Di, 08:59 Uhr
16.03.2004
Nicht erklärbar
Nordhausen (nnz). Die Thüringer Landesregierung will wesentliche Teile der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH-Gebiete nachmelden. Das begrüßen auch die Naturschützer, die sich für ein Biosphärenreservat im Südharz einsetzen.
Als einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige umweltgerechte Entwicklung im Südharz erachtet die Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates (GFB) Südharz e.V. die von der Thüringer Landesregierung geplante Nachmeldung wichtiger Gebiete der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH Gebiete an die EU. Wenn es nun noch gelänge, auch den Winkelberg unter endgültigen Schutz zu stellen, sind entscheidende Voraussetzungen für den Erhalt der Kern- und Pflegezonen in einem zukünftigen Biosphärenreservat geschaffen, so Michaela Günther von dem Förderverein.
Das Ziel eines Biosphärenreservates bestehe darin, durch regionale umweltgerechte Projekte unterschiedlichster Art den Beweis zu erbringen, dass der Mensch seinen Landschaftsraum nutzen und dabei trotzdem auch für zukünftige Generationen erhalten kann. Das bedeute nicht, im Glashaus zu leben, sondern den Schritt nach vorn anzutreten, erläutert die Vertreterin der GFB. So gehen zum Beispiel eine intakte Natur und eine funktionierende Tourismusvermarktung Hand in Hand. Davon profitieren kann ebenso die Landwirtschaft und die Gastronomie durch die Vermarktung regionaler Produkte, wie die GFB in ihrem Projekt zum Harzer Roten Höhenvieh bereits aufgezeigt hat.
Solche Vermarktungskonzepte können das Aushängeschild für die gesamte Südharzregion werden und sind in einer Zeit starker Konkurrenz im Tourismussektor ein unverzichtbares Marketingelement. Es gelte jetzt, dass Thüringen an die Bemühungen des Landes Sachsen Anhalt zur Anerkennung des Status Biosphärenreservat Südharz anknüpft. Mit der Installation eines Aufbaustabes in Rossla im Jahr 2000 und dem dort geschaffenen Informationszentrum mit einer hervorragenden Ausstellung wurde in Sachsen Anhalt eine wichtige Voraussetzung für die Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung des Sachsen-Anhaltinischen Gipskarstgebietes zum Biosphärenreservat durch die UNESCO geschaffen.. Um den Anschluss nicht zu verlieren, gelte es nun, in Thüringen den gleichen Schritt zu vollziehen.
Keinem Touristen und auch den hier lebenden Menschen wäre es verständlich, warum ein Biosphärenreservat an der Ländergrenze halt macht, wenn es sich doch um ein und denselben erhaltenswerten Naturraum handelt.
Autor: nnzAls einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige umweltgerechte Entwicklung im Südharz erachtet die Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates (GFB) Südharz e.V. die von der Thüringer Landesregierung geplante Nachmeldung wichtiger Gebiete der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH Gebiete an die EU. Wenn es nun noch gelänge, auch den Winkelberg unter endgültigen Schutz zu stellen, sind entscheidende Voraussetzungen für den Erhalt der Kern- und Pflegezonen in einem zukünftigen Biosphärenreservat geschaffen, so Michaela Günther von dem Förderverein.
Das Ziel eines Biosphärenreservates bestehe darin, durch regionale umweltgerechte Projekte unterschiedlichster Art den Beweis zu erbringen, dass der Mensch seinen Landschaftsraum nutzen und dabei trotzdem auch für zukünftige Generationen erhalten kann. Das bedeute nicht, im Glashaus zu leben, sondern den Schritt nach vorn anzutreten, erläutert die Vertreterin der GFB. So gehen zum Beispiel eine intakte Natur und eine funktionierende Tourismusvermarktung Hand in Hand. Davon profitieren kann ebenso die Landwirtschaft und die Gastronomie durch die Vermarktung regionaler Produkte, wie die GFB in ihrem Projekt zum Harzer Roten Höhenvieh bereits aufgezeigt hat.
Solche Vermarktungskonzepte können das Aushängeschild für die gesamte Südharzregion werden und sind in einer Zeit starker Konkurrenz im Tourismussektor ein unverzichtbares Marketingelement. Es gelte jetzt, dass Thüringen an die Bemühungen des Landes Sachsen Anhalt zur Anerkennung des Status Biosphärenreservat Südharz anknüpft. Mit der Installation eines Aufbaustabes in Rossla im Jahr 2000 und dem dort geschaffenen Informationszentrum mit einer hervorragenden Ausstellung wurde in Sachsen Anhalt eine wichtige Voraussetzung für die Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung des Sachsen-Anhaltinischen Gipskarstgebietes zum Biosphärenreservat durch die UNESCO geschaffen.. Um den Anschluss nicht zu verlieren, gelte es nun, in Thüringen den gleichen Schritt zu vollziehen.
Keinem Touristen und auch den hier lebenden Menschen wäre es verständlich, warum ein Biosphärenreservat an der Ländergrenze halt macht, wenn es sich doch um ein und denselben erhaltenswerten Naturraum handelt.


