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Do, 10:33 Uhr
04.07.2013

nnz-Forum: Anzocke am Straßenrand

Gestern beschloss der Stadtrat die Bildung eines Zweckverbandes zum kommunalen Blitzen beschlossen. Ein Leser der nnz hat da so seine Erfahrungen machen können. Auch ohne Zweckverband...

Ich bin gestern kurz vor 09.00 Uhr durch die Parkallee gefahren. Ortseinwärts, aus Richtung Niedersachswerfen kommend. Auf der langen Geraden (noch vor dem Parkschloss) habe ich dann rechts im Gebüsch einen grauen VW Caddy stehen sehen. Das Auto stand in einem öffentlichen Park, auf einer für Fahrzeuge nicht zugelassenen Stelle.

Darüber habe ich mich zunächst gewundert- dann geärgert. Der Caddy war nämlich nur die"Gegenseite" einer Radarfalle, die in das Gebüsch am Straßenrand sehr sorgfältig "eingebaut" war. Das fand ich dann schon mehr als dreist.

Das Ordnungsamt steht mit seinem Messfahrzeug mitten in einer Parkanlage (hier würde jeder Normalbürger nicht nur einen Strafzettel erhalten) und bastelt dann auch noch die Messeinrichtungen ganz kunstvoll und sorgfältig in das Gebüsch am Straßenrand. Die Straße ist an dieser Stelle schnurgerade und man kann am Montag sehen, wer am Sonntag zu Besuch kommt. Hier ist ganz bewusst Jagd nach "Temposündern" gemacht worden. Und das mit Mitteln und Methoden, die sehr fragwürdig scheinen.

Es gibt hier keinen Fußgänger- Überweg, keinen Kindergarten oder eine Schule. Ich kann hier auch keinen Unfallschwerpunkt ausmachen. Die Straße geht einfach nur geradeaus. Hier sollte das Ordnungsamt einfach mal erklären, wo hier der Schwerpunkt bei dieser Kontrolle gelegen hat und wieso man sich als Ordnungsamt über solche Sachen wie Parken oder Abstellen von Fahrzeugen in einer öffentlichen Grünanlage einfach hinwegsetzen kann.

Oder ging es hier doch nur um Abzocke, um das Füllen des leeren Stadtsäckels? Und außerdem (das ist allerdings sehr frech gefragt ) würde mich interessieren: Hat der Fahrer des Transporters für das Parken auf öffentlichen Wegen und Grünanlagen ein Knöllchen erhalten?? Sind diese Messungen überhaupt rechtens, wenn sie mit "unlauteren Mitteln" und eventuell nicht rechtskonformen Methoden entstanden sind?

Ich wurde übrigens nicht "geblitzt", doch kann ich mich über eine solche Verfahrensweise und die Scheinheiligkeit des Ordnungsamtes der Stadt Nordhausen bei Befragungen zu Blitzen in den Medien nur ärgern. Ich bin auch nicht gegen Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet. Aber dann sollte sich die Stadt Nordhausen an ihre eigenen Spielregeln halten, da kontrollieren, wo es nötig und sinnvoll ist (nämlich vor Kindereinrichtungen, Arztpraxen, Schulen etc.) und sich auch ansonsten an die eigenen Gebote und Regeln halten.

Das Befahren der öffentlichen Wege und Grünanlagen mit Kraftfahrzeugen im Stadtpark ist nämlich verboten! Ich bin der 100%igen Meinung: Hier ging es eindeutig zu weit und hier wurde abgezockt.
Ich weiß auch, wer sich an die Spielregeln hält und brav seine 50 km/h fährt, braucht vor solchen „Fallen“ keine Angst zu haben.
T. K., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
ndh2013
04.07.2013, 11:04 Uhr
leider rechtens
Kommunale Verkehrsüberwacher oder in deren Auftrag tätige zivile Messdienste dürfen Sonderrechte nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie eine entsprechende Ausnahmegenehmigung nach § 46 StVO besitzen. Über diese verfügen sie in der Regel auch, da speziell letzteren die Messorte von den zuständigen Behörden vorgegeben werden.

Wenn es sich dabei nicht vermeiden lässt, darf auch von Gehwegen und anderen Straßenteilen, die dem Kfz-Verkehr gemeinhin ncht zur Verfügung stehen, geblitzt werden. Die Ausnahmegenehmigung muss in solchen Fällen jedoch ausdrücklich die Benutzung auch dieser Straßenteile beinhalten.

