eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 11:17 Uhr
20.06.2013

OB und BUND

Die Pflege und Entwicklung des Baumbestandes aber auch die Notwendigkeit von Fällungen war Thema eines Gespräches zwischen Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (Mitte) und den Vertretern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Nordhausen (BUND)...

Besuch im Rathaus (Foto: privat) Besuch im Rathaus (Foto: privat)
Ulrike Taeger-Schmidt (2.v.l.) und Christian Darr (rechts) im Rathaus.

Aktueller Anlass waren die jüngsten Fällungen im Gehege. An einigen Stellen, so Ulrike Taeger-Schmidt, habe man den Eindruck eines Kahlschlags, andererseits mache der Stadtwald einen unaufgeräumten Eindruck. Gemeinsam mit Steffen Meyer und Diplom-Biologin Steffi Pfeiffer vom Umweltbereich der Stadtverwaltung verwies Dr. Zeh darauf, dass viele der gefällten Bäume oft erhebliche - aber nicht auf den ersten Blick sichtbare - Schädigungen aufwiesen, die die Standsicherheit gefährdeten.

Da die Stadt Eigentümer des Waldes sei und die so genannte Verkehrssicherungspflicht habe, hätte man zum Schutz der Besucher auch Bäume fällen bzw. zurückschneiden müssen. Zum Teil sei dies unter Einsatz von Fachleuten geschehen, die in die Bäume gestiegen seien, um vom Abbruch bedrohte Äste zurückzuschneiden, um den Baum vor der Fällung zu bewahren. Teile von großen Stämmen habe man nach den Fällungen auch zum Verkauf angeboten.

Hohe Preise habe man aufgrund des stark geschädigten Holzes nicht erzielen können, man konnte es lediglich als minderwertiges Industrieholz verkaufen. Die Einnahmen aus diesem Verkauf hätten nur zum Teil die Kosten der Fällungen kompensieren können.

Steffen Meyer sagte, dass man verbliebenes Kleinholz der Bevölkerung ab Herbst wieder zum Aufsammeln anbieten werde. An besonders exponierten Stellen werde man die Holzreste aus optischen Gründen schreddern. Er verwies darauf, dass das Gehege in erster Linie ein Wald sei. Deshalb setze man auf die natürliche Verjüngung des Waldes und pflanze an nicht nach. Diese Verjüngung werde auch durch die Entnahme von Bäumen gefördert. Damit dringe mehr Licht auf den Waldboden.

Die Vertreter des BUND regten einen regelmäßigen Fachaustausch zu Baumfällungen und der Entwicklung des städtischen Baumbestandes an. Seitens der Verwaltung freue man sich über dieses Angebot, die Vertreter der Verbände persönlich zu informieren bzw. Fragen zu beantworten. Dies gelte natürlich auch für Bürger. Meyer bot regelmäßige Gespräche im Vierteljahrestakt an gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem BUND und dem Naturschutzbund.

Letzter Punkt des Gesprächs war das im Haushalt zur Verfügung stehende Budget für Baumpflegemaßnahmen bzw. Nachpflanzungen. In diesem Jahr stünden 20.000 Euro für Nachpflanzungen zur Verfügung, sagte Meyer. Natürlich sei es wünschenswert, mehr Geld zur Verfügung zu haben. Die Prioritätensetzung sei allerdings den Stadträten vorbehalten, da die Stadtverwaltung auch andere Aufgaben erfüllen müsse.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)