Di, 14:15 Uhr
02.07.2013
Mit dem Container hoch hinauf
Sieben Häuser bilden im Bochumer Hof der Kreisstadt ein Ensemble. Fünf davon haben Studenten der Fachhochschule und Auszubildende belegt. Nach den Sommerferien werden hier wieder etwa 270 junge Leute zuhause sein. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) etablierte hier das größte regionale Wohngebiet für Studierende und Auszubildende. Kurt Frank besuchte es für die nnz...
Die Gebäude zwischen Bochumer-, Yorck-, Hardenberg- und Hesseröder Straße entstanden in den Jahren von 1905 bis 1914, weiß WBG-Vorstandsmitglied Sven Dörmann. Imposant, was sich derzeit an den Häusern Bochumer Straße 54 a bis c und Yorckstraße 1a bis c tut. An der Spitze des ellenlangen Auslegers eines Kranes hängt ein Container. Er wird auf das über 20 Meter hohe Giebeldach befördert. Dort befinden sich Handwerker, welche die alten Ziegel entfernen und in den Bottich werfen.
Bauleiter Vopel (Foto: Kurt Frank)
Die Dachsanierung steht schon seit geraumer Zeit weit oben auf der Prioritätenliste der WBG, erklärt Bauleiter Mario Vopel (Bild). Bei Stürmen fielen immer wieder Ziegel herab. Zugleich gab es Überlegungen, die enormen Dachflächen zur Energiegewinnung zu nutzen. So habe man den Entschluss gefasst, Fotovoltaikanlagen zu installieren, informiert Vopel. Der erzeugte Strom soll von den Bewohnern der Häuser zum überwiegenden Teil selbst genutzt werden. Von diesem Projekt erhoffe man sich wertvolle Erkenntnisse für weitere Vorhaben dieser Art. Die gesamten Maßnahmen, die bis Oktober beendet sein sollen, belaufen sich auf 342 000 Euro.
Umlaufend in die Yorckstraße ist das gesamte Gebäude eingerüstet. Der größte Nordhäuser Wohnungsvermieter lässt dort auch die Fassaden auffrischen. Doch nicht erst seit gestern investiert die WBG in den Bochumer Hof. Für Junges Wohnen ist heute dort weithin zu lesen. Der Sanierungsbedarf war enorm angewachsen. Zuschnitte galt es zu verändern.
Zwischen 2006 und 2008 erreichte der Um- und Ausbau seinen Höhepunkt. Aus einer einst großen Küche als das Zentrum für damalige Arbeiterfamilien machte man ein Wohnzimmer. Hinzu kamen Einbauküche und Bad. Waschautomaten in den Kellern anstelle der Kohlen. Komplettiert mit Volleyballanlage, Tischtennisplatz, Park- und Grünflächen in den Innenhöfen erhielt das Umfeld ein völlig anderes Gesicht.
Die Sanierungskosten für die fünf Studenten-Häuser beziffert die WBG auf 4,2 Millionen Euro. Die jungen Mieter zahlen je nach Wohnzimmergröße – zehn bis 24 Quadratmeter – zwischen 165 und 245 Euro, teilt die Wohnungsbaugenossenschaft auf Anfrage mit. Zwei Millionen Euro nahm das Unternehmen außerdem in die Hand und steckte sie in zwei weitere Häuser des Bochumer Hofes, in denen Genossenschaftsmitglieder wohnen.
Autor: redDie Gebäude zwischen Bochumer-, Yorck-, Hardenberg- und Hesseröder Straße entstanden in den Jahren von 1905 bis 1914, weiß WBG-Vorstandsmitglied Sven Dörmann. Imposant, was sich derzeit an den Häusern Bochumer Straße 54 a bis c und Yorckstraße 1a bis c tut. An der Spitze des ellenlangen Auslegers eines Kranes hängt ein Container. Er wird auf das über 20 Meter hohe Giebeldach befördert. Dort befinden sich Handwerker, welche die alten Ziegel entfernen und in den Bottich werfen.
Bauleiter Vopel (Foto: Kurt Frank)
Die Dachsanierung steht schon seit geraumer Zeit weit oben auf der Prioritätenliste der WBG, erklärt Bauleiter Mario Vopel (Bild). Bei Stürmen fielen immer wieder Ziegel herab. Zugleich gab es Überlegungen, die enormen Dachflächen zur Energiegewinnung zu nutzen. So habe man den Entschluss gefasst, Fotovoltaikanlagen zu installieren, informiert Vopel. Der erzeugte Strom soll von den Bewohnern der Häuser zum überwiegenden Teil selbst genutzt werden. Von diesem Projekt erhoffe man sich wertvolle Erkenntnisse für weitere Vorhaben dieser Art. Die gesamten Maßnahmen, die bis Oktober beendet sein sollen, belaufen sich auf 342 000 Euro.Umlaufend in die Yorckstraße ist das gesamte Gebäude eingerüstet. Der größte Nordhäuser Wohnungsvermieter lässt dort auch die Fassaden auffrischen. Doch nicht erst seit gestern investiert die WBG in den Bochumer Hof. Für Junges Wohnen ist heute dort weithin zu lesen. Der Sanierungsbedarf war enorm angewachsen. Zuschnitte galt es zu verändern.
Zwischen 2006 und 2008 erreichte der Um- und Ausbau seinen Höhepunkt. Aus einer einst großen Küche als das Zentrum für damalige Arbeiterfamilien machte man ein Wohnzimmer. Hinzu kamen Einbauküche und Bad. Waschautomaten in den Kellern anstelle der Kohlen. Komplettiert mit Volleyballanlage, Tischtennisplatz, Park- und Grünflächen in den Innenhöfen erhielt das Umfeld ein völlig anderes Gesicht.
Die Sanierungskosten für die fünf Studenten-Häuser beziffert die WBG auf 4,2 Millionen Euro. Die jungen Mieter zahlen je nach Wohnzimmergröße – zehn bis 24 Quadratmeter – zwischen 165 und 245 Euro, teilt die Wohnungsbaugenossenschaft auf Anfrage mit. Zwei Millionen Euro nahm das Unternehmen außerdem in die Hand und steckte sie in zwei weitere Häuser des Bochumer Hofes, in denen Genossenschaftsmitglieder wohnen.