Die Polizei braucht bei ihren Messungen nichts dergleichen, da sie wie schon erwähnt die Sonderrechte aus § 35 StVO unter den dort genannten Voraussetzungen in Anspruch nehmen kann.
Flitzpiepe
04.07.2013, 11:30 Uhr
Das dürfte man sich nicht gefallen lassen
Seitdem an der Leimbacher Straße die Bäume weg sind, musste sich der Blitzer auch eine andere Deckung suchen. Diese hat man auf der anderen Straßenseite im Gebüsch gefunden.
Da macht es auch nichts, dass dann das Fahrzeug ohne Absperrung den gesamten Radweg und Fußweg blockiert.

Da es aber kein Fahrzeug mit Sonderrechten ist, steht es also selber verkehrswidrig und müsste mit einem Bußgeld belegt werden.
Retupmoc
04.07.2013, 11:34 Uhr
Abzocke
Es ist und bleibt nichts anderes als Abzocke. Ich bin heute morgen an mehreren Schulen und Kindergärten vorbeigefahren. Keine Radarfalle. Wollte man nicht die Kinder schützen. Man schützt lieber, die im Gehege eingesperrten Rehe und Hirsche ? Sorry - auch wenn jetzt wieder zig Leute schreiben, das es Verkehrsregeln gibt. Die Stadt soll die Leute erwischen, die wirklich Kinder gefährden. Und nicht die Stadtkasse füllen.
HeinzelmannthomasH
04.07.2013, 11:58 Uhr
Abzocke vom Ordnungsamt
Der Autofahrer ist doch schon seit Jahren die Melkkuh der Nation, angefangen bei den Spritpreisen bis hin zur Wegelagerung von den Kommunen. Es ist nur traurig, dass solche Einnahmen schon fest im Haushaltsetat des Kreises eingeplant sind und von Jahr zu Jahr immer teurer werden. Ein sehr gutes Beispiel ist doch die Frankestrasse, eine Seite wurde komplett gesperrt für parkende Fahrzeuge und bei der anderen kommt 1x pro Woche die Strassenreinigung. Da kann mir doch niemand sagen, dass die Sache kein System hat. Man nehme doch nur das Beipiel Jahrmarkt oder Zirkus auf dem Bebel-Platz, wo das liebe Ordnungsamt auch schon eine feste Einnahmequelle hat.
geloescht.otto
04.07.2013, 12:21 Uhr
ich finde
es gut!!!
Fahrt doch einfach so wie es vorgeschrieben ist - dann passiert auch nichts!
Regt Euch lieber über andere Sachen auf, aber die Sicherheit im Straßenverkehr hängt auch von der gefahrenen Geschwindigkeit ab und die ist nun mal auch kontrollierbar.
Wer diese überschreitet sollte sich einer drohenden Strafe immer bewusst sein und mit dieser auch rechnen.
Mit unter sind die Strafen noch viel zu gering, besonders für die notorischen Raser, die unbelehrbar sind. In diesem Sinne - immer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten.........
Wolfi65
04.07.2013, 13:21 Uhr
Man sollte den grauen
Caddy auch noch mit einem Tarnnetz verhüllen und die etwaigen Luftlöcher der Klimaanlage mit Klebeband zukleben.
Dann kann sich das O-Amt auch im Winter in die Wildnis stellen, ohne das die Atemabluft verräterische Spuren zieht.
NDHler
04.07.2013, 13:44 Uhr
@Otto
Gut finde ich das nun gerade nicht aber in einem haben sie Recht, wenn man einfach nur so schnell fährt wie erlaubt passiert rein gar nichts! Damit würde man doch an den blitzenden Organen den größten Ärger ausläsen! Über die sinnfreien Kommentare hier verursacht man lediglich ein Schmunzeln im zuständigen Amt, mehr nicht! Rechnet sich aber der ganze Aufwand nicht mehr kommt hier bald eine ganz andere Debatte in Gang! Ich Wette aber die Einnahmen werden weiter steigen und das nicht wegen steigender Bußgelder sondern steigender Geschwindigkeiten! Fassen wir aber mal zusammen, überall da, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht ist das Blitzen legitim!
In diesem Sinne, Gute Fahrt zusammen!
Eckenblitz
04.07.2013, 15:57 Uhr
Vorschläge für das Ordnungsamt.
Immer öfter kann man beobachten, dass vor oder hinter den Straßenreinigungsmaschinen ein Auto vom Ordnungsamt herfährt. Mein Vorschlag ist folgender: Berechtigen sie doch die Fahrer der Reinigungsmaschine das sie den parkenden Autos ein Knöllchen verpassen dürfen.

