So, 18:27 Uhr
01.04.2001
nnz-Forum: Wundersame Landesgartenschau
"Zunächst möchte ich Frau Klaan meine Hochachtung dafür zollen, daß Sie sich öffentlich zu Ihrer Verantwortung bezüglich der überzogenen Baumfällaktion bekannte. Die Schlußfolgerung, die Frau Klaan dann aber aus Ihrer Verantwortung zieht, ist typische Beamtenmentalität der öffentlichen Verwaltung.
Da hat Sie nun seit Jahren wie ein Wanderprediger über ein Projekt gesprochen, aber scheinbar ohne sich wirklich damit auseinander zu setzen. Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass man sich noch nicht im klaren war, wie der Baumbestand - soweit irgend möglich - in das Konzept einbezogen werden kann. Ich kann mich deutlich an eine Veranstaltung der F.D.P. (vor Jahren im Ratskeller) mit Herrn Beyse und Frau Klaan zum Thema "Landesgartenschau 2004" erinnern, in der man schon über den gestalteten "Park Petersberg" berichtete, der dann gegen Eintritt auch nach der Gartenschau aufgesucht werden könne. Schon damals wurden Hinweise auf Probleme und kritische Nachfragen zur Finanzierung und den Folgekosten beiseite geschoben.
Nun sind alte Bäume gefällt worden, die auch in die Gestaltung hätten integriert werden können. Pech halt, das sie gerade in einer Nordhäuser Ecke standen, die der Chaos-Strategie anheim gefallen ist. Will man sie nun ersetzen, werden ein paar Tausend Mark mehr fällig, die Linde im Park der Gartenschau von Pößneck z.B. kostete 15.000 Mark. Aber das sind ja nur unsere Steuergelder, die hier mit vollen Händen und ohne Be- und Nachdenken in der Erde versenkt werden. Nun sollen, so hört man, die ach so sicheren Fördermittel auch gekürzt worden sein und ihr Zufluß sich ganz anders gestalten, als man sich das gedacht hat. Da darf man gespannt sein, welche freiwilligen Leistungen demnächst gestrichen werden, um die Finanzierung eines noch immer nicht durchdachten Projektes sicherzustellen.
Im übrigen sollte doch noch einmal über die Chance nachgedacht werden, die Landesgartenschau zum Nutzen Nordhausens zu gestalten. Pößneck hat zumindest diese Chance genutzt, was die innerstädtischen Industrie-Ruinen betraf. In Nordhausen kann der Besucher sich an solch lieblichen Kleinoden erfreuen, wie die ehemalige Fertigungshalle des RFT, die sich als Parkhaus sicher hätte nutzen lassen, anstatt neue Tiefgaragenprojekte aufzulegen. Pößnecks Haushalt leidet übrigens inzwischen an den Folgekosten der Landesgartenschau, an deren Objekte und Flächen. Man darf gespannt sein, ob Nordhausen daraus die richtigen Lehren zieht. Aber keine Angst, es wird für Fehlplanungen niemand zur Verantwortung gezogen, darauf können die Steuerzahler sich verlassen.
Angst und bang wird einem auch, wenn man das heutige Hochglanzfaltblatt liest. Ein Kreisel am Rathaus, wahrscheinlich noch einen Tick enger wie die anderen. Finanzieren könnten den doch eigentlich die innerstädtischen Geschäftsleute, die nun von den fussläufigen Kauflustigen förmlich erdrückt werden sollen (weshalb man ja auch noch einen Markt am Stadtrand von Nordhausen errichten läßt !). Lustig auch der Gedanke, dass bei Nordbrand eine künstliche Gefahrenstelle geschaffen werden soll, indem man die Straße im Haltestellenbereich künstlich einengt. Über den Rückstau werden sich besonders diejenigen freuen, für die man gerade den Bereich der Kreuzung Arnoldstr./Frh.-v.-Stein-Straße kostspielig aufgeweitet hat, damit der Verkehr schneller fließt.
