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Mo, 15:41 Uhr
05.04.2004

Nordhäuser in Berlin

Nordhausen (nnz). Zu Protesten gegen den Sozialabbau in Deutschland hatte auch der Deutsche Gewerkschaftsbund im Rahmen eines Aktionstages der europäischen Gewerkschaften aufgerufen. Mit dabei auch Gewerkschafter und viele andere Menschen aus Nordthüringen.


Protest

Sozialverbände, Kirchen, Globalisierungskritiker von attac sowie eine ganze Reihe anderer Gruppen unterstützten den Aufruf. Das ist nicht verwunderlich, so der DGB Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann gegenüber nnz, nach
einer Umfrage des Instituts Forsa empfinden 73 Prozent der Bundesbürger die Reformen als sozial ungerecht.

Mit 19 Bussen fuhren Nordthüringer nach Berlin. Doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Der europäische Aktionstag war deshalb ein riesiger Erfolg, weil mit Engagement in den vergangenen Wochen und Monaten alle mit dazu beigetragen
haben. Jetzt gehe es darum, den Schwung der europäischen Aktionstage nachhaltig in politischen Druck umzumünzen. „Wir werden unsere Kampagne ‚Im Mittelpunkt steht der Mensch’ dazu nutzen, um zum Beispiel beim Kampf für die Ausbildungsplatzumlage, aber auch beim Kampf gegen den Marktradikalismus der Arbeitgeberverbände verstärkt gegen zu halten. Auch die Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose muss verschwinden. Es gibt also viel zu tun. Wir machen weiter“, so der DGB Regionsvorsitzende.
Autor: nnz

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