Mi, 18:00 Uhr
03.07.2013
Es kann losgehen
Das "Abenteuer Regionalliga" hat begonnen. Seit Montag befindet sich die Mannschaft im Training, vor wenigen Minuten gaben Präsidium und Cheftrainer bekannt, das alles so abenteuerlich denn nun auch nicht ist...
"Wir sind endlich dort angekommen, wo der Nordhäuser Fußball aufgrund seiner Tradition, seines wirtschaftlichen Umfeldes und seiner Stellung in der Region hingehört - in der Regionalliga", sagte Präsident Nico Kleofas der nnz in einem Vorab-Gespräch. Das war das Ziel all derer, die vor mehr als drei Jahren begannen, Wacker-Fußball wieder attraktiv zu machen.
Wo der Verein sich momentan befindet und wie der Status Quo sich derzeit darstellen, das wollen wir der Reihe nach erzählen und beginnen mit den
Heute wurden fünf weitere Neuverpflichtungen der Öffentlichkeit vorgestellt. So wird Benedikt Seipel, der jüngere Bruder von Co-Trainer Andreas Seipel, das Team verstärken. Der 27-jährige gebürtige Mühlhäuser kommt von Lok Leipzig an den Südharzrand. In der Abwehr wird sich künftig Dennis Carl um einen Stammplatz bemühen, der zuletzt für den HFC kickte.
Neu im Team sind weiter Omar El-Zein, der zuletzt in Hildesheim spielte und künftig sich als Mittelstürmer behaupten muss sowie der 22 Jahre alte offensiver Mittelfeldakteur Christopher Lehmann von Markranstädt. Verpflichtet werden konnte auch Kim Soohoon vom SC 1911 Heiligenstadt.
Der einstige Stammtorhüter im Wacker-Dress, Jonas Heidrich, verabschiedet sich zum Studium in die USA, bleibt weiterhin Vereinsmitglied und hat auch eine Spielerlaubnis - für "alle Fälle", wie Nico Kleofas der nnz sagte. So weit die Personalien. Erwähnt werden muss, dass bis zum Ende der Vorbereitungszeit doch noch weitere neue Gesichter bei den Trainingseinheiten auftauchen könnten.
Und plaudern konnten die Nordhäuser Spieler von einem funktionierenden Team, das alles gibt, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Da müssen einfach alle mitziehen - vom Zeugwart bis zum Präsidenten. So einfach, aber auch so schwierig ist das.
Eine Personalie wollen wir jedoch noch nachreichen: Jindrich Pelan, der Langzeitverletzte, nimmt wieder am Fitness-Training teil. Vier Wochen werde es wohl noch dauern, ehe der Techniker das volle Trainingsprogramm absolvieren kann.
Sicher - alles auf einmal ist illusorisch. Wer allerdings die Akteure ein wenig näher kennt oder kennengelernt hat, der weiß, dass "die Jungs" auch dafür schon längst einen Plan haben.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red"Wir sind endlich dort angekommen, wo der Nordhäuser Fußball aufgrund seiner Tradition, seines wirtschaftlichen Umfeldes und seiner Stellung in der Region hingehört - in der Regionalliga", sagte Präsident Nico Kleofas der nnz in einem Vorab-Gespräch. Das war das Ziel all derer, die vor mehr als drei Jahren begannen, Wacker-Fußball wieder attraktiv zu machen.
Wo der Verein sich momentan befindet und wie der Status Quo sich derzeit darstellen, das wollen wir der Reihe nach erzählen und beginnen mit den
Personalien
Offiziell bekannt waren bislang vier Neuverpflichtungen: Tom Butzmann (Nr. 3), Arbnor Dervishaj (Nr. 13), Patrick Siefkes (Nr. 22) sowie Tobias Eckermann (Nr. 4).Heute wurden fünf weitere Neuverpflichtungen der Öffentlichkeit vorgestellt. So wird Benedikt Seipel, der jüngere Bruder von Co-Trainer Andreas Seipel, das Team verstärken. Der 27-jährige gebürtige Mühlhäuser kommt von Lok Leipzig an den Südharzrand. In der Abwehr wird sich künftig Dennis Carl um einen Stammplatz bemühen, der zuletzt für den HFC kickte.
Neu im Team sind weiter Omar El-Zein, der zuletzt in Hildesheim spielte und künftig sich als Mittelstürmer behaupten muss sowie der 22 Jahre alte offensiver Mittelfeldakteur Christopher Lehmann von Markranstädt. Verpflichtet werden konnte auch Kim Soohoon vom SC 1911 Heiligenstadt.
