Mi, 08:29 Uhr
24.04.2013
Welche Kosten denn nun?
Wenn es um die Kosten für die Kulturbibliothek (KuBiBo) in Nordhausen geht, dann auch immer um die Höhe der Fördermittel. Mit den Zahlen nimmt man es in der Politik nicht allzu genau, wie nnz-Recherchen zeigen...
Was kostet eine Bibliothek dem Nordhäuser Bürger im Jahr 2013? Die Beantwortung dieser Frage ist relativ einfach: Nach dem Stand 30. Mai des vergangenen Jahres (neue Zahlen liegen noch nicht vor) sind das rund 13,5 Millionen Euro, plus 330.000 Euro für die Gestaltungen der Freianlagen, dem sogenannten Rathaushof. Zieht man von den 13,5 Millionen Euro die Ausstattungskosten in Höhe einer halben Million Euro ab, dann kommt man auf eine Summe von 12,9 Millionen Euro, die als förderfähig eingestuft werden könne.
Die Stadtverwaltung teilte mit, dass davon etwa 8,1 Millionen Euro an Fördermitteln fließen oder schon geflossen sein sollen. Wer im Kopfrechnen gut ist der weiß, dass die immer mal ins Spiel gebrachten Förderquoten von 75 oder gar 90 Prozent nicht mehr standhalten. Wir haben nachgerechnet: Es sind 63,3 Prozent, denn der Eigenanteil für die Stadt Nordhausen beträgt 4,8 Millionen Euro. Das ist ein dicker Brocken - für den normalen Bürger. Nicht so für einen Stadtrat, der bedenkenlos alles mehrheitlich beschlossen hatte.
Das für den Bau neben dem Rathaus immer wieder frisches Geld benötigt wurde, war auch im November vorigen Jahres klar. Waren es in der Rede von Barbara Rinke zum Richtfest am 7. Juni vergangenen Jahres noch Gesamtkosten von "12 Millionen Euro", so wurde in der Stadtratssitzung am 9. November schon von 13 Millionen Euro gesprochen. Aktuell sind es - siehe oben - alles in allem 13,8 Millionen Euro.
Klar ist den Planern und politisch Verantwortlichen im Rathaus vermutlich auch, dass zur Schlussrechnung auf jeden Fall eine "14" vor dem Komma stehen wird.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redWas kostet eine Bibliothek dem Nordhäuser Bürger im Jahr 2013? Die Beantwortung dieser Frage ist relativ einfach: Nach dem Stand 30. Mai des vergangenen Jahres (neue Zahlen liegen noch nicht vor) sind das rund 13,5 Millionen Euro, plus 330.000 Euro für die Gestaltungen der Freianlagen, dem sogenannten Rathaushof. Zieht man von den 13,5 Millionen Euro die Ausstattungskosten in Höhe einer halben Million Euro ab, dann kommt man auf eine Summe von 12,9 Millionen Euro, die als förderfähig eingestuft werden könne.
Die Stadtverwaltung teilte mit, dass davon etwa 8,1 Millionen Euro an Fördermitteln fließen oder schon geflossen sein sollen. Wer im Kopfrechnen gut ist der weiß, dass die immer mal ins Spiel gebrachten Förderquoten von 75 oder gar 90 Prozent nicht mehr standhalten. Wir haben nachgerechnet: Es sind 63,3 Prozent, denn der Eigenanteil für die Stadt Nordhausen beträgt 4,8 Millionen Euro. Das ist ein dicker Brocken - für den normalen Bürger. Nicht so für einen Stadtrat, der bedenkenlos alles mehrheitlich beschlossen hatte.
Das für den Bau neben dem Rathaus immer wieder frisches Geld benötigt wurde, war auch im November vorigen Jahres klar. Waren es in der Rede von Barbara Rinke zum Richtfest am 7. Juni vergangenen Jahres noch Gesamtkosten von "12 Millionen Euro", so wurde in der Stadtratssitzung am 9. November schon von 13 Millionen Euro gesprochen. Aktuell sind es - siehe oben - alles in allem 13,8 Millionen Euro.
Klar ist den Planern und politisch Verantwortlichen im Rathaus vermutlich auch, dass zur Schlussrechnung auf jeden Fall eine "14" vor dem Komma stehen wird.
Peter-Stefan Greiner