Das wäre doch ein enormer Gewinn für die Stadt, man könnte das Ordnungsamt personel verkleinern, so auch den Fuhrpark und spart Gehalt und Unterhaltungskosten für die Autos und natürlich die Autos selber. Man aber sicher seinen Bekannten oder wie auch immer nicht um sein Arbeitsplatz bringen, oder?

Nocheins, wenn sie dieser Tage am Stadtbad vorbei fahren, haben sie in Beide Richtungen eine Beschränkung auf 30 Km. Obwohl da seit Tagen nicht mehr gebaut wird, sieht sich niemand in der Lage, die Schilder zu entfernen. Oder dienen sie als Radarfalle?

Liebes Ordnungsamt, sie sollten einmal dafür sorgen, das ein Blitzer am Arbeitsamt in der Gesamten 20. Zone aufstellen. Aber wenn sie das machen müssen sie ja damit rechnen, dass sie jeden 2. Busfahrer mit einem Knöllchen erfreuen. Hat das Ordnungsamt eigentlich Sondergenehmigung für das Parken auf gesperrten Flächen?
niemand hat gesagt
04.07.2013, 16:25 Uhr
Blitzt weiter
Und bitte mal wieder am Fußgängerüberweg am Taschenberg bzw. Mal kontrollieren .Dort fährt auch jeder wie er will und dann glotzen die noch blöde wenn du auf einmal rüberläufst und sie stehen auf deinen Füssen . Es wird viel zu wenig kontrolliert finde Ich .Mfg.
I.H.
04.07.2013, 20:25 Uhr
Schulen. Kindergärten, Unfallschwerpunkte?
Zumindest wurde mal erzählt, dass man an o.a. Punkten blitzt. Pustekuchen.

Der deutsche Michel braucht die totale Kontrolle. Nur dann fühlt er sich wohl und sicher. Am besten ist, wenn nur noch in Begleiung einer staatlichen Aufsichtsperson gefahren werden darf. Das wäre was Schönes für Michel. Und zur Überwachung der Aufsichtsperson am besten noch Fahrtenschreiber einbauen, die zwei mal wöchentlich vom Eichamt überprüft werden müssen.
J.K.
05.07.2013, 10:33 Uhr
Mal in die Zukunft schweifen
Man kann doch eigentlich froh sein, dass es noch Blitzer gibt. Und die, die sich nicht an die Geschwindigkeiten halten, können froh sein, wenn sie nicht erwischt werden/wurden, aber notorisch weiterhin zu schnell fahren.

Die Zukunft der Verkehrsüberwachung könnte auch anders aussehen. Vielleicht hat in 10-20 Jahren schon jedes Fahrzeug einen GPS-Sender eingebaut und dann werden die Geschwindigkeiten per Satellit überwacht? Ein zentraler Computer erfasst dann JEDEN Temposünder ÜBERALL und die Radarfallen werden überflüssig. Das entsprechende Bußgeld wird dann automatisch vom Konto abgebucht. Technisch gesehen, wäre das heute schon möglich.

Ich jedenfalls halte es so wie Otto und NDHler - wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Da hilft es auch nicht zu fordern, dort zu blitzen, wo es um die Sicherheit der Kinder geht. Manchem Lenker würde dann einfallen, sich nur an diesen Stellen an die Verkehrsregeln zu halten und an anderen Stelle "darf" dann gerast werden. Die Präsenz der Überwachung dient meiner Meinung nach nicht der Abzocke, sondern hat belehrende Hintergründe, dass die StVO auch dort gilt, wo nicht unbedingt Unfallschwerpunkte sind.
I.H.
05.07.2013, 12:36 Uhr
Danke für die Kontrolle!
Ich sagte doch, man sollte nicht fragen warum man kontrolliert wird, man sollte fragen warum man heute erst einmal kontrolliert wurde. Die Kontrollen dienen alle nur einem guten höheren Zweck. Die Kontroll-Rolfes wollen alle nur unserer Bestes. Wirklich! Und es könnte alles noch viel schlimmer kommen. Also seid zufrieden und übt euch in Demut Autofahrer.

Kennt wer den Unterschied zwischen einem Verbrecher und einem Musterbürger? Der Verbrecher fragt - "warum werde ich kontrolliert?" Der Musterbürger Piefke fragt - "liebe Obrigkeit, warum wurde ich heute noch nicht kontrolliert, habt ihr mich nicht mehr lieb?"
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