Der einstige Stammtorhüter im Wacker-Dress, Jonas Heidrich, verabschiedet sich zum Studium in die USA, bleibt weiterhin Vereinsmitglied und hat auch eine Spielerlaubnis - für "alle Fälle", wie Nico Kleofas der nnz sagte. So weit die Personalien. Erwähnt werden muss, dass bis zum Ende der Vorbereitungszeit doch noch weitere neue Gesichter bei den Trainingseinheiten auftauchen könnten.
Der Kader
Das Ziel ist klar und eindeutig formuliert: Wacker wird in der ersten Mannschaft mit einem 24er-Kader an der Start gehen. Jede Position ist damit mindestens zweimal besetzt. "Wenn mann bedenkt, dass wir mit 18 Spielern auf Reisen gehen wollen, dann können immer wieder Spieler in die Wacker-Reserve abgegeben werden, denn die zweite Mannschaft wollen wir auf jeden Fall in dieser Saison in die Verbandsliga ziehen", so die präsidiale Ansage heute.Wirtschaftlichkeit?
Dem Betrachter wird es angesichts dieser personellen Entwicklung schon mal ordentlich schwindelig und er kommt um die Frage nicht herum, ob sich da die Verantwortlichen nicht auf ein wirtschaftliches Wagnis einlassen? "Wir sind finanziell zu 100 Prozent abgesichert", sagen Kleofas und Vize-Präsident Frank Kirchhoff unisono und verweisen darauf, dass die Gelder der Sponsoren verantwortungsvoll "angelegt" seien. Selbstverständlich wird auch weiterhin auf Sponsorenakquise gegangen, hier soll vor allem Hans-Joachim Junker der "Mann für solche Fälle" sein.Die Philosophie
Natürlich steht auch die Frage im Raum, was die Neuen nach Nordhausen zieht? "Na klar, wir wollen faire Konditionen anbieten. Aber: der Einkauf von neuen Spielern war in diesem Jahr nicht so schwer wie vor zwölf Monaten", sagt Nico Kleofas. Im Klartext: Die Philosophie von Präsidium und Trainer, die Art und Weise, wie hier in Nordhausen Fußball-Geschichte neu geschrieben wurde, hat sich herumgesprochen. Die Spieler kommunizieren miteinander, man kennt sich und plaudert.Und plaudern konnten die Nordhäuser Spieler von einem funktionierenden Team, das alles gibt, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Da müssen einfach alle mitziehen - vom Zeugwart bis zum Präsidenten. So einfach, aber auch so schwierig ist das.
Die Zukunft
Der Aufbau eines Vereins mit den für die Regionalliga notwendigen Strukturen ist noch nicht abgeschlossen, er wird - das wissen die Verantwortlichen - wohl noch weitere drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Ein wichtiger Baustein wird die Nachwuchsarbeit bleiben und so wird sich der Verein um eine personelle Verstärkung der A-Junioren bemühen. Dazu gibt es bereits viel Kontakte in die Nordhäuser Region und vielleicht auch darüber hinaus.Eine Personalie wollen wir jedoch noch nachreichen: Jindrich Pelan, der Langzeitverletzte, nimmt wieder am Fitness-Training teil. Vier Wochen werde es wohl noch dauern, ehe der Techniker das volle Trainingsprogramm absolvieren kann.
Die Fans
Und dann sind da noch die Fans. "Die brauchen wir zu jedem Heimspiel im AKS, wenn unser Ziel - Klassenerhalt - aufgehen soll. Für mich steht fest, dass wir zum Saisonauftakt, zum Harz-Duell gegen Germania Halberstadt, mehr als 1.000 Zuschauer begrüßen können", schwört Nico Kleofas die Fangemeinde ein.Und dann?
Was aber bedeutet "Klassenerhalt"? Wacker Nordhausen muss sich in dieser Liga etablieren, mehr geht nicht. Mehr gibt das Umfeld nicht her. Nicht seitens der Stadion-Infrastruktur, auch nicht seitens der Wirtschaft. Wacker Nordhausen muss also tolle Spiele abliefern, muss im Pokal ein gewichtiges Wort mitreden und muss künftig jedes Heimspiel zu einem Fußballfest ausgestalten.Sicher - alles auf einmal ist illusorisch. Wer allerdings die Akteure ein wenig näher kennt oder kennengelernt hat, der weiß, dass "die Jungs" auch dafür schon längst einen Plan haben.
Peter-Stefan Greiner


