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Mi, 10:55 Uhr
19.06.2013

Feldraine stärker schützen

Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz plädiert für einen stärkeren Schutz der Ackerrandstreifen in Thüringen. Wie das angegangen werden soll, das haben die Nordthüringer Online-Zeitungen erfahren...


„Die Feldraine bieten Rückzugsräume für Tier- und Pflanzenarten, die aus der übrigen Agrarlandschaft oft schon verschwunden sind. Diese Inseln der Artenvielfalt müssen wir allein aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung erhalten“, sagte der Minister anlässlich der Vorstellung eines Merkblatts über Feldraine der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL).

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Mit dem Faltblatt sollen Landwirte und Kommunalvertreter für die ökologischen Funktionen der Ackersäume sensibilisiert und zu einer gezielten Pflege angeregt werden. Bei der Pflege sind verschiedene Vorschriften des Eigentums-, Naturschutz- und Pflanzenschutzrechts sowie zu Cross Compliance zu beachten, über die das Merkblatt informiert. Weiterhin beschreibt es Pflegestrategien für artenreiche Ackerrandstreifen und Fördermöglichkeiten.

Die Bedeutung der Ackersäume liegt jedoch nicht nur in ihrem Artenreichtum. Sie können den Boden vor Erosion schützen, Biotope vernetzen und strukturieren die Landschaft. Dazu Minister Reinholz: „Neben Bäumen, Hecken, Gewässern oder Wegen sind Feldraine das, was unsere Kulturlandschaft reizvoll macht. Wer spaziert oder radelt denn nicht gerne an einem Blühstreifen vorbei, in dem es summt?“

Hintergrund

Feldraine sind jene Säume und Streifen, die zwischen oder am Rand von landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen. Als Übergangsbereiche zwischen unterschiedlichen Lebensräumen gelten solche Saumbiotope allgemein als sehr artenreich. Es können sich unterschiedliche Pflanzengemeinschaften ausbilden, die wiederum die Basis für das Vorkommen zahlreicher Tiere darstellen, denen der Feldrain als Nahrung, Deckung, Lebens- und Nistplatz, Flucht- und Überwinterungsmöglichkeit dient.

Durch die moderne Landwirtschaft verschwanden vielerorts die Acker­randstreifen, zumal sie keinen direkten wirtschaftlichen Ertrag liefern. Noch vorhandene Feldraine sind in ihrem Bestand stark gefährdet, zum Beispiel durch Verbuschung, Dünger- und Pflanzenschutzmittel-Eintrag, Befahren oder falsche Pflege.
Autor: red

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Kommentare
Glaskugel
19.06.2013, 11:38 Uhr
Feldraine? Was ist denn das?
Glaubt der Herr Reinholz denn wirklich, dass man mit bunten Flyern bei Naturbanausen etwas erreicht? Wenn wir keine Asphalt- oder Betonstraßen hätten, würden die Bauern diese auch noch unterpflügen und Gülle darauf spritzen.

Flurgrenzen interessieren die Bauern nicht. Die Grenzen zur öffentlichen Hand schon gar nicht. Nicht umsonst ist der überwiegende Teil früherer öffentlicher Wege einfach verschwunden. Von Entwässerungsgräben ganz zu schweigen. Da wird lustig darüber geackert und dann nach Entschädigung bei Hochwasser geschrien.

Den Bauern interessiert die Umwelt nicht. Den Bauern interessieren nur dicke Kartoffeln. Und dagegen helfen keine Flyer, da helfen nur empfindliche Strafen!
Ismael
19.06.2013, 14:12 Uhr
Da lache ich mich heute abend noch in den schlaf...
na die Kosten für das Faltblatt hätte man sich echt sparen können. Was soll das denn bringen in Zeiten in denen Landwirtschaft eine Industrie ist?

Ich kenne (kommunale)Feldwege die waren zu Ostzeiten 8 Meter (!) breit..heute hat ein normaler PKW da Mühe nicht auf's Feld zu fahren. Und der Gemeinde ist's egal...
Irgendwie gab es früher als Begrenzung zwischen Straße und Feld auch regelmäßig einen Graben... die sind heute entweder halb umgepflügt oder zugewachsen...die Verantwortung zur Feldrandpflege die in den meisten Pachtverträgen verankert ist, ist da anscheinend auch nicht so wichtig....
Wenn mal wieder das Wasser über die Straße läuft ist das ja nicht so schlimm.
NDH80
20.06.2013, 00:03 Uhr
nur rummeckern
warum interressieren den den Bauer nur die dicken Kartoffeln? Weil es der Verbraucher soll will!
LisaH: Die Landwirte werden durch ihre Abnehmer dazu regelrecht gezwungen nur die beste Qualität abzuliefern, sonst könnten sie auch garnicht wirtschaftlich Arbeiten. Und die Arbeitnehmer verdienen in der Landwirtschaft auch kein Geld. Die Kosten die ein Landwirtschaftlicher Betrieb hat kann sich kein Außenstehender Vorstellen. Aber immer nur rummeckern das die Bauern alles Falsch machen.

@Ismael, warum wollen Sie mit einem normalen Pkw über Feldwege fahren, die sind eh nicht mehr öffentlich, nur noch für Land -oder Forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben.
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