Überhaupt scheint Nordhausen im Geld zu schwimmen, will man doch im Bereich der Arkaden am Kornmarkt eine neue Haltestelle einrichten und dafür die gerade vor ein paar Monaten (24?) behindertengerecht und verkehrssicher gestaltete Haltestelle am Kino zum Theater verlegen."
Andreas Klaschka F.D.P., Schatzmeister
Autor: nnzDa hat Sie nun seit Jahren wie ein Wanderprediger über ein Projekt gesprochen, aber scheinbar ohne sich wirklich damit auseinander zu setzen. Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass man sich noch nicht im klaren war, wie der Baumbestand - soweit irgend möglich - in das Konzept einbezogen werden kann. Ich kann mich deutlich an eine Veranstaltung der F.D.P. (vor Jahren im Ratskeller) mit Herrn Beyse und Frau Klaan zum Thema "Landesgartenschau 2004" erinnern, in der man schon über den gestalteten "Park Petersberg" berichtete, der dann gegen Eintritt auch nach der Gartenschau aufgesucht werden könne. Schon damals wurden Hinweise auf Probleme und kritische Nachfragen zur Finanzierung und den Folgekosten beiseite geschoben.
Nun sind alte Bäume gefällt worden, die auch in die Gestaltung hätten integriert werden können. Pech halt, das sie gerade in einer Nordhäuser Ecke standen, die der Chaos-Strategie anheim gefallen ist. Will man sie nun ersetzen, werden ein paar Tausend Mark mehr fällig, die Linde im Park der Gartenschau von Pößneck z.B. kostete 15.000 Mark. Aber das sind ja nur unsere Steuergelder, die hier mit vollen Händen und ohne Be- und Nachdenken in der Erde versenkt werden. Nun sollen, so hört man, die ach so sicheren Fördermittel auch gekürzt worden sein und ihr Zufluß sich ganz anders gestalten, als man sich das gedacht hat. Da darf man gespannt sein, welche freiwilligen Leistungen demnächst gestrichen werden, um die Finanzierung eines noch immer nicht durchdachten Projektes sicherzustellen.
Im übrigen sollte doch noch einmal über die Chance nachgedacht werden, die Landesgartenschau zum Nutzen Nordhausens zu gestalten. Pößneck hat zumindest diese Chance genutzt, was die innerstädtischen Industrie-Ruinen betraf. In Nordhausen kann der Besucher sich an solch lieblichen Kleinoden erfreuen, wie die ehemalige Fertigungshalle des RFT, die sich als Parkhaus sicher hätte nutzen lassen, anstatt neue Tiefgaragenprojekte aufzulegen. Pößnecks Haushalt leidet übrigens inzwischen an den Folgekosten der Landesgartenschau, an deren Objekte und Flächen. Man darf gespannt sein, ob Nordhausen daraus die richtigen Lehren zieht. Aber keine Angst, es wird für Fehlplanungen niemand zur Verantwortung gezogen, darauf können die Steuerzahler sich verlassen.
Angst und bang wird einem auch, wenn man das heutige Hochglanzfaltblatt liest. Ein Kreisel am Rathaus, wahrscheinlich noch einen Tick enger wie die anderen. Finanzieren könnten den doch eigentlich die innerstädtischen Geschäftsleute, die nun von den fussläufigen Kauflustigen förmlich erdrückt werden sollen (weshalb man ja auch noch einen Markt am Stadtrand von Nordhausen errichten läßt !). Lustig auch der Gedanke, dass bei Nordbrand eine künstliche Gefahrenstelle geschaffen werden soll, indem man die Straße im Haltestellenbereich künstlich einengt. Über den Rückstau werden sich besonders diejenigen freuen, für die man gerade den Bereich der Kreuzung Arnoldstr./Frh.-v.-Stein-Straße kostspielig aufgeweitet hat, damit der Verkehr schneller fließt.
Überhaupt scheint Nordhausen im Geld zu schwimmen, will man doch im Bereich der Arkaden am Kornmarkt eine neue Haltestelle einrichten und dafür die gerade vor ein paar Monaten (24?) behindertengerecht und verkehrssicher gestaltete Haltestelle am Kino zum Theater verlegen."
Andreas Klaschka F.D.P., Schatzmeister

