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So, 18:55 Uhr
21.07.2013

Telefonieren rund um die Uhr

Seit einigen Wochen gibt es durchaus interessante Anfragen an die Nordhäuser Verwaltung. Nicht nur von Einwohnern dieser Stadt, sondern sogar aus dem Stadtrat heraus. So wollte Stefan Nüßle wissen, wie viele Mobiltelefone es denn im Rathaus gibt...


Ob Herr Nüßle schon eine Antwort erhalten hat, ist ungeklärt, die nnz hat deshalb in der Verwaltung nachgefragt und war überrascht. Die Überraschung liegt nicht nur in der Zahl der mobile Telefongeräte, sondern vor allem im Vergleich zum Landratsamt begründet. An der Behringstraße und an der Grimmelallee sind 54 Mobilfunkverträge gelistet, die über einen reinen Sprachtarif abgerechnet werden. In dieser Zahl sind sieben Telefone inbegriffen, die dem Katastrophenschutz zugerechnet werden. Inklusive sind auch vier Telefone für das Krisenzentrum im Veterinäramt. Zu diesen 54 Diensthandys kommen noch sechs Verträge zu Iphone-Tarifen. In Summe gibt es für 464 Mitarbeiter der Kreisverwaltung also 60 Mobilfunkverträge.

Ganz anders ist das Nordhäuser Rathaus bestückt. Zieht man von den 412 Beschäftigten des Nordhäuser Rathauses die 74 Geringbeschäftigten ab, dann kommt man auf eine Zahl von 338 Frauen und Männern. Für die sind im Nordhäuser Rathaus 148 Mobilfunktelefone samt Verträgen im Einsatz. Fast die Hälfte, exakt knapp 44 Prozent, aller Beschäftigten kann über ein Diensthandy verfügen. Es soll, so die offizielle Auskunft aus dem Rathaus, lediglich fünf Geräte geben, die mit einem Datentarif ausgestattet sind, mit 143 mobilen Telefonen kann man „nur“ telefonieren.

Warum es diese Unterschiede in den Verwaltungen gibt, ist nicht begründbar. Scheinbar aber regiert die Devise „koste es, was es wolle“ stärker im Rathaus als im Landratsamt.

Die nnz ist gespannt, was die Verwaltung Stefan Nüßle antwortet wird. Der wollte unter anderen wissen, welche Kosten jährlich entstehen und wie viele Handys zum Beispiel in den zurückliegenden Jahren verloren wurden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
21.07.2013, 22:38 Uhr
TOP Anfrage von Herrn Nüßle
Mittlerweile bieten die Netzbetreiber Sondertarife für Verwaltung und große Unternehmen an. Gerade da erhält man Super Konditionen. Hier stekt deutliches Einsparpotential. Jedoch ist es heute auch wichtig, das Mitarbeiter im Außendienst erreichbar sind.
Big Boy
22.07.2013, 07:40 Uhr
Aueßendienst
Da müssten ja 40 Prozent aller Angetsletten der Verwaltung im Rathaus im Außendienst arbeiten. Wo denn nur?
Wolfi65
22.07.2013, 07:42 Uhr
Sehr wichtig!
Diese Leute müssen ständig und überall erreichbar sein.
Außerdem müssen unter Umständen schnell und effizient erhebliche Datenmengen auch zur Unzeit und von jeden Ort in Deutschland, selbstverständlich im Dienste der Allgemeinheit, übertragen werden können.
Deshalb halte ich die Anfrage für mehr als kontraproduktiv und überflüssig.
Oder sollen vielleicht die Volksvertreter die Mobilfunkkosten von ihrer Aufwandentschädigung und dergleichen, begleichen?
Das geht doch gar nicht und wo kommen wir denn hin?
In Zeiten wo jeder Schnösel ein Funkfernsprecher in der Tasche hat und Telefonzellen verkümmern, sollen diese wichtigen Werkzeuge des Rechtsstaates über die paar Silberlinge noch Abbitte tun.
Ein Skandal ohne Gleichen ist das!:-)

Mit rechtstaatlichem Gruße
Das Wolfi
Retupmoc
22.07.2013, 10:08 Uhr
Verhältnisse
Da machen sich die knapp 6000 Euro im Monat schon bezahlt...

...als ob es in dieser Bananenstadt nichts Wichtigeres gäbe.
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