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Mi, 09:33 Uhr
26.06.2013

Über 2000 Hunde sind registriert

Nordhausen habe weder ein Katzen- noch ein Waschbärenproblem, schon eher mit Hunden und ihren Hinterlassenschaften, meint Ordnungsamtsleiter Christian Kowal. Eine Kastrations-und Kennzeichnungspflicht aller in Haushalten lebenden Freigängerkatzen in den Kommunalverordnungen zu verankern, wie vom Deutschen Tierschutzbund gefordert, sei deshalb nicht erforderlich. Kurt Frank informiert...

Ordnung muss sein - auch in einer Stadt (Foto: K. Frank) Ordnung muss sein - auch in einer Stadt (Foto: K. Frank)

Das Schicksal der vielen Katzenkinder sei häufig ungewiss, deshalb brauche es eine bundesweite Kastrationspflicht bei Privatkatzen mit Freigang, erklärte Thomas Schröder, der Tierschutzpräsident. Er lobt Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die das schon praktizierten. Es beruhe dort auf einer Verordnung zur allgemeinen Gefahrenabwehr, die hierzulande nicht gegeben sei.

Im Gegensatz zu Katzen bestehe bei Hunden eine Kennzeichnungspflicht. Seit 2011, sagt Kowal, bestehe das Tiergefahrengesetz. Neben einer Marke müsse der Hundehalter einen Chip und eine Haftpflicht für sein Tier nachweisen. Vom kleinen Pinscher bis zum Schäferhund, Rottweiler oder Dogge sei eine Kennzeichnung Pflicht. 2000 Vierbeiner sind gegenwärtig in der Stadt und ihren Ortsteilen registriert, hat der Ordnungsamtsleiter im Computer stehen. Wie viele ohne Ausweis herumlaufen, sei nicht bekannt.

Verstärkte Kontrollen sollen säumige Hundeliebhaber auf die Sprünge helfen. Schon 100 registrierte Kontrollen stehen für das erste Halbjahr zu Buche. Etwa 90 Prozent der Besitzer eines Vierbeiners hatten ihren Lieblinge einen Chip verpasst, informiert Christian Kowal. Insgesamt liegen in diesem Jahr bereits etwa 12.500 Verwarn- und Bußgelder an, hat er errechnet. Es gab Verwarnungen an Hundehalter, Verstöße im ruhenden und fließenden Verkehr und gegen die Stadtordnung. Es klingelte in der Stadtkasse.

Straßen und Anlagen dürfen nicht durch Hundekot verunreinigt werden, steht in der Stadtordnung. Die Verletzung dieser Vorschrift ist eine Ordnungswidrigkeit. Für die Einhaltung der Stadtordnung und Ahndung von daraus resultierenden Ordnungswidrigkeiten ist das Ordnungsamt der Stadt zuständig. Nur graue Theorie?

Manche Zeitgenossen verkennen die Arbeit des Amtes, wenn sie meinen, die „Schwarzen Sheriffs“ bewiesen ihre Zuständigkeit täglich bei der Verteilung von Knöllchen an Parksündern, aber nicht so bei Verstößen gegen Ordnung und Sauberkeit in Form von herumliegenden Hinterlassenschaften der Hunde. Die Beweispflicht für einen Parksünder mit Foto, Tag und Uhrzeit zu erbringen, sei kein Problem, wohl aber im Falle der Hundehaufen, klärt der Ordnungsamtsleiter auf. Nur sie habe Erfolg auf ein Verfahren.

Auch ein verstorbener Einwohner, der keine Angehörigen mehr hat und um den sich kein anderer mehr kümmert, ist würdevoll zu bestatten. Um das notwendige Prozedere hat sich auch das Amt zu kümmern. Nur acht Ordnungsamtsmitarbeiter sind neben der Stadt für zwölf weitere Orte zuständig. Ihre Bemühungen gegen Ordnungswidrigkeiten gleichen mitunter dem Kampf Don Quichottes gegen Windmühlen.

Dennoch hat die Arbeit Erfolg. Nachweisbar weniger „Tretminen“ auf Bürgersteigen, Kinderspielplätzen und Anlagen sowie Verkehrsverstöße. Vor drei Jahren, schätzte seinerzeit Umweltamtsleiter Steffen Meyer ein, war noch etwa eine Tonne Hundekot flächendeckend aus der Stadt zu entfernen. Das sei heute weitaus weniger, dennoch blieben Haufen aus des Hundes Leib nicht aus.

Christian Kowal freut sich, wenn sich Bürger vertrauensvoll an sein Amt wenden und auf Unzulänglichkeiten aufmerksam machen.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
Norbert
26.06.2013, 11:49 Uhr
auch wenn es wieder sinnlos wird...
auch wenn es wieder sinnlos wird, aber wenn man das so hört, dann zahlen rund 2000 Hundebesitzer jeweils rund 60 EUR im Jahr Hundesteuer, das bedeutet im Jahr kommen so allein 120000 EUR zusammen (gefährliche Hunde ausgeschlossen).

Ich denke es käme zu noch weniger "TRETMINEN", wenn für das so zustande kommende Geld ein-zwei Mülleimer mehr in der Stadt aufgestellt würden.

Auf der einen Seite ist es jedem erlaubt einen Hund zu halten, aber es wird keine Unterstützung gegeben, dass die Stadt durch die Tierhalter ihrerseits sauber gehalten werden kann.

Man gaukelt dem netten Hundebesitzer vor, tierlieb zu sein und erbaut einen Hundespielplatz, klar, nicht verschlossen, also kann man rein theoretisch den Hund dort auch nicht frei laufen lassen.

