Mi, 16:12 Uhr
04.04.2001
Gemischte Reaktionen auf Rinke-Androhung
Nordhausen (nnz). "Inhaltlich kann ich die Haltung der Stadt Nordhausen und damit auch von Barbara Rinke verstehen", meinte die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dagmar Becker. Die Konstruktion zwischen Stadt und Landkreis sei in der gegenwärtigen Konstellation sehr schwierig und kompliziert. Die Veränderung dieser Situation und eine damit verbundene Änderung der Gebietsstruktur sei in der Landeshauptstadt in dieser Legislaturperiode kein Thema. Becker persönlich habe keine Problem mit einem Großkreis "Südharz/Kyffhäuser". Das müsse allerdings freiwillig geschehen. Bevor Barbara Rinke ihr Mandat abgebe, müsse man noch einmal darüber reden. Sie hoffe, daß die Oberbürgermeisterin dann ihr Vorhaben aufgeben werde. Hier hofft Becker insbesondere auf die Vermittlung von Matthias Jendricke und Winfried Theuerkauf.
Letzterer hat die Ankündigung von Rinke mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Auch Theuerkauf plädiert für besonnene Gespräche und will alle Seiten an einen Tisch holen. Der ehrenamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung rät denn auch zur Klage gegen die Kreisumlage seitens der Stadtverwaltung. Andere Sozialdemokraten verstehen die plötzliche Aufgeregtheit von Barbara Rinke nicht, sie kritisieren vielmehr, daß sich die Nordhäuser Oberbürgermeisterin in den zurückliegenden Monaten kaum in die Parteiarbeit eingebracht habe. Sie hätte Sitzungen der Kreistagsfraktion kaum noch besucht, auch hätte sie an der jüngsten Klausurtagung in Neustadt nicht teilgenommen. Hier wäre jedoch Gelegenheit gewesen, die ernste Situation der Stadt anzusprechen.
Nach nnz-Recherchen könnte es bereits am Montag ein Spitzengespräch im Nordhäuser Rathaus geben. Daran sollen neben Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Landrat Joachim Claus (CDU) auch Winfried Theuerkauf (SPD) und Dietrich Beyse (CDU) teilnehmen.
Autor: nnzLetzterer hat die Ankündigung von Rinke mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Auch Theuerkauf plädiert für besonnene Gespräche und will alle Seiten an einen Tisch holen. Der ehrenamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung rät denn auch zur Klage gegen die Kreisumlage seitens der Stadtverwaltung. Andere Sozialdemokraten verstehen die plötzliche Aufgeregtheit von Barbara Rinke nicht, sie kritisieren vielmehr, daß sich die Nordhäuser Oberbürgermeisterin in den zurückliegenden Monaten kaum in die Parteiarbeit eingebracht habe. Sie hätte Sitzungen der Kreistagsfraktion kaum noch besucht, auch hätte sie an der jüngsten Klausurtagung in Neustadt nicht teilgenommen. Hier wäre jedoch Gelegenheit gewesen, die ernste Situation der Stadt anzusprechen.
Nach nnz-Recherchen könnte es bereits am Montag ein Spitzengespräch im Nordhäuser Rathaus geben. Daran sollen neben Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Landrat Joachim Claus (CDU) auch Winfried Theuerkauf (SPD) und Dietrich Beyse (CDU) teilnehmen.

