prüfung der Angelegenheit festgestellt wurde, dass mir der Automat um 18:00:38 Uhr fünf Geldscheine präsentiert hat. Nur 12 Sekunden später, um 18:00:50 Uhr, wurden diese tatsächlich entnommen ... nur leider nicht von mir.
In diesem kurzen Zeitraum bin ich wahrscheinlich sogar unbemerkt an dem neuen Besitzer meiner 50 Euro vorbeigelaufen. Ist mein Geld jetzt weg? Aber nein, es ist nur nicht mehr bei mir, sondern bei jemand anderem! Es wurde mir nahegelegt, bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls zu erstatten. Wozu werden wir alle denn schließlich videoüberwacht?
D. W., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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