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Mi, 15:16 Uhr
04.04.2001

Wassergebühren bleiben weiter stabil

Nordhausen (nnz). Im Verbandsgebiet muß eine vierköpfige Familie jährlich zirka 520 Mark für die Trinkwasserversorgung zahlen. Das sind pro Person und Tag durchschnittlich 36 Pfennige. Das benötigte Wasser für eine Badewanne (ca. 100 Liter) kostet in Nordhausen 46 Pfennige. Etwa der gleiche Preis muß noch einmal für die Abwasserentsorgung bezahlt werden. Die Energiekosten für das Erwärmen dieser Wassermenge betragen allein 64 Pfennige, vorausgesetzt, es wird Erdgas als Brennstoff benutzt. Damit kostet ein Vollbad in Summe etwa 1,50 Mark. Weniger als ein Drittel davon entfällt auf die Wasserversorgung.
Die Senkung der Gebühren des Wasserverbandes im vergangenen Jahr von 3,26 Mark je Kubikmeter auf 2,93 Mark war möglich, weil verschiedene Kosten gesenkt, bzw. eingefroren werden konnten und sich der Wasserverbrauch stabilisiert hatte. Es ist deshalb nicht nur der Wunsch, sondern die Pflicht des Verbandes, ein positives Betriebsergebnis unmittelbar an den Kunden weiterzugeben. Der Wasserverband darf gemäß seiner Satzung keinen Gewinn erzielen, sondern nur kostendeckend arbeiten. Daß dabei die Reduzierung der Schulden der vergangenen Jahre nicht aus dem Auge verloren wurde, beweist die außerplanmäßige Schuldentilgung im vergangenen Jahr.
Vor wenigen Tagen kritisierte Herr Wohler von "Haus und Grund" die Gebührensenkung des Verbandes im vergangenen Jahr. Es ist dem Wasserverband Nordhausen absolut unklar, ob Herr Wohler für die Mehrzahl der zirka 90.000 Verbandskunden spricht. Die von ihm errechneten jährlichen Einsparungen von 9,30 Mark pro Person und Jahr sind auf den ersten Blick nicht viel, entlasten aber eine vierköpfige Familie immerhin um rund 40 Mark, eine kinderreiche Familie muß 60 bis 70 Mark weniger bezahlen. In einer Zeit, in der fast überall nur Kosten, Steuern, Preise und Gebühren erhöht werden, nehmen die Bürger mit Sicherheit eine Gebührensenkung dankbar in Anspruch.
Ändert sich das Verbrauchsverhalten der Wasserkunden in den nächsten Jahren nicht grundlegend, können die Gebühren mit Sicherheit mittelfristig stabil bleiben. Mit dieser Gebührenentwicklung hat sich der Wasserverband Nordhausen in den zurückliegenden Monaten wohltuend von anderen Versorgern abgehoben und nimmt bei 35 verglichenen Thüringer Städten den drittgünstigsten Platz ein. Abschließend noch ein Vergleich: Die Erdgaspreise haben einer Durchschnittsfamilie, die ihr Einfamilienhaus mit Erdgas beheizt, in den vergangenen zwei Jahren eine zusätzliche Belastung von 500 bis 800 Mark beschert.
Autor: nnz

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