Wir als Hundebesitzer halten unsere Stadt sauber, wir haben immer 2 Kotbeutel mit, ja wir bezahlen auch fleißig unsere Hundesteuer, Versicherung, Mehrwertsteuer auf sämtliche Produkte (auch auf die Kotbeutel).
Wo bleibt unser Mehrwert?

Ich muss mich verallgemeinern lassen mit solchen die das nicht tun, vielleicht sollte man dafür auch eine Kennzeichnungspflicht einführen, jeder der seinen Pflichten nicht nachkommt bekommt eine Plakette mit Siegel um den Hals, der Hund wird Pink mit Grafitti markiert, und zu guter Letzt muss der Hundehalter an die Leine eine Glocke hängen. Damit auch jeder weiß, wer da am anderen Ende vom Hund hängt.
Enzo
26.06.2013, 12:15 Uhr
es gehe vor allem um Geld
Es geht vor allem um Einnahmen für die Stadtkasse! Die steuerzahlenden Hundebesitzer dürfen sich nach wie vor fragen, welche Gegenleistung die Stadt dafür erbringt. Es fehlen Freilaufplätze, aber auch massiv Mülleimer für die Kotbeutel. Dafür mangelt es nicht an kritischen bis hetzerischen Artikeln gegen Hunde und ihre Besitzer
Pe_rle
26.06.2013, 12:54 Uhr
Fazit Hund
diese Stadt in der wir mit unseren Hunden leben ,sieht nur das Geld was durch uns rein kommt, mehr nicht. Ich hoffe nur das die anliegende Klage vor dem Europäischen Gerichtshof Erfolg hat und die Hundesteuer wie in anderen Europäischen Ländern abgeschafft wird. Norbert@ die Hundesteuer wurde auf 72€ angehoben
heyDu!
26.06.2013, 14:35 Uhr
Immer die bösen Anderen...
Ja ja alle sagen wir machen die Hinterlassenschaften von unserem Hund weg und das es sind immer nur die Wenigen, die einen schlechten Ruf verursachen, aber an der Anzahl der Haufen die ich jeden Tag aufs Neue sehe, kann ich mir das schlichtweg schlecht vorstellen.
Da helfen auch keine zusätzlichen Mülleimer. Die notorischen Verweigerer, die die Haufen ihrer Hunde nicht wegmachen, lassen sich nicht von zu wenigen oder zu vielen Mülleimern beindrucken. Die ignorieen schlicht und einfach, dass Andere sich drüber ekeln, ärgern und versehentlich reintreten. Oder die Kinder, die nun mal nicht nach unten gucken und aufpassen und schnell mal reintreten.

Oft genung sehe ich Leute bei denen ich von vonherein weiß, dass die die Haufen definitv nicht wegmachen. Und es sind nicht nur Junge, auch Ältere scheren sich nicht drum. Und wenn man sie dann anspricht und fragt, warum sie es nicht wegmachen, bekommt man eine dumme oder freche Antwort!

Mich stinkt das so an! Eine einfache Ordnungswidrigkeit reicht da nicht, und man muss sie halt auf frischer Tat ertappen, das gelingt wohl kaum. Manche liegen ja mitten auf dem Gehweg! Und die Grünstreifen sind verlockend für Kinder, denen es zu langweilig ist, nur auf dem Gehweg zu laufen.
Norbert
26.06.2013, 15:58 Uhr
@heydu
Also sind ALLE Hundehalter auch Stadtverschmutzer, egal ob sie die "Hinterlassenschaften" entfernen oder nicht? schöne Logik!
egw
26.06.2013, 16:17 Uhr
gibt es keine größeren Probleme???
Schön und gut, die Sache mit dem Hundekot und den braven und weniger braven Hundehaltern. Als Hundehalter mit Chip, Versicherung, Marke usw. kenne ich die Kosten. Freue mich aber auch wenn mein Hund 2 Sätze ins Gebüsch macht und seinen Haufen ins Gebüsch setzt, da klettere ich nicht hinterher! Wenn´s im Park passiert, auf einer Rasenfläche - entsorge ich den Haufen samt Beutel, das ist einfach Selbstverständlich. Unklar bleibt aber, warum Pferde (sehr große Haufen, gern auf Wanderwegen im Bereich Windlücke/Glockensteine) keine Steuer zu entrichten haben und ihre Hinterlassenschaften offenbar liegen bleiben dürfen. Oder warum Katzen nicht besteuert werden (sind manchmal größer als einige Hunderassen)?

Nur finde ich einige Aufgaben des Ordnungsamtes wesentlich wichtiger, Aufgaben wie Geschwindigkeitskontrollen oder Einhaltung von StVo, als Jagd auf Tierhalter. Ein rasendes Auto gegen Abend im Wohngebiet, wir alle kennen Beispiele, tötet Menschen nicht der Hundehaufen. Der parkende Wagen halb auf dem Gehweg oder im Parkverbot behindert Fußgänger oder Rettungswagen, nicht ein Hundehaufen.
Zerstörte Parkbänke, zerbrochene Bierflaschen auf Spielflächen, beschädigte Schilder oder Blumenkübel, illegale Müllentsorgung, Verstoß gegen Jugendschutz, Alkohol- und Zigaretten an Minderjährige - alles schlimmer als Hundekot.

Wer achtet eigentlich auf das Einhalten der StVo an der Ecke R. Koch-Str. / A. Träger Str. - täglich dutzende Verstöße gegen die nur einseitige Verkehrsführung.
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